Adi Hütter applaudiert

Nächster Halt: Stadion An der Alten Försterei. Bei Aufsteiger Union Berlin soll für Eintracht Frankfurt am Freitag der erste Auswärtssieg dieser Saison rausspringen. Die Personallage entspannt sich zunehmend.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht-Coach Hütter fordert Rocky-Mentalität gegen Union

Adi Hütter von Eintracht Frankfurt beim Spiel gegen Arsenal
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Das Defensivverhalten seiner Schützlinge in den vergangenen Spielen ist Adi Hütter – im übertragenen Sinn – ein wenig auf den Magen geschlagen. "Wir bekommen zu viele Gegentore. Das schmeckt mir nicht", monierte der Trainer von Eintracht Frankfurt vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei Aufsteiger 1. FC Union Berlin. In der Partie an diesem Freitag (20.30 Uhr) erwartet der Österreicher von seiner Mannschaft daher bedingungslosen Einsatz von der ersten Minute an. "Wir müssen den Kampf sofort annehmen, aggressiv und bissig auftreten", forderte Hütter am Mittwoch.

Seit dem Auftakt-1:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat die Eintracht in der Bundesliga nicht mehr zu Null gespielt. Einen Treffer kassierte sie gegen Fortuna Düsseldorf (2:1), jeweils zwei gegen RB Leipzig, den FC Augsburg (beide 1:2) und Borussia Dortmund (2:2).

Gute Szenen in der Videoanalyse hervorgehoben

Der gefühlte Sieg beim späten Remis im Duell mit dem Vize-Meister am vergangenen Sonntag soll die Hessen an der Alten Försterei beflügeln. In der Videoanalyse hat Hütter seinen Spielern noch einmal die guten Szenen vorgeführt und danach festgestellt: "Das Spiel hat gezeigt, dass wir uns immer auf unsere Mentalität verlassen können und körperlich gut drauf sind. Wir haben Selbstvertrauen mitgenommen."

Personell kann der 49-Jährige fast aus dem Vollen schöpfen, nachdem sich Mijat Gacinovic und Jonathan de Guzmán nach ihren Verletzungen wieder fit gemeldet haben. Auch Sebastian Rode (Knieprellung) hat am Mittwoch erstmals wieder einen Teil des Trainings absolviert, ein Einsatz am Freitag kommt aber wohl zu früh.

Rode-Einsatz offen

Zumindest ein Startelf-Comeback des 28-Jährigen, der sich zu Wochenbeginn noch einmal von seinem Vertrauensarzt hatte untersuchen lassen und danach Grünes Licht gab, schloss Hütter aus. "Der Plan ist, dass er nächste Woche möglicherweise von Beginn an spielt", sagte der Coach mit Blick auf das zweite Gruppenspiel in der Europa League bei Vitoria Guimarães am 3. Oktober. Rode hatte zuletzt sowohl bei der 0:3-Heimschlappe gegen den FC Arsenal als auch gegen den BVB gefehlt.

Im Sturm setzt Hütter wahrscheinlich wieder auf das Portugal-Duo André Silva und Gonçalo Paciência, da Neuzugang Bas Dost noch nicht bei 100 Prozent ist. "Er arbeitet hart daran und ist in einem besseren körperlichen Zustand als vor vier Wochen", berichtete Hütter.

"Kein Grund, Union zu unterschätzen"

Sollte der erste Auswärtssieg in dieser Saison gelingen, würde sich die Eintracht mit dann zehn Punkten erst einmal in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Doch ein Selbstläufer wird das Spiel bei den kampfstarken Berlinern nicht. "Sie können jedem Gegner das Leben schwer machen", warnte Hütter. Das hatte zuletzt Titelanwärter Dortmund beim 1:3 schmerzlich erfahren. Für Hütter ist daher klar: "Wir haben keinen Grund, Union zu unterschätzen."

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Eintracht Union