Eintracht-Torhüter Kevin Trapp legt nach dem Remis gegen Hertha BSC den Finger in die Wunde.
Eintracht-Torhüter Kevin Trapp legt nach dem Remis gegen Hertha BSC den Finger in die Wunde. Bild © Imago Images

Kevin Trapp schlägt nach dem torlosen Unentschieden gegen Hertha BSC Alarm. Die Sorge wächst: Verspielt Eintracht Frankfurt im Endspurt die großen Ziele? Dabei widerspricht er sogar der Sichtweise von Trainer Adi Hütter.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Trapp: "Müssen uns voll dem hingeben"

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"Lethargisch!" - "Träge!" - "Ein schlechtes Spiel!" Es mangelte nicht an deutlichen Worten, die Kevin Trapp nach dem 0:0 der Frankfurter Eintracht gegen Hertha BSC fand. Der ehrgeizige und aus seiner Zeit bei Paris Saint-Germain erfolgsverwöhnte Torhüter konnte sich nur äußerst schwer mit der gezeigten Leistung der Mannschaft anfreunden: "Das war extrem enttäuschend."

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Frankfurt hatte gegen die fernab von gut und böse in der Tabelle auf Rang elf platzierten Berliner die große Chance, ein Ausrufezeichen im Endspurt zu setzen und die Konkurrenz im Kampf um die Champions-League-Plätze auf Distanz zu halten. Stattdessen ist die Spitzengruppe nach dem 4:1-Sieg von Bayer 04 Leverkusen beim FC Augsburg und dem Erfolg der Wolfsburger bei der TSG Hoffenheim noch enger zusammengerückt. "Wir hatten gegen Berlin eine große Chance, uns da oben festzuzusetzen. Zu Hause gegen eine Mannschaft so zu spielen, die nichts mehr zu gewinnen und zu verlieren hat, ist schade und traurig", so der maximal frustrierende 28-Jährige.

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Trapp widerspricht Hütter

Trainer Adi Hütter hingegen versuchte, Last von den Schultern der Mannschaft zu nehmen und schob die Favoritenrolle beiseite: "Andere Vereine haben mehr Druck als Eintracht Frankfurt. Sie versuchen uns zu überholen und unsere Aufgabe ist es, uns nicht überholen zu lassen." Mit einer solchen Betrachtungsweise konnte sich Trapp eher weniger anfreunden: "Natürlich hast du den Druck, wenn du da oben bleiben willst." Diesen erhöhte der Schlussmann noch einmal: "Wir haben jetzt die Chance, entweder Geschichte zu schreiben oder alles zu verlieren, was wir uns in acht bis neun Monaten aufgebaut haben."

Doch aktuell überwiegt die Sorge, dass den Hessen in den letzten Wochen der Saison die Puste ausgeht: 45 Pflichtspiele musste die Eintracht bereits absolvieren, im Optimalfall könnten noch sechs weitere in den kommenden vier Wochen hinzukommen. Europa-League-Halbfinale gegen Chelsea London, Bayer 04 Leverkusen, Rückspiel in London, Mainz 05, FC Bayern München - und möglicherweise ein Endspiel in Baku gegen Arsenal oder den FC Valencia.

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"Das Maximum rausholen"

Trapp forderte deshalb von sich und seinen Kollegen: "Wir müssen uns jetzt die letzten drei Wochen voll dem hingeben, was wir noch vor uns haben, regenerieren, an nichts anderes denken und das Maximum rausholen." Ein Auftritt wie gegen Berlin sollte den ambitioniert kommunizierenden und auf den historischen Schritt in die Königsklasse blickenden Frankfurtern nicht mehr unterlaufen: "Wir haben jetzt die Wahl, ob wir eine sensationelle Saison spielen oder eine gute. Ich glaube, alle wollen am Ende sagen, dass wir eine sensationelle Saison gespielt haben."