Rutter bejubelt Hoffenheims 2:1.

Eintracht Frankfurt muss nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Spiele einen Dämpfer verkraften: Bei der TSG Hoffenheim verliert die Mannschaft trotz eigener Führung - auch weil sich eine Warnung des Trainers bewahrheitet.

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Eintracht verliert in Hoffenheim

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Die Frankfurter Erfolgsserie mit drei Siegen in Folge ist am Samstag durch ein 2:3 (1:2) bei der TSG Hoffenheim gerissen. Rafael Borré brachte die Eintracht in der 15. Minute in Front, Dennis Geiger glich acht Minuten später aus. Georgino Rutter sorgte für das 2:1 der TSG (30.), Diadie Samassekou erhöhte (60.). Joker Goncalo Paciencia stellte sehr sehenswert den Anschluss her (72.).

Trainer Oliver Glasner schickte die gleiche Startelf wie zuletzt auf den Rasen, damit auch Makoto Hasebe in die Abwehr. Vor dem Spiel verwies der Coach als Erklärung noch auf die langwierige Schulterproblematik bei Martin Hinteregger, der auf der Bank Platz nehmen musste.

Eintracht-Defensive nach dem 1:0 zu sorglos

Vor der Geisterkulisse hatte Borré gleich die erste Chance, als er den Ball aus zwölf Metern knapp am Tor vorbei köpfte (7.). Neun Minuten später zielte der Kolumbianer besser: Jesper Lindström spielte nach einer kurzen Ecke einen Doppelpass mit Filip Kostic und flankte dann scharf auf den Kopf von Borré, der den Ball aus fünf Metern per Kopf ins Netz wuchtete (15.). Die Eintracht besaß mit der Führung alle Trümpfe, weil der durch den Dauerregen aufgeweichte Rasen eigentlich die TSG an ihrem schnellen Spiel hinderte.

Doch Glasners Elf verteidigte acht Minuten nach dem 1:0 zu sorglos, als sie erst Munas Dabbur am Strafraum und dann Geiger aus 20 Metern zu viel Platz ließ. Letzterer zirkelte den Ball mit viel Effet ins linke Eck zum Ausgleich (24.). Ebenso mangelhaft sah die Frankfurter Defensive gute fünf Minuten später aus: Kristijan Jakic erarbeitete sich zunächst noch den Ball in vielversprechender Position, vermasselte den Angriff jedoch durch einen leichten Abspielfehler.

Hoffenheimer Offensive viel gefährlicher

Im Gegenzug trieb wiederum Dabbur die Hoffenheimer an, Samassekou spielte einen öffnenden Ball auf Ihlas Bebou. Dessen nicht unbedingt harten Schuss aus halbrechter Position wehrte Torwart Kevin Trapp direkt vor die Füße von Rutter ab. Der Franzose brachte den Ball aus wenigen Metern zum 2:1 für Hoffenheim im Tor unter (30.).

Frankfurt schien angeknockt; in der 32. Minute rettete Evan N'Dicka nach einem Rutter-Schuss gerade noch auf der Linie. So war der Rückstand zur Pause durchaus verdient. Hoffenheims "Waffen im Angriff", vor denen Glasner zuvor gewarnt hatte, wirkten schärfer als jene der Frankfurter. Die Hausherren traten zudem beweglicher und ballsicherer auf.

Strafe für Chancenwucher in Hälfte zwei

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam die Eintracht und mit ihr vor allem Kostic besser rein. Borré und Jakic verpassten den Ausgleich knapp (46., 51.), einen Geniestreich-Heber von Daichi Kamada konnte Timothy Chandler dann nicht verwandeln, dem alleine vor dem Tor die Nerven versagten (55.).

Die Strafe folgte: Hoffenheim spielte sich wieder gekonnt durch die Abwehr, bis Samassekou abzog und Trapp den Ball nicht mehr entscheidend aufhalten konnte - 3:1 (60.). Die Entstehung des Treffers wurde auf Abseits geprüft, das aber Hasebe knapp aufgehoben hatte. Der eingewechselte Paciencia erzielte elf Minuten später mit einem Traumtor den Anschluss: Der Portugiese nahm eine Kostic-Flanke mit der Brust an und knallte den Ball volley ins Tor (72.).

Schlussoffensive wird diesmal nicht belohnt

Frankfurt drückte nun auf den Ausgleich, Paciencia und Borré suchten sich immer wieder vor dem Tor, Djibril Sow spielte kluge Bälle und Kostic flankte unermüdlich. Joker Jens Petter Hauge scheiterte mit einem Versuch, Borré verzog (85., 86.). Doch dieses Mal fiel das obligatorische Last-Minute-Tor ausnahmsweise nicht für die Eintracht. Die Schwächephase in der Mitte des ersten Durchgangs kostete den Lohn für eine insgesamt wieder engagierte Vorstellung.                            

Weitere Informationen

Hoffenheim - Frankfurt 3:2 (2:1)

Hoffenheim: Baumann - Akpoguma, Posch, Vogt - Richards, Raum, Geiger (54. Stiller), Samassekou (88. Nordtveit), Dabbur (73. Kramaric) – Bebou (88. Baumgartner), Rutter (73. Adamyan).

Frankfurt: Trapp - Tuta, Hasebe, Ndicka - Sow, Jakic (68. Rode), Chandler (83. Ache), Kostic, Lindström (58. Paciencia),  Kamada (68. Hauge) - Borré

Tore: 0:1 Borré (15.), 1:1 Geiger (24.), 2:1 Rutter (30.),  3:1 Samassekou (59.), 3:2 Paciencia (72.)

Gelbe Karten: Geiger, Samassekou – Sow, Paciencia
Schiedsrichter: Schlager (Hügelsheim)                                          

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