Bas Dost jubelt nach seinem Premierentor

Eintracht Frankfurt hat am Sonntag den zweiten Saisonsieg eingefahren. Gegen Fortuna Düsseldorf lief eine Halbzeit lang nicht viel zusammen. Dann kam Bas Dost.

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Eintracht Frankfurt hat einen 2:1-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf gefeiert. Die Gäste gingen durch Rouwen Hennings in Führung (36. Minute). Neuzugang Bas Dost (57.) und Goncalo Paciencia (86.) drehten die Partie zugunsten der Hessen an einem ereignisreichen Sonntag.

Kownackis Treffer zählt nicht

Schon vor dem Anpfiff gab es Wirbel aufseiten der Hausherren. Die Eintracht gab bekannt, dass Ante Rebic auf eigenen Wunsch nicht dem Kader angehört. Sportvorstand Fredi Bobic bestätigte kurz darauf bei Sky, dass der Kroate kurz vor einem Wechsel steht. Dem Vernehmen nach, soll es den letzten Frankfurter Büffel nach Mailand ziehen.

Die zweite (vermeintliche) Schock-Nachricht des Tages gab es in der vierten Spielminute. Da drosch Dawid Kownacki den Ball ins Frankfurter Tor. Zur Beruhigung des hessischen Anhangs ahndete Schiedsrichter Frank Willenborg allerdings ein vorangegangenes Offensivfoul und verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Zurecht. Besserung stellte sich danach trotzdem nicht ein.

Viel Kontrolle, keine Ideen

Die Eintracht kontrollierte zwar das Spielgeschehen, agierte in der Offensive aber so bieder wie ideenlos. Düsseldorf verteidigte gut und setzte bei Kontern immer wieder gefährliche Nadelstiche. Die Führung für die Gäste kam dementsprechend gar nicht so unterwartet.

Als die Eintracht noch darüber diskutierte, welche Mannschaft einen Einwurf zugesprochen bekommen sollte, warfen die Düsseldorfer einfach ein. Gegen die unsortierte Hintermannschaft der Frankfurter hatte Hennings in der Mitte keine Probleme, seinen Kopfball im Tor unterzubringen (36.). Dass es mit einem Rückstand in die Kabine ging, hatte auch damit zu tun, dass Daichi Kamada seinen Volleyschuss bei einer der wenigen gelungenen Offensivaktionen nur knapp neben das Düsseldorfer Gehäuse setzte (45.).

Perfekter Einstand für Dost

Trainer Adi Hütter entschied sich mit Neuzugang Dost für mehr Wucht im Sturm zu sorgen. Nur zwölf Minuten später verbuchte der Niederländer das erste Tor im Eintracht-Dress auf seinem Konto. Eine Flanke von Paciencia schädelte der 1,96 Meter Hüne kompromisslos ins Netz (57.).

Das Tor gab der Eintracht Aufwind. Das Spiel über die Flügel klappte nun immer besser, einzig die Flanken waren selbst für den großen Dost nur schwer zu erreichen. Zudem hielten die Düsseldorfer körperlich dagegen und vereitelten die aussichtsreichsten Frankfurter Spielzüge wenn nötig auch mal mit unfairen Mitteln. Vier Fortunen sahen gelb. Die Frankfurter Schlussoffensive konnte das aber auch nicht aufhalten.

Paciencia macht den Deckel drauf

Filip Kostic versuchte es mal mit viel Optimismus aus 25 Metern – und verfehlte den Kasten nur knapp (78.). Nach einer Ecke scheiterte Dominik Kohr eine Minute später aus dem Gewühl heraus an Fortuna-Keeper Zackary Steffen. Paciencia zielte aus 20 Metern knapp links vorbei (81.), Kamadas Volley-Schuss konnte Steffen ebenfalls entschärfen (84.). Denn Bann brach schließlich Paciencia, der im Strafraum freigespielt wurde und aus zwölf Metern den Sieg eintütete (86.).

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf 2:1 (0:1)  

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr (82. Sow), Rode (66. Gacinovic)- da Costa, Kamada, Kostic - Paciencia, Joveljic (46. Dost)

Düsseldorf: Steffen - Zimmermann, Ayhan, Hoffmann, Gießelmann - Bodzek, Morales, Thommy (74. Pleol), Fink, Kownacki (65. Zimmer) - Hennings (78. Karaman)

Tore: 0:1 Hennings (36.), 1:1 Dost (57.), 2:1 Paciencia (86.)
Gelbe Karten: Kohr, Kamada - Ayhan, Hoffmann, Gießelmann, Bodzek

Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)
Zuschauer: 49.800                     

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