Sebastian Rode beim Spiel der Eintracht in Augsburg

Eintracht Frankfurt ist in Augsburg die bessere Mannschaft, fährt aber dennoch ohne Punkte nach Hause. Startelf-Debütant Djibril Sow enttäuscht, auch der neue Stürmer André Silva hat Luft nach oben.

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Eintracht-PK nach Augsburg
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Eintracht Frankfurt hat am Samstag mit 1:2 beim FC Augsburg verloren. Für die Hausherren trafen Marco Richter (36.) und Florian Niederlechner (43.), die Eintracht kam durch Goncalo Paciencia nur noch zum Anschlusstreffer (73.)

Dabei waren die Hessen, bei denen Trainer Adi Hütter sich für die Doppelspitze Goncalo Paciencia und André Silva entschied, über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Man hat zwar schon inspiriertere Auftritte der Eintracht gesehen, dennoch kamen die Hessen zu einer Handvoll guten Chancen. In der 14. Minute behauptete Goncalo Paciencia stark den Ball, scheiterte dann aber am Pfosten.

Eintracht zu fahrig

Wenige Minuten später verzog Danny da Costa aus aussichtsreicher Position, auch Daichi Kamada zielte nach schöner Einzelaktion am langen Pfosten vorbei. Zu oft aber wirkten die Bemühungen der Hessen zu wenig zielstrebig, zu fahrig. Vor allem Neuzugang Djibril Sow, der zur Pause ausgewechselt wurde, tat sich durch zu viele Fehler negativ hervor. Auch Silva war bei seinem Debüt nur bedingt gefährlich, Timothy Chandler von einem adäquaten Ersatz des krank fehlenden Filip Kostic meilenweit entfernt.

Auf der Gegenseite schafften es die tief stehenden Augsburger immer wieder zu gefährlichen Kontern zu kommen. Das Mittel der Wahl waren dabei lange Bälle hinter Eintracht-Kapitän David Abraham, was zu oft funktionierte. Hinteregger konnte nach Missverständnis mit Kevin Trapp zwar noch gegen Alfred Finbogasson auf der Linie klären (33.), wenige Minuten später aber verlor der Österreicher nach einem langen Ball von Khedira das Kopfduell, mit etwas Glück prallte der Ball zu Marco Richter, der sehenswert abschloss (36.).

Niederlechner sehenswert zum 2:0

Die Eintracht mühte sich um die direkte Antwort, das Gegenteil war aber der Fall: Einen eigenen Einwurf brachte Danny da Costa nicht zum eigenen Mann, Niederlechner zog einfach mal ab – und traf sehenswert in den Winkel. Und die Hessen gingen mit einem arg unnötigen 0:2 in die Pause.

Nach der Pause war die Eintracht zwar bemüht, viel Zählbares kam allerdings nicht dabei herum. Erst als Hütter Bas Dost für Sebastian Rode brachte, wurde der Druck der Hessen größer. Mit Erfolg. Ein feines Solo von Dominik Kohr veredelte Paciencia mit einem satten Schuss zum 1:2 (73.)

Vermeidbare Niederlage

Dumm nur, dass die restlichen knapp zwanzig Minuten zu weiten Teilen aus Zeitspiel der Augsburger bestand. Wurde dann doch mal Fußball gespielt, hatte die Eintracht keine zündenden Ideen mehr. So blieb es bei einer 1:2-Niederlage, die mit ein bisschen mehr Esprit durchaus vermeidbar gewesen wäre.

Weitere Informationen

FC Augsburg - Eintracht Frankfurt 2:1 (2:0)

Augsburg: Koubek - Framberger, Jedvaj, Uduokhai, Max - Moravek (67. Oxford), Khedira - Richter (79.Teigl), Vargas (74. Hahn) - Niederlechner, Finnbogason                                    
Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Sow (46. Kohr), Rode (65.Dost), Chandler - Kamada - Silva, Paciencia                       

Tore: 1:0 Richter (35.), 2:0 Niederlechner (43.), 2:1 Paciencia (73.)      
Gelbe Karten: Hinteregger - Koubek, Hahn

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)     
Zuschauer: 29.000                     

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