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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht mit bitterem Last-Minute-Remis nach verrücktem Spiel

Eintracht Frankfurt Mönchengladbach Sebastian Rode

Selbst ein Zaubertor reicht für Eintracht Frankfurt derzeit nicht zum Sieg. Gegen Borussia Mönchengladbach drehen die Hessen am Dienstag das Spiel und geben die drei Punkte dann doch wieder aus der Hand.

Eintracht Frankfurt hat im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach 3:3-Unentschieden gespielt. Die Gäste gingen zunächst durch einen direkten Freistoß von Lars Stindl in Führung (14.), ehe André Silva per Doppelpack (21. FE, 24.) und Aymen Barkok per Traumtor (32.) das Spiel noch vor der Pause drehten. Kapitän David Abraham sah in der 81. Minute die Gelb-Rote Karte. Erneut Stindl per Foulelfmeter (90.) und per Kopf (95.) sorgte für den Endstand.

Das Spiel ging denkbar schlecht los für die Hessen. In den ersten zwanzig Minuten spielte nur Borussia Mönchengladbach, bereits Matthias Ginter hatte in der 4. Minute die Führung auf dem Fuß, als er frei vor Eintracht-Keeper Kevin Trapp neben das Tor schoss. Spätestens als Stindl in der 14. Minute einen direkten Freistoß traumhaft ins rechte Eck verwandelte (14.), schien das Champions-League-Team aus Gladbach auf Kurs.

Barkok wie einst Okocha

Von den Hessen kam wenig bis gar nichts, umso überraschender die Wende, die das Spiel in der 20. Minute nahm. Nach einer Ecke bekam Laszlo Benes den Ball aus kurzer Distanz von Martin Hinteregger an die Hand geschossen, den fälligen Elfer verwandelte Silva sicher. Fortan war die Eintracht die spielbestimmende Mannschaft, die Gäste liefen nur noch hinterher. Einen Traumpass von Barkok in den Lauf von Silva veredelte der Portugiese erst mit wunderbarer Ballannahme, dann per eiskaltem Abschluss ins lange Eck (24.). Plötzlich führten die Hessen.

Und dann kam der große Auftritt von Barkok. Nach Pass von Silva ließ das Eintracht-Eigengewächs auf engstem Raum im Sechzehner gleich mehrere Gegner aussteigen, legte sich den Ball mit der Sohle zurecht und schob ihn lässig zum 3:1 ins lange Eck (32.). Da wehte ein Hauch von Okocha durch den Frankfurter Stadtwald.

Abraham sieht Gelb-Rot

Doch auf das Hoch nach dem Traumtor sollte noch ein echtes Tief folgen. Zwar konnten die zu Beginn so überlegenen Gladbacher zunächst froh sein, nicht noch ein viertes Gegentor zu bekommen. Nach der Pause hätte etwa Amin Younes, der später verletzt vom Feld musste, sein erstes Tor im Eintracht-Dress machen können, verzog aber.

Doch nach einer Gelb-Roten Karte für Abraham (81.) kippte die Partie noch einmal. Erst brachte Barkok Breel Embolo im Strafraum zu Fall, Stindl traf zum späten Anschlusstreffer (90.). Nur fünf Minuten später war es erneut Stindl, der per Kopf zum Last-Minute-Unentschieden einnickte. Ein Remis, das sich für die Hessen wie eine Niederlage anfühlen dürfte.

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Eintracht Frankfurt ? Borussia Mönchengladbach 3:3 (3:1)

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Durm, Sow, Rode (90. da Costa), Kostic - Barkok (90. Kamada), Younes (71. Kohr) - Silva (84. Ilsanker)
Gladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (82. Traore) - Kramer, Benes (46. Zakaria) - Stindl - Wolf (46. Lazaro), Thuram - Plea (63. Embolo)

Tore: 0:1 Stindl (14.), 1:1 Silva (21./HE), 2:1 Silva (24.), 3:1 Barkok (32.), 3:2 Stindl (90./FE), 3:3 Stindl (90.+5)
Gelbe Karten: Hasebe, Rode, Kohr, Lainer, Zakaria, Embolo
Gelb Rot: Abraham (81.)

Schiedsrichter: Cortus (Röthenbach a.d. Pregnitz)

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Sendung: hr-iNFO, 15.12.2020, 21.00 Uhr