Bobic mit Handy am Ohr
Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic Bild © Foto Hübner

Sebastian Rode ist da, eine knappe Handvoll Profis – größtenteils auf Leihbasis – weg. War es das mit den Transferaktivitäten der Frankfurter Eintracht in diesem Winter? Nicht unbedingt.

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Fredi Bobic hat einen guten Riecher. Klar, für talentierte Fußballer und Trainer, das hat er als Sportvorstand von Eintracht Frankfurt mehrfach bewiesen. Verpflichtungen wie die von Abwehrjuwel Evan N'Dicka oder Sturmtank Sébastien Haller fallen genauso in Bobics nunmehr zweieinhalbjährige Amtszeit, wie der erst holprige und dann erfolgreiche Wechsel von Niko Kovac zu Adi Hütter auf der Position des Chefcoachs. Das feine Näschen des Managers macht sich offenbar aber auch dann bezahlt, wenn es um die Auswahl eines geeigneten Ortes für ein Trainingslager geht.

"Es riecht nach Sport, nach Fußball", sagt Bobic im Gespräch mit dem hr-sport – und lobt damit die Bedingungen, die der Tabellensechste der Bundesliga in der IMG Academy an der Westküste des US-Staates Florida vorgefunden hat. Das Urteil des 47-Jährigen: "Überragend professionell. Etwas Besseres kann man normal gar nicht finden." Dass daraus für N'Dicka, Haller und Co. besonders intensive und anstrengende Trainingseinheiten resultieren? "Soll auch so sein", versichert Bobic. Und macht Sinn.

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Nach dem Trainingsauftakt in der hessischen Heimat vor knapp einer Woche bleiben der Eintracht nun nur noch wenige Tage, um sich auf den Rückrundenauftakt gegen Freiburg am 19. Februar vorzubereiten. Die Winterpause ist kurz, ein erfolgreicher Start ins neue Fußball-Jahr dafür umso erstrebenswerter. Bobic weiß das und sagt: "Die ersten Spiele sind mitentscheidend. Da sind natürlich Ergebnisse sehr wichtig." Nach den Breisgauern warten Bremen, Dortmund und Leipzig auf Frankfurt. Und nach nur vier Punkten aus den ersten vier Spielen der Hinrunde ist vor allem mit diesen Gegnern noch die eine oder andere Rechnung offen.

Die Zeit für die sportliche Vorbereitung auf den Alltag in der Bundesliga und das Abenteuer in der Europa League ist also eher knapp bemessen, jene für Shoppingtouren auf dem Transfermarkt ist da schon etwas großzügiger. Das Transferfenster ist in Deutschland noch gut drei Wochen geöffnet und schließt erst am 31. Januar um 18 Uhr. Allerdings: So ausgedehnt soll der Einkaufsbummel der Eintracht nach der Verpflichtung von Sebastian Rode (Borussia Dortmund/Leihe) sowie den Abgängen von Felix Wiedwald (MSV Duisburg/Leihe), Deji Beyreuther (Chemnitzer FC/Leihe), Francisco Geraldes (Sporting Lissabon) und Nicolai Müller (Hannover 96/Leihe) gar nicht mehr werden.

Fabián könnte noch gehen

"Irgendwas Größeres kann ich mir nicht vorstellen", deutet Bobic an, dass sich in diesem Winter höchstwahrscheinlich nicht mehr viel tun wird. "Da bluffe ich auch gar nicht, unser Team ist gut aufgestellt. Wir haben wirklich Qualität, bekommen Spieler zurück, die aus einer langen Verletzung kommen – das ist etwas, was uns noch einmal stärker machen kann."

Einzige Variable: Offensiv- und Kreativspieler Marco Fabián könnte sich demnächst einem neuen Verein anschließen. Bobic: "Das kann möglich sein, weil der Vertrag im Sommer ausläuft und er mehr spielen will. Aber es ist nicht garantiert, dass er uns verlässt." Kaum Transfer-Action also bei Eintracht Frankfurt. Aber Sportvorstand Fredi Bobic hat ja bereits des Öfteren einen guten Riecher bewiesen.

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UEFA: Eintracht hofft auf Geldstrafe

Wenn die UEFA am kommenden Donnerstag das Strafmaß für die Fan-Vergehen während der Europa-League-Gruppenphase festlegt, bauen die Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht auf ein mildes Urteil. "Wir hoffen, dass wir mit einer Geldstrafe davonkommen", sagte Sportvorstand Fredi Bobic am Dienstag dem hr-sport. Im letzten Gruppenspiel bei Lazio Rom (2:1) Mitte Dezember hatte eine kleine Gruppe im Eintracht-Block randaliert. Rund um die Partie gab es mehrere Festnahmen. Die Eintracht verurteilte die Ausschreitungen. "Es ist nicht nur Rom. Da kommt ja einiges zusammen, was in der Vorrunde feuertechnisch los war", so der Sportvorstand.

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