Fredi Bobic

In der Bundesliga in der Spitzengruppe, in puncto Infrastruktur allerdings überhaupt nicht: Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic drückt auf die Tube – und nimmt dabei auch die Stadt in die Pflicht.

Videobeitrag

Video

zum Video Bobic: "Müssen unheimlich auf die Tube drücken"

Fredi Bobic
Ende des Videobeitrags

Um in Zukunft nicht nur fußballerisch wettbewerbsfähig zu sein, will Sportvorstand Fredi Bobic die Frankfurter Eintracht auch abseits des Rasens auf gesunden Beinen wissen. "Wir müssen infrastrukturell einfach besser werden“, sagte der 47-Jährige am Montag im heimspiel! des hr-fernsehens. "In der Bundesliga sind wir da unheimlich hinten dran."

Erst im Mai vergangenen Jahres hat die Eintracht mit dem Bau einer neuen Geschäftsstelle begonnen. Auf dem ehemaligen Tennisgelände in unmittelbarer Nähe zur Frankfurter Arena investiert der Club 30 Millionen Euro, damit die Profiabteilung nicht länger in der Gegentribüne des Stadions und quer verteilt auf teils engen Räumen untergebracht sein muss. Das Projekt umfasst auch Schlaf-, Fitness und Videoräume.

"Müssen auf die Überholspur"

Der Plan: Bis Mai 2020 soll der Neubau fertig sein, um anschließend auch den Stadionausbau auf mehr als 60.000 Plätze angehen zu können. Das Problem: Vorstandsmitglied Axel Hellmann hat bereits angedeutet, dass sich die Arbeiten an der neuen Geschäftsstelle verzögern. Manager Bobic, der mit Blick auf die enteilende Bundesligakonkurrenz lieber heute als morgen fertig werden würde, kann so ein Umstand nur ein Dorn im Auge sein.

"Wir müssen in einigen Bereichen richtig auf die Überholspur gehen, müssen Dinge schneller realisieren", sagte er. Für Projekte, die die Eintracht momentan anschiebe, habe man normalerweise zehn Jahre Zeit. "Wir haben vielleicht nur drei bis vier Jahre." Der sportliche Erfolg, wie der sensationelle Triumph im DFB-Pokal im Mai 2018, sei der "Motor". In der Zusammenarbeit mit manchen Partnern und Gremien gebe es allerdings noch Verbesserungsbedarf. Die Stadt Frankfurt müsse man "ab und zu noch ein bisschen wecken", wie Bobic sagte.