Ante Rebic
Ausgelassene Freude bei Ante Rebic nach dem Schlusspfiff. Bild © Imago

Die Frankfurter Eintracht könnte bald einen frisch gebackenen Weltmeister in ihren Reihen haben. Nach einem Halbfinal-Sieg über England steht Ante Rebic mit Kroatien im Endspiel der Fußball-WM.

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Ante Rebic riss nach dem Schlusspfiff im Moskauer Stadion die Arme in die Höhe und rannte zu seinen Teamkollegen auf den Rasen. Der Angreifer der Frankfurter Eintracht war am Mittwochabend im packenden Halbfinal-Duell gegen England in der Verlängerung ausgewechselt worden. Nach 100 Minuten war für den Flügelflitzer Schluss. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1.

Neun Minuten später flippten Rebic und die kroatische Bank aus, als der frühere Bayern-Angreifer Mario Mandzukic das 2:1 erzielte und damit die Partie zu Gunsten der Südeuropäer vollends drehte. England war früh durch Kieran Trippier (5.) in Führung gegangen, die der ehemalige Bundesliga-Profi Ivan Perisic (68.) nach dem Seitenwechsel egalisieren konnte.

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Rudelgucken am Frankfurter Riederwald

In der ersten Halbzeit waren die Briten die stärkere Mannschaft, im zweiten Durchgang setzte Kroatien zunehmend die Akzente. Rebic ackerte wie schon bei seinen vorherigen WM-Einsätzen, rieb sich in den Zweikämpfen auf, sorgte aber auch für Torgefahr. Sein Abschluss in der 33. Minute landete in den Armen des Keepers. Im zweiten Durchgang vergab der 24-Jährige eine weitere gute Gelegenheit, dem ein Pfostenschuss von Perisic vorausgegangen war. In der Verlängerung holte sich Rebic noch eine Gelbe Karte ab.

In der Ferne hatten die Eintracht-Profis ihrem "Bruda" die Daumen gedrückt. Aus dem USA-Trainingslager twitterten die Frankfurter ein Mutmacher-Video, für das sich Rebic wenige Stunden vor Anpfiff noch über Instagram bedankte. In Frankfurt indes war wieder die Hölle los. Hunderte kroatische Fans pilgerten auf das Vereinsgelände der Eintracht und schauten sich auf einer Großleinwand die Begegnung an. Schon der Ausgleich wurde frenetisch mit Bengalos gefeiert, beim Siegtreffer brachen alle Dämme.

Autokorso und Hupkonzerte

Die Frankfurter Innenstadt war am späten Mittwochabend fest in der Hand kroatischer Fans, die den Final-Einzug mit Autokorso und Hupkonzerten ausgelassen feierten. Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Kroaten am Sonntag tatsächlich Favorit Frankreich schlagen sollten. Rebic würde freilich als frisch gebackener Weltmeister in die Eintracht-Geschichte eingehen. Der letzte Frankfurter WM-Sieger war 1990 ein gewisser Uwe Bein.

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