Silva Jovic

Eintracht Frankfurt nimmt die bis dahin beste Defensive der Liga auseinander und besiegt den direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg. Nun ist für die Hessen sogar Tabellenplatz drei ganz nah.

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Eintracht PK Wolfsburg
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Eintracht Frankfurt hat mit einem beeindruckenden Auftritt den direkten Konkurrenten Wolfsburg mit 4:3 (2:1) besiegt und liegt nur noch einen Punkt hinter Platz drei. Wolfsburg ging durch Ridle Baku in Führung (6.), die Eintracht drehte das Spiel durch Treffer von Daichi Kamada (8.) und Luka Jovic (27.) vor der Halbzeit zum 2:1. Direkt nach der Pause sorgte Wolfsburgs Wout Weghorst für den Ausgleich (46.), bevor André Silva mit seinem 23. Saisontor abermals die Hausherren in Front brachte (54.). Erik Durm sorgte mit einem Drehschuss für das 4:2 (60.). In der 85. Minute traf Tuta dann ins eigene Tor.

Baku stellt die Eintracht vor Probleme

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner wollte die Frankfurter in den Räumen rechts und links ihrer Dreierkette bespielen. Der Plan ging zu Beginn auf: Vor allem Baku auf der rechten Seite schaffte immer wieder Durchbrüche und stellte die Frankfurter vor große Probleme. In der sechsten Minute schlenzte er einen Ball aus 18 Metern ins lange Eck zum 1:0. Kevin Trapp war noch mit den Fingern am Ball, konnte den Schuss aber nicht aufhalten.

Nur 1 Minute und 19 Sekunden später schlug die Eintracht aber zurück. Filip Kostic spielte den Ball scharf von links auf rechts, Durm legte dort in den Rücken der Abwehr, Sebastian Rode ließ durch und Kamada schloss den Angriff überlegt zum Ausgleich ab (8.). Es war das 23. Spiel in Folge, in dem die Eintracht mindestens einen Treffer erzielte.

Wolfsburg spielbestimmend, doch Eintracht eiskalt

In einem hochklassigen Spiel blieben die Gäste spielbestimmend, auch weil die Doppel-Sechs mit Xaver Schlager und Maximilian Arnold immer wieder die Bälle klug verteilte. Schlager scheiterte mit einem Schuss über das Tor (16.), danach verpasste Weghorst den Ball nach einer Ecke am ersten Pfosten.

Die Eintracht stand tiefer, schaltete aber immer wieder schnell um. In der 27. Minute folgte daraus der Führungstreffer durch Jovic. Wieder leitete Durm den Angriff ein, Silva setzte sich mit einer absoluten Willensleistung gegen Maxence Lacroix durch. Seine Hereingabe verwertete Jovic mit einem harten Schuss ins kurze Eck zum 2:1 und beendete seine persönliche Trefferflaute.

Frankfurt trifft nach Belieben gegen die beste Abwehr der Liga

Wolfsburg blieb gefährlich: Vor der Pause vegab Weghorst eine gute Gelegenheit (42.). So waren die Statistiken auf der Seite der Gäste: 7:3-Torschüsse und 6:1-Ecken für Wolfsburg, aber in der wichtigsten Statistik, nach Toren, lag die Eintracht in Front. Das war auch deswegen bemerkenswert, weil Wolfsburg in der gesamten Rückrunde bis dato nur drei Gegentore kassiert und die beste Abwehr der Liga gestellt hatte.

Frankfurt verschlief dann aber den Beginn der zweiten Hälfte. Nur wenige Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, da glich der VfL aus. Ein Missverständnis zwischen Djibril Sow und Stefan Ilsanker nutzte Weghorst, der mit einem abgefälschten Schuss das 2:2 besorgte (46.). In der 52. Minute war Trapp zur Stelle. Wiederum zwei Minuten später scheiterte Baku mit einem Versuch.

Durm belohnt sich für tolle Leistung

Mitten in die Wolfsburger Drangphase hinein nutzte Frankfurt dann einen Ballverlust von Josip Brekalo im Mittelfeld. Kamada erkämpfte die Kugel und legte sie auf Silva, der trocken ins lange Eck abschloss (54.). Und in der 60. Minute zeigte die Eintracht wieder einmal ihren bekannten Traumfußball. Kostic setzte sich auf links durch, bediente Silva, der aber nur den Pfosten traf. Den Abpraller verwertete Durm mit einem Drehschuss ins Eck zum 4:2. Der Weltmeister von 2014 belohnte sich damit für eine tolle Leistung; schon an den ersten beiden Frankfurter Treffern war er beteiligt gewesen.

Wolfsburg hatte weiter viele Chancen, aber kein Fortune. Bis zur 85. Minute: Da unterlief Tuta ein Eigentor zum 3:4. Wolfsburg hätte einen Punkt aufgrund der Chancen verdient gehabt, doch Frankfurt stellte an diesem Tag einfach die bessere Offensive. Mit bis dahin sieben Torschüssen erzielte die Eintracht ihre vier Tore und bewies die Kaltschnäuzigkeit einer Spitzenmannschaft.

Fans singen vor dem Stadion

Die versammelten Eintracht-Fans vor dem Stadion stimmten gut hörbar an: "Deutscher Meister wird nur die SGE!" Soweit wird es in diesem Jahr wohl nicht kommen, aber dieses atemberaubende Spiel gegen eine enorm starke Wolfsburger Mannschaft war der endgültige Beleg: Frankfurt ist reif für die Königsklasse.   

Weitere Informationen

Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg 4:3 (2:1)

Frankfurt: Trapp - Tuta, Ilsanker, Ndicka - Sow, Rode (89. Hasebe) – Durm (89. Chandler), Kamada (90. Zuber), Kostic - Silva, Jovic (83. Younes)
Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Lacroix (66. Pongracic), Brooks, Roussillon -  Schlager (89. Ginzek), Arnold - Baku, Gerhardt (66. Bialek), Brekalo (72. Philipp) - Weghorst     

Tore:  0:1 Baku (6.), 1:1 Kamada (7.), 2:1 Jovic (27.), 2:2 Wegorst (46.), 3:2 Silva (54.), 4:2 Durm (61.), 4:3 Tuta (85./ET)
Gelbe Karten: Ndicka, Rode, Kamada – Mbabu, Arnold

Schiedsrichter: Fritz (Korb)

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