Armin Reutershahn
High five: Armin Reutershahn klatscht Gelson Fernandes ab. Bild © Imago Images

Die Eintracht spielt in der Bundesliga und in Europa prächtig auf. Co-Trainer Armin Reutershahn spricht im heimspiel! über die Erfolgsfaktoren und besondere Gepflogenheiten beim gemeinsamen Team-Frühstück.

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Vereinsboss Peter Fischer sagte einmal über Reutershahn: "Mit Armin haben wir einen wichtigen Taktiker als Co-Trainer." Die FAZ beschrieb den 58 Jahre alten Fußballlehrer als den "perfekten zweiten Mann". Armin Reutershahn hat in seiner langen Karriere schon vielen Cheftrainern gedient und sich im Laufe der Zeit so einen Namen gemacht. In der abgelaufenen Saison feierte der gebürtige Duisburger an der Seite von Niko Kovac mit dem Pokalsieg der Eintracht seinen größten Erfolg. Nachfolger Adi Hütter lobt Reutershahn im heimspiel! als Garanten für einen ausgeprägten Teamgeist.

Das sagte Reutershahn über …

… Chefcoach Adi Hütter als Frankfurter Erfolgsgarant: "Er hat so viel Erfahrung und sehr erfolgreich gearbeitet in Österreich und der Schweiz. Das spiegelt sich jetzt in der Art und Weise wider, wie wir Fußball spielen. Trotz der Rückschläge, wie wir sie am Anfang auch erlebt haben, hat er eine ruhige Hand bewiesen. Es sind wichtige Spieler weggegangen, die auch für viel Konstanz gesorgt haben. Hütter geht seinen Weg. Den Offensiv-Fußball, den er propagiert, den er in den letzten Jahren immer spielen lassen hat, sehen wir jetzt."

… die neue, alte Kompaktheit der Eintracht: "Das ist eine Entwicklung, die natürlich unser Cheftrainer beeinflusst. Ganz klar. Es ist ihm gelungen, aus vielen Spielern aus verschiedenen Ländern eine richtig tolle Einheit zu formen. Die ist nicht nur nach außen durch den Erfolg zusammengewachsen, sondern auch intern, auch wenn es am Anfang nicht so gelaufen ist. Da konnte man spüren, dass da ein besonderer Geist herrscht. Dies ist in den letzten beiden Jahren auch unter Niko Kovac gelungen. Und jetzt auch wieder. Das zeichnet unsere Mannschaft oder vielleicht unseren Verein aus – in der Mitte von Europa liegen wir eben."

… den nächsten Europa-League-Gegner Donezk: "Die haben jetzt eine Pause, keinen Wettkampf mehr bis zu unserem Spiel. Da haben wir sicherlich einen kleinen Vorteil. Wir werden dann noch einige Spiele machen, bis die beiden Spiele gegen Donezk kommen. Sie haben Champions League gespielt, unser Zeugwart kommt aus Donezk. Er wird sich freuen. Wir haben das Spiel in Hoffenheim gesehen, wo sie gewonnen haben. Wir wissen, was auf uns zukommt und wollen natürlich die nächste Runde erreichen. Deshalb gibt es von unserer Seite auch kein Jammern."

… Tiefkühlschrank-Temperaturen in der Ukraine: "Wir können ja nichts ändern. Auch kleidermäßig. Da gibt es aber kein Problem. Wir waren hervorragend vorbereitet in den drei Auswärtsspielen in Marseille, Limassol und Rom. Genauso wird das auch wieder sein. Wir haben ein Topteam um die Mannschaft herum, das alles gut organisieren wird. Daran wird es nicht hapern."

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… das Nachbarschaftsduell am Mittwoch in Mainz: "Es wird hoffentlich genauso ein Fight wie gegen Leverkusen. Es ist ein Derby. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir müssen das Spiel von der ersten Sekunde so angehen, wie wir es gegen Leverkusen gemacht haben. Wir wollen die maximale Punkteausbeute."

… das Miteinander und gegenseitiges Pushen: "Das ist ein ganz normales Miteinander. Wir haben morgens unser Frühstück mit wechselnden Tischen, damit jeder mit dem anderen in Kontakt treten kann. Unsere 'Balkanesen', wie es Niko Kovac immer gesagt hat, sind eine spezielle Truppe, aber voll integriert. Dann haben wir unsere spanischen und portugiesischen Freunde. Das harmoniert alles wunderbar. Wir haben so viel Spaß. Wenn das Training vorbei ist, bleiben die Spieler noch draußen und wollen unbedingt Tore erzielen. Wir haben ein kleines Spaßspiel, bei dem der Verlierer ein Essen ausgeben muss. Wenn du besser werden willst, musst du mehr machen als die anderen. Wenn du immer das machst, was dir vorgeben wird, wirst du nicht besser. Es herrscht eine gute Kommunikation. Und wenn es vielleicht ein Thema gibt, wird sofort an die Tür von Adi Hütter geklopft. Er hat für jeden ein offenes Ohr."

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… die Vertragsverlängerungen mit den Routiniers Makoto Hasebe und Marco Russ: "Beide sind unheimlich wichtig für die Mannschaft, weil sie den jungen Spielern helfen können. Sie sind Integrationsfiguren. Makoto hat so viele Länderspiele, war Kapitän der japanischen Nationalmannschaft. Diese Erfahrung hat keiner in unserer Mannschaft und er gibt sie ruhig und sachlich weiter. Er lässt nicht den Star raushängen, sondern hilft. Bei Marco ist es genauso. Ich habe ihn kennengelernt, nachdem er 2004 aus der U19 in die erste Mannschaft gekommen ist. Es war ein langer Weg, bis er sich durchgesetzt hat, um Bundesliga-Spieler zu werden. Auf diesem Weg habe ich ihn begleitet. Als er von Wolfburg zurückgekommen ist, hatte er eine ganz schwere Krankheit (Hodenkrebs). Das ist ja prägend fürs Leben. Diese Erfahrung kann man auch weitergeben. Er ist natürlich besonders verbunden mit dem Verein.

… das Prestigeduell mit den Bayern gegen Ex-Trainer Kovac: "Es ist schon ein besonderes Spiel. Wir haben im Supercup eine Klatsche bekommen, die wir so nicht erleiden wollten – wir wollen einiges wieder gutmachen."