Martin Hinteregger ringt Olivier Giroud nieder
Martin Hinteregger ringt Olivier Giroud nieder Bild © Imago Images

Das packende Europa-League-Halbfinale zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Chelsea hatte ein hochspannendes "Privatduell" zu bieten: Martin Hinteregger gegen Olivier Giroud. Der Österreicher hatte sichtlich Spaß am "Infight".

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Olivier Giroud muss sich am Donnerstagabend gefühlt haben wie ein Teenager, der ohne Ausweis in die Disco wollte - und einfach nicht am Türsteher vorbei kam. Nur einmal in hart umkämpften 96 Minuten kam der Angreifer der FC Chelsea nach einer Unachtsamkeit der Frankfurter Eintracht zum Abschluss, doch der Franzose verzog nach 72 Minuten deutlich. Ansonsten hatte Türsteher Martin Hinteregger den Weltmeister von 2018 im Griff und ließ ihn nicht aus den Augen.

Hinteregger hatte "viel Spaß" im Privatduell

Der Linksfuß fasste bei österreichischen Plattform Puls4sport zusammen: "Giroud hat wenige Chancen bekommen, wir haben richtig coole Infights gehabt. Es hat mir richtig Spaß gemacht, gegen ihn zu spielen." Nahkampf! So kann das "Privatduell" der beiden kantigen Akteure, die sich den Arbeitsplatz am Donnerstagabend in der stimmungsvollen Arena sprichwörtlich geteilt haben, tatsächlich bezeichnet werden.

Vor allem im zweiten Durchgang, als die in gelben Trikots auftretenden Blues das Tempo erhöhten und ein Power-Play aufzogen, zeigte Hinteregger gegen Giroud seine ganz Klasse und ließ sich von der Wucht des Stürmers nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil: Dem Gegner wurde das Mittel genommen, mit hohen Bällen in den Strafraum zum Erfolg zu kommen. Sowohl Nasenpflaster, als auch Manschette an der gebrochenen linken Hand hinderten den eisenharten Linksfuß nicht daran, jeden Zweikampf anzunehmen und seine ganze Körperlichkeit in die Waagschale zu werfen.

Hütters Plan ging auf

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Der Plan von Trainer Adi Hütter, der Makoto Hasebe von der Position des letzten Mannes ins defensive Mittelfeld schob und Hinteregger dort platzierte, ging auf. Der Österreicher verriet im Anschluss seine Grundidee: "Von der körperlichen Präsenz, die Giroud hat, wollte ich einen entsprechenden Spieler hinstellen, der die körperliche Größe mitbringt."

Hütter lobte den gesamten Auftritt seines Landmannes: "Und Martin Hinteregger hat das. Er hat die Kopfballstärke, er hat die Physis und die Schnelligkeit. Martin hat eine absolut überragende Leistung gegen Giroud gezeigt."

Hinteregger zufrieden mit eigener Leistung

Der Gelobte selbst sah die Vorstellung seines Trainers ebenfalls als bestens erfüllt an: "Wenn Giroud vorne spielt, sollte einer, der ihm ebenbürtig ist, gegen ihn spielen. Das ist sehr gut aufgegangen." Die Folge: Der mit zehn Treffern beste Torschütze der Europa League blieb torlos und Hinteregger half seinem Kollegen Luka Jovic mit jetzt neun Toren noch näher an Giroud heranzurücken. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag will "Hinti" erneut den Türsteher geben und den Franzosen verzweifeln lassen, wenn das Privatduell in die nächste Runde geht.