Luka Jovic streift sich das Eintracht-Trikot über. Auf dem Boden liegt ein riesiges Eintracht-Wappen.

Bei Real Madrid lief es nicht für Luka Jovic, bei der Eintracht läuft die serbische Sturm-Maschine wieder wie frisch geölt. Frankfurt und Jovic: Das passt einfach - und das weiß auch der Stürmer selbst.

Dass Luka Jovic bei Eintracht Frankfurt besser funktioniert als bei Real Madrid, ist statistisch gesehen schon seit vergangenem Samstag klar. Da schoss der Stürmer sein drittes Tor für die Hessen in dieser Saison. "Bei Real Madrid habe ich zwei Tore gemacht, hier schon drei", sagte Jovic auf einer Pressekonferenz am Dienstag – und es darf ruhig ergänzt werden: Für seine drei Tore in Frankfurt benötigte er drei Kurz-Einsätze, in Madrid gelangen ihm zwei Treffer in eineinhalb Jahren.

Englisch geht besser als Spanisch

Es ist kein bloßes Wunschdenken des Frankfurter Anhangs, dass Jovic zur Eintracht eine besondere Verbindung pflegt. "Der Spielstil liegt mir, die Stadt liegt mir und das Team liegt mir", fasste der 23-Jährige die drei Säulen seines Erfolgs zusammen. Eine vierte Säule dürfte zudem Trainer Adi Hütter sein.

Zwar gab sich Jovic diplomatisch und lobte beide Trainer – also Hütter und Zinedine Zidane – als "phänomenal", mit Hütter klappe die Kommunikation aber besser, weil der im Gegensatz zum Real-Coach Englisch spreche. "Auf Spanisch war es schwerer", verriet Jovic. Das könne er nämlich nicht und nehme auch keinen Unterricht mehr.

Videobeitrag

Video

zum Video Greift die Eintracht jetzt die Champions-League-Plätze an?

heimspiel: Eintracht ballert sich Richtung Europa
Ende des Videobeitrags

Rückkehr nach Madrid eher unwahrscheinlich

Es deutet nicht gerade vieles darauf hin, dass Jovic nach seiner Zeit in Frankfurt im Sommer wieder nach Madrid zurückkehrt. Den Fragen nach seiner Zukunft wich der Serbe jedenfalls gekonnt aus. Er konzentriere sich jetzt erstmal voll und ganz auf die Eintracht, betonte der Angreifer.

Er sei positiv überrascht, wie sich die Mannschaft in den eineinhalb Jahren seines Wechsels nach Madrid entwickelt habe. "Die Qualität ist insgesamt besser geworden. Das Niveau ist besser", stellte er fest und gab Sturm-Kollege André Silva recht: Wenn die Mannschaft so weitermache wie zuletzt, habe man durchaus die Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren.

Steigerungspotenzial ist da

Jovic möchte dabei helfen, so gut es geht. Und er hofft, dass es bald noch besser geht. "Ich brauche noch ein bisschen Zeit, um zu meiner Bestform zu gelangen. Ich habe noch ein paar Probleme muskulärer Art, aber das wird sich finden", ist er sich sicher. Nicht auszudenken wie viel mehr Tore ein fitter Jovic im Eintracht-Trikot schießt als im Real-Dress.