Frankfurts Gruppengegner (v. li.): Olympique Marseille (mit Nationalspieler Florian Thauvin), Apollon Limassol um Stürmer Adrián Sardinero und Lazio Rom mit Jungstar Sergej Milinkovic-Savic.
Frankfurts Gruppengegner (v. li.): Olympique Marseille (mit Nationalspieler Florian Thauvin), Apollon Limassol um Stürmer Adrián Sardinero und Lazio Rom mit Jungstar Sergej Milinkovic-Savic. Bild © Imago/Collage: hessenschau.de

Die Gegner der Eintracht in der Europa League stehen fest: Die Frankfurter treffen auf Lazio Rom, Marseille und Limassol. Mit dabei: Weltmeister, europäische Spitzentorjäger, der Schreck aus Topf vier - und ein Geisterspiel.

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Eine Choroegraphie der Eintracht-Fans

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found hr-Reporter zur Europa League: "Tolle, dicke Brocken"

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Attraktives, aber keineswegs leichtes Los für Eintracht Frankfurt: Die Hessen spielen in der Gruppe H und treffen in der Gruppenphase der Europa League auf Lazio Rom, Vorjahresfinalist Olympique Marseille und Apollon Limassol. Das ergab die Auslosung in Monaco am Freitag.

Sportvorstand Fredi Bobic sprach von einer "sehr anspruchsvollen Gruppe mit großen Hürden". Um das Ziel Zwischenrunde zu erreichen, müsse bei der Eintracht alles passen. Vorstandsmitglied Axel Hellmann ergänzte: "Wir haben uns Europa gewünscht und jetzt haben wir Europa auf höchstem Niveau. Die Herausforderung werden wir annehmen."

Attraktiv, aber schwer. So wie die meisten von uns halt. #SGE #UELDraw

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Marseille: Geisterspiel beim Team der Weltmeister

"Ein toller Gegner, der in Frankreich immer oben mitspielt", ist Olympique Marseille nach der Einschätzung von Kevin Trapp. Der Rückkehrer muss es schließlich wissen, lief er doch in den vergangenen Jahren mit Paris Saint-Germain im ehrwürdigen "Stade Vélodrome" der französischen Hafenstadt auf. "Ich weiß, wie schwer es ist, da zu spielen", sagt Trapp – auch angesichts der fanatischen Anhänger von "l'OM". Blöd nur, dass die Franzosen ihr erstes Heimspiel im Wettbewerb wegen einer UEFA-Sperre unter Ausschluss der Öffentlichkeit veranstalten müssen. Doppelt blöd: Zum Gruppenstart gastiert die Eintracht in Marseille. Geisterspiel!

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Unseren Ticker zur UEFA-Auslosung und zum Endspurt der Transferperiode lesen Sie hier.

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Mit Adil Rami und dem 25-jährigen Offensivmann Florian Thauvin stehen zwei Weltmeister im Kader von Olympique. Dazu kommt noch Topstar Dimitri Payet, der die WM wegen einer Verletzung im Sommer verpasste. Ziel des Traditionsclubs dürfte der Titel sein, stand Marseille doch vor drei Monaten im Finale gegen Atletico Madrid (0:3). Wie hoch die sportlichen Ambitionen sind, zeigte jüngst der 25-Millionen-Einkauf des Niederländers Kevin Strootman von AS Rom.

Olympique Marseille Fans
Beeindruckende Kulisse (wenn die Fans rein dürfen): Das Stade Vélodrome in Marseille. Bild © Imago Images

Lazio: Hässliche Fratze und ein 90-Millionen-Mann

Für die Frankfurter Anhänger birgt das Los Lazio den meisten Zündstoff – nicht nur sportlich, verpasste der Vorjahresfünfte in der Serie A doch nur wegen der Tordifferenz die Qualifikation für die Champions League. Die Italiener kommen zudem mit einer der berüchtigsten Fanszenen Europas daher, die in der Vergangenheit immer wieder durch rassistische Ausfälle auffiel. So verunglimpften die Laziali in der vergangenen Saison NS-Opfer Anne Frank und bekamen Sperren wegen rassistischer Gesänge aufgebrummt.

Deutlich angenehmere Schlagzeilen schreiben die Römer auf dem Rasen. Mit dem Ex-Dortmunder Ciro Immobile steht der Torschützenkönig der abgelaufenen Europa-League-Saison in ihren Reihen. Zudem spielt dort mit Sergej Milinkovic-Savic einer der begehrtesten, jungen Mittelfeldspieler Europas. Vom Vereinspräsidenten als "stärker als Paul Pogba" geadelt, hat der Serbe beim Internetportal transfermarkt.de einen Marktwert von 90 Millionen Euro. Das kann sich sehen lassen.

Ciro Immobile Lazio
Ciro Immobile ist der Torjäger vom Dienst bei Lazio Rom. Bild © Imago Images

Limassol: Basel-Schreck als Pflichtaufgabe

Mit Zypern verbindet die Eintracht rauschende Europapokal-Auswärtsfahrten. Von daher dürfte sich die Trauer über das Los Apollon Limassol in Grenzen gehalten haben. Der amtierende Vizemeister der First Division ist die große Unbekannte in der Gruppe H – und für die ambitionierten Clubs aus Rom, Marseille und Frankfurt ein Pflicht-Punktelieferant. Auch wenn Fredi Bobic warnt: "Mit Apollon Limassol haben wir sicher den unbequemsten Gegner aus Topf vier in die Gruppe bekommen."

Unterschätzen wird man – drei Euro ins Phrasenschwein – diesen Gegner ohnehin nicht. In der Quali zur Gruppenphase der Europa League schaltete Limassol den FC Basel aus. Sollten Sie in den unvermeidbaren Büro- und Stammtischdiskussionen mit gefährlichem Halbwissen glänzen wollen: Wertvollster Spieler im Kader der Zyprer ist der Kroate Anton Maglica mit einem Marktwert von 1,5 Millionen Euro. Die Nummer 99 kann sowohl als Mittelstürmer als über die Flügel angreifen.

Limassol Fans
Auch die Zyprer von Apollon Limassol bringen Auswärtsfans mit. Bild © Imago Images

Die Spieltermine

Über die aus Frankfurter Sicht so unglückliche Auslosung - Stichwort Marseille - hat nach Angaben der Eintracht das Los entschieden. Hier gibt es alle Termine auf einen Blick.

20. September: 1. Spieltag, 18.55 Uhr Marseille (A)
4. Oktober: 2. Spieltag, 21 Uhr Lazio (H)
25. Oktober: 3. Spieltag, 21 Uhr Limassol (H)
8. November: 4. Spieltag, 18.55 Uhr Limassol (A)
29. November: 5. Spieltag, 21 Uhr Marseille (H)
13. Dezember: 6. Spieltag, 18.55 Uhr Lazio (A)

Das Finale steigt am 29. Mai in Baku (Aserbaidschan).

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Thema: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 16.45 Uhr