Das Team von Eintracht Frankfurt

Die Eintracht kann gegen Lüttich einen großen Schritt Richtung K.o.-Phase der Europa League machen. Dafür müssen die Frankfurter allerdings ihre Horrorbilanz gegen belgische Teams aufbessern.

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Gegnercheck Lüttich
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Für Eintracht Frankfurt steht das bislang wichtigste Spiel in der Europa-League-Gruppenphase auf dem Programm: Das Team von Trainer Adi Hütter empfängt mit Standard Lüttich (21 Uhr, hier im Social Radio) den direkten Konkurrenten um den Einzug in die K.o.-Phase.

Die Ausgangslage

Eine Niederlage gegen Arsenal, ein Sieg gegen Guimaraes, eine Tordifferenz von minus zwei - die Bilanzen der beiden Teams sind nach zwei Gruppenspielen identisch. Und so deutet vieles darauf hin, dass Frankfurt und Lüttich den zweiten Platz hinter Arsenal unter sich ausmachen und in den direkten Duellen um den Einzug in die K.o.-Runde kämpfen werden.

Ein heißer Tanz in der Frankfurter Arena ist also garantiert, wobei die Eintracht auf einen Teil ihrer Fans verzichten muss: Wegen der Vorfälle im Playoff-Spiel gegen Racing Straßburg müssen rund 1000 Plätze auf der VIP-Tribüne hinter den Trainerbänken frei bleiben. Diese Strafe hatte die UEFA verhängt, nachdem der Schiedsrichter der Partie Ende August von Zuschauern mit Gegenständen beworfen worden war. Hütter sieht darin aber keinen gravierenden Nachteil: "Ich drehe mich eh nie um und sehe daher immer ein volles Haus."

Das Personal

Bei der Eintracht steht ein dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Stürmer André Silva, der sich mit Problemen an der Achillessehne herumplagt. Verteidiger Almamy Touré kann wegen seiner Oberschenkelverletzung ganz sicher nicht mitwirken, für ihn steht David Abraham bereit. Offen ist, ob Hütter aufgrund der vielen Spiele die Rotationsmaschine anwerfen wird - denkbar wären beispielsweise Daichi Kamada oder Dominik Kohr in der Startelf.

Standard Lüttich kann nahezu mit der vollen Kapelle nach Frankfurt reisen, wobei der Einsatz des Spielgestalters Mehdi Carcela-González noch fraglich ist. Gut möglich, dass Trainer Michel Preud’homme, 1994 selbst Welttorhüter, in der Europa League erneut Vanja Milinković-Savić zwischen die Pfosten stellt, obwohl in der Liga Arnaud Bodart die Nummer eins ist.

So könnte die Eintracht spielen

So könnte die Eintracht gegen Lüttich auflaufen.

So könnte Lüttich spielen: Milinkovic-Savic - Vojvoda, Vanheusden, Laifis, Gavory - Bastein, Boljevic - Mpoku, Cimirot, Lestienne - Emond

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir bekommen es mit einer guten Mannschaft zu tun. Lüttich ist nicht einfach zu bespielen - vor allem, weil sie wenige Gegentore kassieren. Sie spielen dynamischen Fußball. Da ist es wichtig, dass wir in die Zweikämpfe kommen. Ich habe das Gefühl, dass Lüttich und wir um Platz zwei in der Gruppe kämpfen. Deshalb müssen wir versuchen, einen Sieg zu landen."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Gegen Lüttich geht's um Gruppenplatz zwei

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Michel Preud’homme (Lüttich): "Frankfurt war gegen Arsenal sehr stark. Es wird sehr schwierig für uns. Auf dem Papier ist Frankfurt der Favorit, sie waren letztes Jahr Halbfinalist. Aber wir hoffen, dass wir in der Lage sind, ein gutes Resultat zu erzielen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Goncalo Paciencia ist aktuell on fire: Bereits fünf Tore gelangen dem Portugiesen in der laufenden Bundesliga-Saison, hinzu kommen drei Treffer aus der Qualifikationsrunde der Europa League. In den Gruppenspielen blieb Paciencia bislang ohne Tor - und will das natürlich gegen Lüttich ändern.

Gerade erst dem Teenie-Alter entwachsen, aber bereits Abwehrchef und Rekordeinkauf: Zinho Vanheusden ist aktuell eines der aufregendsten Talente Belgiens. Sein Transfer nach Lüttich war mit 12,6 Millionen Euro der teuerste Einkauf der belgischen Liga, Inter Mailand hat sich zudem eine Rückkaufoption für den 20-Jährigen gesichert. Allzu einfach wird es für Paciencia und Eintracht-Sturm gegen ihn sicher nicht.

Die Statistik zum Spiel

Eine Statistik zu bisherigen Spielen der Eintracht gegen Lüttich gibt es nicht - die beiden Vereine treffen zum ersten Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Allerdings haben die Frankfurter in ihrer Historie noch nie eine belgische Mannschaft bezwingen können: In vier Aufeinandertreffen gab es zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Selbst ein Tor gelang den Hessen bisher noch nicht.

Die Duelle liegen jedoch schon eine ganze Weile zurück: 1989 musste sich die Eintracht gegen KV Mechelen im Viertelfinale des Pokals der Pokalsieger nach einem 0:1 und 0:0 geschlagen geben. Zwei Jahre später schieden die Frankfurter bereits in der zweiten Runde des UEFA-Pokals gegen KAA Gent aus. Bei der 0:1-Heimpleite liefen für die Frankfurter noch Andi Möller und Anthony Yeboah auf. In Gent kam die Eintracht nicht über ein 0:0 hinaus.