Filip Kostic Eintracht Frankfurt Union Berlin

Eintracht Frankfurt empfängt mit Union Berlin einen Aufsteiger auf Augenhöhe im Stadtwald und muss ohne wirkliche Fan-Stimmung auskommen. Zwei Statistiken machen aber Mut. Das Wichtigste zum Spiel.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin

Adi Hütter
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Zum Abschluss des 23. Spieltags empfängt Eintracht Frankfurt vor heimischer Kulisse am Montagabend (20.30 Uhr) Aufsteiger Union Berlin. Dabei stehen nebem dem Spiel auch die Zuschauerränge im Mittelpunkt. Die Fanszene der Hessen hat einen Boykott angekündigt.

Die Ausgangslage

Klatsche in der Bundesliga beim BVB, dann magische Europa-Nacht gegen Salzburg - und nun? Hinter der Eintracht liegen turbulente Tage voller Höhen und Tiefen. Einmal völlig überfordert und einmal völlig überlegen: Gegen Union Berlin dürfte es keines der beiden Extreme geben. Dennoch wird es interessant sein zu sehen, welches Gesicht die Hessen zeigen.

Die Berliner hatten vor ein paar Wochen ein ähnliches Erlebnis in Dortmund, verloren dort sogar noch ein Tor höher. Auch die Hauptstädter haben sich danach aber gefangen und sind nun, was nicht viele vor der Saison vermutet hätten, ähnlich wie die Eintracht ein Team aus dem Mittelfeld der Tabelle. Es könnte ein Spiel auf Augenhöhe werden.

Zur Ausgangslage gehört an diesem Montag aber auch der Umstand, dass die aktiven Eintracht-Fans zum Stimmungsboykott während der Partie aufgerufen haben aufgrund des ungebliebten Termins am Montag. "Wir werden während des gesamten Spiels auf jegliche Form des Supports verzichten. Zusätzlich wird die aktive Fanszene die Blöcke im Unterrang der Nordwestkurve nicht betreten. Wir bitten alle Eintrachtfans, sich dem anzuschließen", heißt es in der Mitteilung. Auswirkungen? Offen.

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Das Personal

Es ist die Never-Ending-Story der laufenden Saison: Bas Dost und seine Wehwehchen. Auch am Montag wird der Angreifer der Eintracht fehlen. Den Stürmer plagen weiter Adduktorenprobleme. Mit dabei könnte aber wieder Mijat Gacinovic sein. Der Serbe trainierte am Samstag bereits individuell und könnte laut Hütter "ein Thema" sein. Ob für die Startelf oder für den Kader, ließ der Eintracht-Coach offen.

Die Berliner müssen in Frankfurt auf ihren gesperrten Kapitän Christopher Trimmel verzichten. Der Top-Vorbereiter der Eisernen fehlte in der laufenden Bundesliga-Saison bisher erst einmal, zum Rückrundenauftakt bei der 1:3-Niederlage in Leipzig.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche Aufstellung Eintracht Frankfurt Union Berlin

So könnte Berlin spielen: Gikiewicz - Friedrich, Subotic, Schlotterbeck - Prömel, Gentner, Andrich, Lenz - Malli, Bülter - Andersson

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Union Berlin hat gezeigt, dass sie ein toller Aufsteiger sind. Urs Fischer hat dem Team ein klares Gesicht gegeben. Sie sind schwer zu knacken. Insgesamt kommt eine Mannschaft auf uns zu, die nicht leicht bespielbar ist. Dennoch wollen wir aber unbedingt gewinnen."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Union ist ein toller Aufsteiger"

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Urs Fischer: "5:0 zuhause gegen Augsburg und 4:1 gegen Salzburg - das muss man erst einmal hinkriegen. Für uns wird es gegen Frankfurt wichtig sein, kompakt zu stehen. Denn das wird ein schwieriges Auswärtsspiel, aber auch eine interessante Aufgabe, der wir uns stellen. "

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Für André Silva ist der Aufsteiger aus Berlin ein gutes Pflaster. Im Hinspiel traf der Portugiese zum zwischenzeitlichen 2:0 und lieferte auch insgesamt einen formidablen Auftritt ab. Seit langer Zeit darf der Sommer-Neuzugang bei der Eintracht wieder regelmäßig von Beginn an ran - und könnte erneut gegen Union zeigen, warum ihn die Frankfurter im Tausch für Ante Rebic geholt haben.

Bei Union Berlin stand unter der Woche ein Spieler besonders im Fokus: Sebastian Polter. Der Stürmer hatte in einem Interview mit der Berliner Morgenpost angekündigt, den Verein im Sommer verlassen zu wollen. Diese Art und Weise passte Union-Coach Urs Fischer gar nicht. Die Berliner haben vor dem Auftritt in Frankfurt dadurch eine Baustelle im Team, die der Aufsteiger so gar nicht gebrauchen kann.

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Eintracht gegen Salzburg
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Die Statistik des Spiels

Gleich zwei Statistiken können der Eintracht vor der Partie gegen die Eisernen Mut machen. Zum einen die eigene Bilanz: Achtmal trafen die Hessen schon auf die Berliner - eine Niederlage gab es dabei noch nie. Alleine die vergangenen vier Duelle konnten die Frankfurter für sich entscheiden.

Zum anderen ist da noch die Bilanz des Gegners. Der Aufsteiger konnte in dieser Bundesliga-Saison noch nie zweimal in Folge auswärts Punkte sammeln. Gegen Werder Bremen holten die Berliner vor zwei Wochen drei Punkte, nach der eigenen Rechnung der Eisernen müsste es dann in Frankfurt wieder null geben. Alles andere wäre ein Novum.