Szene aus dem Spiel Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt

Hinter Eintracht Frankfurt liegen zwei Pleiten in nur einer Woche - und nun kommt auch noch Borussia Dortmund in den Stadtwald. Adi Hütter wird personell wohl ein wenig durchwechseln, die Frage nach dem Ballbesitz könnte zudem entscheidend sein.

Nach dem FC Arsenal in der Europa League wartet auf Eintracht Frankfurt in der Bundesliga gleich der nächste Top-Gegner. Das Team von Trainer Adi Hütter trifft vor heimischer Kulisse auf Borussia Dortmund und will nach zwei Niederlagen in Serie zurück in die Erfolgsspur. Einfach wird's nicht.

Die Ausgangslage

Pleite in Augsburg, Pleite gegen Arsenal. Die vergangenen Tage waren aus Sicht von Eintracht Frankfurt nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Noch fehlt die Mischung im Team von Trainer Adi Hütter, das haben die bisherigen Spiele deutlich gezeigt. Der Eintracht-Coach bittet dennoch gebetsmühlenartig um Geduld für sein neuformiertes Team. Ein Erfolg gegen den BVB könnte in dieser Gemengelage für neue Energie bei den Hessen sorgen.

Beim Blick auf die letzten zwei Begegnungen ist die Sicht der Dinge beim Gegner komplett anders. In der Bundesliga wurde Leverkusen aus dem Stadion geschossen, danach in der Champions League ein Remis gegen den FC Barcelona erspielt. Gegen die Katalanen hätten die Dortmunder sogar gewinnen können - wenn nicht gar müssen. Mit einem Sieg in Frankfurt wäre es aus Sicht des Teams von Trainer Lucien Favre zwar kein perfekter, aber doch ein gelungener Saisonstart.

Das Personal

Für Sebastian Rode wird es nichts mit dem Wiedersehen mit dem Ex-Club. Den Ex-Borussen setzen weiter Knie-Probleme außer Gefecht, ein Einsatz am Sonntag kommt für den Mittelfeldrenner zu früh. Ebenfalls nicht dabei ist Mijat Gacinovic, der sich mit Adduktorenproblemen herumplagt. Beide dürften erst eine Woche später gegen Union Berlin wieder ein Thema für den Kader sein. Eintracht-Coach Hütter wird seine Startelf zudem wohl ein wenig durchmischen, das kündigte der Österreicher bereits vor der Partie an.

Bei Borussia Dortmund hat Trainer Lucien Favre die Qual der Wahl. Außer Nationalspieler Nico Schulz, der aufgrund einer Fußverletzung fehlt, und Ersatzkeeper Marwin Hitz sind alle Mann an Bord. Zurück ist auch Außenverteidiger Lukasz Piszczek, der gegen Barcelona aufgrund muskulärer Probleme passen musste.

So könnte die Eintracht spielen:

Voraussichtliche Aufstellung Eintracht BVB

So könnte der BVB spielen: Bürki - Hakimi, Akanji, Hummels, Guerreiro - Witsel, Delaney - Sancho, Reus, Hazard - Alcacer

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Der BVB spielt ähnlich wie Arsenal. Wir treffen wieder auf eine Mannschaft, die sehr schnell und technisch sehr gut ist. Dadurch sind sie sehr gefährlich. Wenn man als Mannschaft aber kompakt steht und schnell umschaltet, haben sie auch ihre Probleme. Personell werden wir sicher nicht die gleiche Mannschaft auf den Platz bringen wie gegen Arsenal."

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Lucien Favre: "Die Eintracht war in der vergangenen Saison eine der besten Mannschaften der Bundesliga. Das ist ein sehr gefährliches Team. Sie haben gegen Arsenal zwar 0:3 verloren, hatten aber auch sehr viele Torchancen. Wir müssen vorsichtig sein."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Die Partie gegen Arsenal zeigte es einmal mehr: Der Eintracht fehlt es in der Offensive an Durchschlagskraft. Rein personell steht die Abteilung Attacke der Frankfurter eigentlich für eine Menge Tore. Nur: Bas Dost, André Silva und auch Goncalo Paciencia haben aktuell ein wenig Ladehemmung. Besonders Dost ist noch nicht in der Form früherer Tage - was auch an seinem Fitnesszustand liegt. "Wichtig ist, dass Bas selbst gesehen hat, dass ihm noch einiges fehlt für die Bundesliga", erklärt Trainer Hütter.

Augsburg und Arsenal kommen so häufig nicht in einem Satz vor. Nun aber doch: Augsburg und Arsenal haben beide die aktuelle Schwachstelle der Eintracht aufgezeigt. Schaltet ein Team schnell um, bekommt die Abwehrreihe der Frankfurter reichlich Probleme. Das könnte nun auch der BVB in Person von Jadon Sancho und Marco Reus ausnutzen. Ihre Geschwindigkeit dürfte die Defensive der Hessen vor reichlich Probleme stellen.

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Die Statistik des Spiels

Wer sich die beiden letzten Auftritte der Eintracht und des BVB ansieht, erkennt in einem Punkt ein Muster. Sowohl gegen den FC Augsburg - was zu erwarten war - als auch gegen den FC Arsenal - was nicht unbedingt zu erwarten war - hatten die Frankfurter mehr Ballbesitz als der Gegner. Als Dankeschön gab es dafür zwei Niederlagen.

Borussia Dortmund hingegen hatte bei den Heimspielen gegen Bayer Leverkusen und den FC Barcelona jeweils deutlich weniger Ballbesitz als der jeweilige Kontrahent. Dafür fertigten die Schwarz-Gelben jedoch den Bundesliga-Konkurrenten aus Leverkusen ab und hätten gegen Barca eigentlich gewinnen müssen. Ballbesitz oder nicht, das ist also die Frage. Vielleicht ist am Sonntag in dieser Hinsicht ja wieder weniger mehr.