Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt

Die Eintracht startet mit viel Vorfreude gegen Hoffenheim in die Bundesliga-Saison. Die Gäste sind personell fast nicht mehr wiederzuerkennen, Fragezeichen gibt's aber auch in Frankfurt.

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Gegnercheck TSG Hoffenheim
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Der Saisonstart in Europa League und DFB-Pokal ist geglückt, jetzt wird es für die Eintracht auch in der Bundesliga ernst. Am Sonntag (15.30 Uhr) gastiert die TSG Hoffenheim in Frankfurt, beide Teams befinden sich noch in der Findungsphase.

Die Ausgangslage

Sowohl in Frankfurt als auch in Sinsheim hat sich über den Sommer hinweg viel getan. Während die Eintracht zwei Drittel ihres magischen Sturm-Dreiecks verlor, musste die TSG mit Joelinton, Nico Schulz, Kerem Demirbay und Nadiem Amiri gleich vier Leitungsträger ziehen lassen. Der langjährige Erfolgstrainer Julian Nagelsmann hat sich zudem in Richtung Leipzig verabschiedet und wurde durch den Niederländer Alfred Schreuder ersetzt. Ob und wie sich dieser personelle Umbruch auf das Leistungsvermögen auswirkt, ist derzeit nur sehr schwer einzuschätzen.

Fakt ist, dass sich beide Teams im DFB-Pokal noch weit weg von ihrer Bestform präsentierten und nur mit viel Mühe in die nächste Runde einzogen. Während sich die Eintracht mit 5:3 gegen Drittligist Waldhof Mannheim durchsetzte, musste sich Hoffenheim bei den Würzburger Kickers sogar durchs Elfmeterschießen quälen. Für die Bundesliga werden sich beide Teams noch deutlich verbessern müssen. Favoritenrolle: unklar.

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hr-Reporter Joscha Bartlitz
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Das Personal

Bei der Eintracht gibt es dank der praktischen Erfahrungen in der Europa-League-Qualifikation bereits klare Tendenzen, welche Spieler ihren Stammplatz quasi sicher haben und wer sich strecken muss. Allen voran Makoto Hasebe, Filip Kostic und Danny da Costa sind unangefochten, spannend wird es im Sturm. Ob es bei Sebastian Rode nach seinem Comeback gegen Vaduz schon für die Bundesliga reicht, bleibt abzuwarten.

So könnte die Eintracht spielen:

Die Aufstellung der Eintracht gegen Bayern.

Bei der TSG gibt es neben den prominenten Abgängen derzeit auch noch einige prominente Verletzte. Andrej Kramaric (Knie) und Florian Grillitsch fallen auf jeden Fall aus, bei Ishak Belfodil und Leonardo Bittencourt reicht es wohl noch nicht für einen Einsatz von Beginn an. Die Hoffnungen der Kraichgauer ruhen auf den beiden Rückkehrern Sebastian Rudy und Vincenzo Grifo. Neuzugang Ilhas Bebou soll für die Tore sorgen. Rekord-Transfer Diadie Samassékou steht wohl noch nicht im Kader.

So könnte Hoffenheim spielen: Baumann – Posch, Vogt, B. Hübner – Kaderabek, Zuber – Rudy, Rupp – Geiger – Bebou, Grifo

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir haben einen Vorteil durch die Pflichtspiele. Wir wissen aber auch, gegen wen wir gespielt haben. Hoffenheim ist da ein anderes Kaliber. Ich weiß nicht, was der Hoffenheimer Trainer plant. Aber sie kommen über technisch sauberen Fußball. Für uns ist es wichtig, dass wir nach Ballverlusten schnell wieder in die Ordnung kommen. Wo wir genau stehen, werden wir erst am Sonntagabend wissen."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Bundesliga-Luft ist etwas anderes"

Hütter
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Alfred Schreuder (TSG Hoffenheim): "Frankfurt hat eine organisierte Mannschaft mit einem sehr guten Trainer, der einen super Job macht. Sie haben den Vorteil, dass sie schon ein paar wichtige Spiele bestritten haben. Mit den Fans im Rücken werden sie aggressiv auftreten."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Der spannendste Spieler auf Seiten der Eintracht wird am Sonntag vermutlich noch nicht in Frankfurt weilen. Der dringend benötigte Ersatz für Sébastien Haller ist mit Bas Dost zwar wohl endlich gefunden, der Deal mit dem Ex-Wölfe-Stürmer ist aber noch nicht komplett fix. Der Platz neben Ante Rebic ist daher gegen Hoffenheim noch verwaist und geht wohl vorübergehend an Goncalo Paciencia.

Bei den Kraichgauern steht vor allem Rückkehrer Rudy im Blickpunkt. Der Nationalspieler wurde nach seinem Abschied vor zwei Jahren weder in München noch auf Schalke glücklich und will nun bei der TSG neu durchstarten. Einen zweiten Anlauf nimmt auch Offensivmann Grifo, der in Freiburg regelmäßig netzte und seine Stärken nun endlich im Hoffenheim-Trikot abrufen soll.

Die Statistik zum Spiel

Der Trend ist Frankfurts Friend: Die Hessen sind seit vier Spielen gegen die TSG ungeschlagen, in der vergangenen Saison gewann das Team von Trainer Adi Hütter sogar gleich beide Vergleiche. Das gelang sonst nur dem FC Bayern.