Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig

Eintracht Frankfurt plagen vor dem Spiel in Leipzig reichlich Probleme: beim Personal, bei den Transfers. Dazu wartet mit RB auch noch ein absolutes Top-Team. Für einen Eintracht-Profi wird das Spiel besonders - mal wieder.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht bekommt es mit einem Top-Team der Liga zu tun

Profis von Eintracht Frankfurt gegen Hoffenheim
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Nach dem Quali-Hinspiel in Straßburg (0:1) und vor dem Quali-Rückspiel gegen Straßburg liegt für Eintracht Frankfurt ein schweres Bundesliga-Auswärtsspiel. Die Hessen reisen am Sonntag (15.30 Uhr) zu RB Leipzig und haben einige Probleme im Gepäck.

Die Ausgangslage

Wer allein auf den Bundesliga-Auftakt beider Vereine schaut, sieht eine ähnliche Ausgangslage. Die Eintracht gewann daheim gegen Hoffenheim, RB Leipzig fertigte Aufsteiger Union Berlin ohne Mühe ab. Die gute Laune hielt unter der Woche aber nur bei einem Team an. Durch die 0:1-Pleite der Eintracht in Straßburg dürften die Gedanken der Hessen am Sonntag nur teilweise bei der Bundesliga sein.

Denn in Frankfurt wissen alle um die Wichtigkeit der Partie am kommenden Donnerstag. Dieses Spiel wird, wie es Eintracht-Keeper Kevin Trapp bereits formulierte, die ganze "Saison definieren". Und zwischen diesen beiden Partien wartet auf die Frankfurter mit den Leipzigern ein Gegner der Marke Top-Team. "Wir dürfen nicht schon den Fokus auf den nächsten Donnerstag legen, sondern müssen mit einer guten Aufstellung dagegenhalten", kündigt Trainer Adi Hütter an.

Das Personal

Die zwei größten Problemstellen im Eintracht-Personal dürften am Sonntag gegen Leipzig wohl gar nicht auf dem Platz stehen. Bas Dost, den die Eintracht weiterhin verpflichten will, ist immer noch nicht in Frankfurt und Ante Rebic, der nach seinem lustlosen Auftritt in Straßburg öffentlich von Hütter kritisiert wurde, hat offiziell Waden-Probleme. Zudem fehlt den Hessen wohl auch nocht Mijat Gacinovic - was die Offensive insgesamt zu einer Großbaustelle werden lässt.

Bei den Gastgebern fehlen Tyler Adams, Hannes Wolf, Dayot Upamecano und Jean-Kevin Augustin. Die gleichen Probleme wie sein Trainer-Kollege Hütter hat Julian Nagelsmann aber nicht und hält sich aus den Debatten um Rebic gerne raus. "Das darf der Adi ganz alleine machen", ließ der frühere Trainer der TSG Hoffenheim verlauten.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht-Aufstellung gegen Hoffenheim

So könnte Leipzig spielen: Gulacsi - Mukiele, Konaté, Orban - Klostermann, Halstenberg - Demme - Kampl, Sabitzer - Poulsen, Werner

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Vor dem Spiel würde ich einen Punkt absolut mitnehmen. Leipzig ist der klare Favorit. RB hat ein neues Gesicht bekommen, kann mit Vierer- oder Dreierkette spielen. Und vorne machen Yussuf Poulsen, Timo Werner und Marcel Sabitzer Betrieb. Da kommt eine schöne Lawine auf uns zu. Wir dürfen auch nicht schon den Fokus auf den nächsten Donnerstag legen, sondern müssen mit einer guten Aufstellung dagegenhalten."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Dürfen den Fokus nicht schon auf nächsten Donnerstag legen"

Hütter
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Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Frankfurt ist im Rhythmus und körperlich voll auf der Höhe. Wir müssen ein harter und unbequemer Gegner sein, der die Eintracht die ganze Zeit über fordern wird. Wir müssen sie auf dem Platz belasten. Grundsätzlich ist es besser, dass die Eintracht unter der Woche gespielt hat, als wenn nicht."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Dass er RB Leipzig höchstens so lala findet, hat Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger schon mehrfach betont. Als der Österreicher 2016 aus Salzburg nach Leipzig wechseln sollte, verweigerte er den Transfer und schloss sich stattdessen dem FC Augsburg an. "Die Art und Weise, wie Leipzig Salzburg kaputt macht, ist nicht schön anzuschauen", erklärte Hinteregger damals. Das saß. Seitdem darf sich der Innenverteidiger bei seinen Auftritten in Leipzig regelmäßig ein schönes Pfeifkonzert anhören. Das könnte jedoch auch zu einem Extra-Schub an Motivation führen.

Bei RB Leipzig dreht sich in diesen Tagen eine Menge um Timo Werner. Die Zukunft des Nationalspielers ist weiter unklar. Der Vertrag des Stürmers endet nächsten Sommer, ob Werner ihn verlängert, steht in den Sternen. Der Angreifer selbst schweigt sich aus - was in Leipzig gar nicht gut ankommt. Dem 23-Jährigen droht am Sonntag beim ersten Heimspiel der Saison für die Sachsen zwar nicht das gleiche Schicksal wie Hinteregger, gut möglich aber, dass der RB-Anhang auch auf ihn nicht ausnahmslos gut zu sprechen ist.

Die Statistik zum Spiel

An diesem Punkt können Sie sich die Statistik aussuchen, die Ihnen mehr liegt. Option eins: Immer wenn in der Bundesliga Frankfurt auf Leipzig traf, gewann entweder die Heimmannschaft oder es gab ein Remis. Nie konnte die Auswärtsmannschaft gewinnen. Am Sonntag wäre das die Eintracht.

Oder Option zwei: Das Trainer-Duell Julian Nagelsmann gegen Adi Hütter gab es in der Bundesliga-Historie genau zweimal. Klar, sehr lange ist der Österreicher ja noch nicht Übungsleiter in der höchsten deutschen Spielklasse. Aber: Beide Duelle gewann der Eintracht-Coach. Auch das dritte Aufeinandertreffen?