Ante Rebic, Sébastien Haller und Luka Jovic.
Ante Rebic, Sébastien Haller und Luka Jovic. Bild © Imago Images

Jetzt gilt's: Gegen den 1. FSV Mainz kann Eintracht Frankfurt die erneute Europacup-Qualifikation klarmachen. Dabei helfen soll ein lange vermisster Rückkehrer und der 12. Mann auf den Rängen.

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Ante Rebic, Sébastien Haller und Luka Jovic.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht will sich für Europa qualifizieren.

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Die Ausgangslage

Crunchtime, Baby! Die Sache für die Eintracht ist klar am Sonntagabend: Bei einem Punkt gegen Mainz ist die erneute Qualifikation für die Europa League sicher. Durch die Niederlagen der direkten Konkurrenten aus Hoffenheim und Wolfsburg hätten die Hessen bei einem Remis vier bzw. drei Punkte und das bessere Torverhältnis Vorsprung auf die TSG und den VfL. Fahren die Hessen einen Dreier ein, springen sie zurück auf den vierten Platz und können am letzten Spieltag in München die erstmalige Champions-Leage-Qualifikation schaffen und den Bayern sogar noch die Meisterschaft versauen. Wenn das kein Anreiz ist.

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Beim Gast aus Mainz geht es um rein gar nichts mehr. Mit 37 Punkten liegt man aktuell auf Rang 12, weder nach oben noch nach unten geht noch sonderlich viel. Herschenken werden die Mainzer das Spiel allerdings nicht: "Wir stehen kein Spalier", kündigte Mainz-Trainer Sandro Schwarz bereits an. Vor allem das deutliche 0:3 im Viertelfinale der Frankfurter Pokalsiegersaison hängt den Mainzern noch in den Kleidern. "Daran möchte ich nicht erinnert werden", so Schwarz.

Das Personal

Es war ein Bild mit Symbolcharakter, aber leider auch eines mit Folgen. Sebastian Rode humpelte nach der Niederlage im Elfmeterschießen auf Krücken durch die Stamford Bridge. Der Mittelfeld-Renner hat sich möglicherweise schwerer am Knie verletzt, gegen Mainz wird er mit großer Sicherheit nicht spielen können. Auch ein Einsatz beim FC Bayern am letzten Spieltag ist äußerst unwahrscheinlich. Adi Hütter wird gegen den FSV aber so oder so die Rotationsmaschine anwerfen. Der Grund: "Einige Spieler sind in London wirklich über ihre Grenzen gegangen", so Hütter.

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung gegen Mainz
Bild © hessenschau.de

Mainz hingegen kann personell aus dem Vollen schöpfen. Einziger Wermutstropfen: Nach einem Knorpelschaden und langwieriger Reha hat der ehemalige Nationaltorhüter René Adler sein Karriereende zum Saisonende bekannt gegeben.

So könnte Mainz spielen: Müller - Brosinski, Niakhaté, Hack, Aaron - Gbamin - Baku, Latza - Boetius - Mateta, Quaison

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir müssen alles unternehmen, um das Spiel gegen Mainz zu gewinnen. Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt und wollen diese krönen, damit wir auch in der nächsten international spielen. Ich werde sicherlich rotieren, weil einige Spieler am Donnerstag wirklich über ihre Grenzen gegangen sind. Ich glaube, dass uns unsere Fans tragen werden."

Sandro Schwarz: "Wir gehen von einer stabilen Mannschaft aus, die auch eine Trotzreaktion zeigen möchte. Sie haben das große Ziel Champions League vor Augen. Wir werden aber nicht Spalier stehen. Wir wollen noch einmal alles rausfeuern an Leistung und an Mentalität."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei der Eintracht könnte Sébastien Haller im Bundesliga-Schlussspurt wieder zu einer enorm wichtigen Figur werden. Beim Rückspiel gegen Chelsea wurde der Franzose kurz vor der Verlängerung eingewechselt und bewies direkt, welchen Wert er im Frankfurter Spiel besitzt. Zweimal hatte er die Chance, das 2:1 zu erzielen, zweimal klärte ein Chelsea-Verteidiger auf oder kurz vor der Linie. Seine Rückkehr könnte dem gesamten Team noch einmal einen Schub geben.

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Beim FSV steht aktuell Jean-Philippe Gbamin im Fokus. Nicht nur auf dem Rasen. Der Franzose hat unter der Woche mit deutlichen Worten seinen Wechselwunsch geäußert. Spekuliert wird über ein 30-Millionen-Angebot aus England. Wenn die Saison tabellarisch gelaufen ist, gibt es eben andere Themen.

Die Statistik des Spiels

Sollte es im Frankfurter Stadtwald am Sonntag einen Elfmeter für die Gäste aus Mainz geben, könnte ein uralter Bundesliga-Rekord purzeln. Seit mehr als sechs Jahren nämlich haben die Mainzer keinen Elfer mehr verschossen, stolze 23 Stück in Folge fanden den Weg ins Tor. Verwandelt der FSV auch den nächsten, ziehen sie mit dem VfL Bochum gleich, der zwischen 1978 und 1982 24 Mal in Folge vom Punkt traf. Klar ist aber auch: Im Falle eines Falles wird auch Eintracht-Keeper Kevin Trapp ein Wörtchen mitreden wollen.