Eintracht-Torhüter Trapp
Für die Eintracht geht es um den Halbfinal-Einzug. Bild © picture-alliance/dpa

Packt es Eintracht Frankfurt noch in das Halbfinale der Europa League? Gegen Benfica Lissabon müssen die Hessen dafür einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen. Auch die Aufstellung wird anders aussehen. Alles Wichtige zum Spiel.

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Pressekonferenz bei der Eintracht

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Nach dem 2:4 im Hinspiel in Lissabon benötigt Eintracht Frankfurt gegen Benfica eine magische Nacht. Ab 21 Uhr (live im Social Radio) geht es in der Frankfurter Arena für beide Teams um den Einzug ins Halbfinale.

Die Ausgangslage

Zwei Tore. So einfach und schwer ist es. Zwei Tore für die Eintracht, keines für Benfica – und schon sind die Hessen im Halbfinale. Dass das möglich ist, haben die Frankfurter im Hinspiel bewiesen. Und das in Unterzahl. Daher strotzt die Eintracht auch vor Selbstvertrauen. Das Problem an der ganzen Sache: Schießt Benfica nur ein Tor, wird es merklich schwieriger. Und dass auch das gut möglich ist, hat man im Hinspiel sehen können.

Allein das bedingt die spannende Frage, wie die Eintracht das Spiel angehen wird. Volle Offensive von Beginn an? Oder erst einmal abwarten – und später im Spiel Attacke pur? Das wird sich wohl bereits in den ersten zwanzig Minuten zeigen. Denn zwei Tore müssen in jedem Fall her. Da führt kein Weg dran vorbei.

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Das Personal

Kurz und knapp: Es sieht nicht gut aus. Und das leider bei Eintracht Frankfurt und nicht Benfica Lissabon. Eintracht-Coach Adi Hütter wird zum Umbau seiner Mannschaft gezwungen. Ein Grund: Evan N’Dicka fehlt rotgesperrt. Der zweite Grund: Martin Hinteregger konnte das Abschlusstraining zwar absolvieren, ein Einsatz ist nach seiner Oberschenkelblessur aber dennoch fraglich. Und aller schlimmen Dinge sind drei: Sébastien Haller ist immer noch nicht fit. Besonders auf der Ersatzbank dürfte es daher bei den Frankfurtern eng werden. Viel Spielraum für Hütter gibt es nicht.

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Heimspiel extra: Die Reise der Euro-Adler

Das hr-Fernsehen widmet dem Spiel der Eintracht gegen Benfica Lissabon am Freitag um 19.15 Uhr eine Sondersendung

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Bei Benfica hingegen ist aktuell das genaue Gegenteil der Fall. Die Portugiesen haben außer ein paar Langzeitverletzten die volle Kapelle am Start und können, wie schon im Hinspiel, in Bestbesetzung antreten. Einfacher wird es für die Eintracht dadurch nicht.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche Aufstellung gegen Benfica
Mögliche Aufstellung gegen Benfica Bild © hessenschau.de

So könnte Benfica spielen: Vlachodimos - Corchia, Ruben Dias, Jardel, Grimaldo - Fejsa, Samaris - Rafa Silva, Cervi - Gedson Fernandes, Joao Felix

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir brauchen Effektivität vor dem Tor und müssen höllisch aufpassen, wenn wir den Ball verlieren. Jedes Gegentor tut uns weh. Dazu brauchen wir Emotionen. Wir werden sicherlich getragen von den Fans. Das beflügelt uns."

Bruno Lage: "Unser Ziel ist das Weiterkommen gegen ein Team, welches bislang eine überragende Saison auf europäischer Ebene spielt. Wenn ich Barcelona und Manchester City mal ausklammere, stechen die Leistungen von Ajax und Eintracht Frankfurt sicherlich heraus. Das sind zwei wirklich starke Mannschaften, aber das sind wir auch."

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Das Eintracht-Spiel im Radio

Verfolgen Sie das Spiel der Eintracht auf hr-Info ab 20:59 Uhr. HR1 widmet dem Spiel ein Heimspiel extra ab 19 Uhr.

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Auf diese Spieler gilt es zu achten

Die Eintracht braucht gegen Benfica Tore. Und davon am besten reichlich. Der beste Mann für diese Mission: Luka Jovic. Der Serbe, bei dem die Eintracht am Mittwoch die Kaufoption zog, traf bereits im Hinspiel zum zwischenzeitlichen 1:1. Seine Knipser-Qualitäten sind beim Rückspiel besonders gefragt, vor allem auch weil Benfica im Hinspiel in der Defensive mehr als nur einen schwachen Moment hatte – obwohl die Portugiesen 70 Minuten lang in Überzahl agierten.

Beim Gegner aus Lissabon könnte man jetzt natürlich viel davon erzählen, dass Benfica insgesamt eine starke Mannschaft hat und es freilich viele Spieler gibt, auf die es zu achten gilt. Aber wenn man ehrlich ist, sticht ein Spieler absolut heraus: Joao Felix. Das "Jahrhunderttalent" (Hütter) nahm die Eintracht im Hinspiel komplett auseinander und traf gleich dreimal. Schaffen es die Frankfurter nicht, ihn dieses Mal auszuschalten, wird es definitiv nichts mit dem Halbfinal-Einzug.

Die Statistik des Spiels

Das letzte Mal, dass eine Frankfurter Mannschaft ein Halbfinale im Europapokal erreichte, war 1980. Damals gewann die Truppe von Trainer Friedel Rausch dann aber auch den UEFA-Pokal. Danach? War immer spätestens genau hier, genau im Viertelfinale Endstation. Im UEFA-Pokal hieß 1995 der letzte Gegner Juventus Turin, 1994 Casino Salzburg. Im Europapokal der Pokalsieger war es 1989 KV Mechelen und 1982 die Tottenham Hostpurs. Heißt: fast vierzig Jahre kein europäisches Halbfinale mehr für die Eintracht. Zeit, das zu ändern!