Langsam wird es eng für die Frankfurter Eintracht auf dem angestrebten Weg nach oben in der Tabelle. Im Spiel am Samstag bei Union Berlin ist ordentlich Druck auf dem Kessel. Doch keine Panik, schließlich geht es ja in die Hauptstadt.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Überraschungskiste: Eintracht Frankfurt tritt bei Union Berlin an

Erik Durm von Eintracht Frankfurt
Ende des Audiobeitrags

Nächster Versuch für die Frankfurter Eintracht, dem Bundesliga-Mittelmaß zu entkommen: Am Samstag (15.30 Uhr) gastieren die Hessen bei Union Berlin. Die Vorzeichen auf einen Sieg stehen nicht so schlecht.

Die Ausgangslage

Die Berliner stehen genau dort, wo die Frankfurter gerne hinwollen: Vier Punkte trennen die beiden Teams zwischen den Rängen fünf und elf. Es sind genau jene zwei Unentschieden zu viel, in den Spielen gegen Köln und Bremen (jeweils 1:1), die den Hessen zu den angestrebten tabellarischen Sphären fehlen. Genau diese Ausgangslage setzt die Eintracht in der Partie in der Alten Försterei mächtig unter Druck. Verlieren, soviel steht fest, ist verboten. Bei dann sieben Zählern Differenz würde der Anschluss nach oben langsam aber sicher verloren gehen.

Doch auch ein weiterer Punkt wäre für die Remiskönige der Liga angesichts der eigenen Ambitionen und der bislang liegengelassenen Chancen wohl zu wenig. Kurzum: Während es die Berliner dank ihres Punktepolsters im Kampf um ihr offizielles Saisonziel Klassenhalt entspannt angehen lassen können, sollte für die Frankfurter tunlichst ein Dreier her.

Das Personal

Sebastian Rode kehrt bei der Eintracht als wichtiger Stabilisator zurück. Der defensive Mittelfeldspieler, der zuletzt zwei Spiele wegen einer Sehnenreizung verpasste, dürfte Djibril Sow zurück auf die Bank verdrängen. Mit Amin Younes, der nach ausgestandener Corona-Infektion wieder zur Verfügung steht, gibt es zudem eine weitere Alternative im Offensivbereich. Gemeinsam mit Erik Durm, Almamy Touré und Danny da Costa streitet er sich um einen Platz auf der rechten Außenbahn, die durch die Corona-Erkrankung von Aymen Barkok freigeworden ist.

Auch auf Berliner Seite gibt es einen Corona-Rückkehrer: Marius Bülter ist in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen und könnte über Linksaußen stürmen. Zudem meldete sich der angeschlagene Sebastian Griesbeck fit. Ein Fragezeichen steht noch hinter Innenverteidiger Florian Hübner, Sohn von Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Ausfallen werden wohl Keita Endo sowie Anthony Ujah, Christian Gentner, Nico Schlotterbeck und Joel Pohjanpalo.

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Union Eintracht

So könnte Union Berlin spielen: Luthe - Trimmel, Friedrich, Knoche, C. Lenz - Prömel, Andrich - Becker, Ingvartsen - Kruse - Awoniyi

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Union Berlin ist mit Max Kruse, was das spielerische Element angeht, eine Klasse besser geworden. Natürlich müssen wir seine Bewegung ein bisschen einschränken. Verlieren ist verboten, weil Union uns dann wegziehen würde."

Videobeitrag

Video

zum Video Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel bei Union Berlin

Adi Hütter
Ende des Videobeitrags

Urs Fischer: "Natürlich bin ich auch zufrieden, aber ich werde mich darauf nicht ausruhen. Es gilt für mich und alle anderen, das zu bestätigen und wach zu bleiben. Frankfurt ist eine eingespielte Mannschaft mit einer sehr guten Mischung. Da ist eigentlich alles dabei: Geschwindigkeit, Kreativität, Routine, Robustheit. Es wird eine ganz schwere Aufgabe."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei der Eintracht ist die neue, verheißungsvolle Flügelzange Filip Kostic und Aymen Barkok nach nur einem Spiel schon wieder Geschichte. Corona bremst Senkrechtstarter Barkok vorerst aus und zwingt Trainer Hütter zum Umbauen. Eine charmante Lösung wäre es sicherlich, den spielstarken Amin Younes auf den rechten Flügel zu stellen. Fraglich ist nur, ob der Neuzugang nach ebenfalls gerade beendeter zweiwöchiger Corona-Quarantäne schon für einen Platz in der Startelf bereit ist.

Ansonsten dürften die Hessen nach einem Taktik-Wechsel gegen Leipzig wieder zur angestammten Dreier-Abwehrkette und der Doppelspitze André Silva und Bas Dost zurückkehren.

Bei den Eisernen ruhen die Hoffnungen auf Max Kruse. Der Stürmer, der sich im Sommer 2018 gegen eine Offerte aus Frankfurt und für einen Wechsel nach Istanbul entschied, ist seit seiner Rückkehr in die Bundesliga auf Anhieb ein Fixpunkt und eine echte Verstärkung im Spiel der Hauptstädter. Mit vier Toren und fünf Vorlagen liegt Kruse aktuell bei den Scorern auf Rang vier, hinter Thomas Müller, Erling Haaland und Robert Lewandowski.

Die Statistik

Berlin ist aus Sicht der Eintracht immer eine Reise wert. Das liegt nicht nur am triumphalen Pokalsieg 2018 in der Hauptstadt. Zuletzt wurde Hertha BSC im Juni (4:1) und September (3:1) geschlagen, und auch bei Union ist die Bilanz der Frankfurter nahezu makellos: In bislang fünf Pflichtspielen in der Alten Försterei gelangen den Hessen vier Siege und ein Remis. In der vergangenen Saison reichte es zu einem 2:1-Erfolg. Die Torschützen: Bas Dost und André Silva.

Sendung: hr1, heimspiel!, 28.11.20, 15.15 Uhr