Eintracht Köln Enttäuschung

Eintracht Frankfurt schleppt sich in die Winterpause. Beim Tabellenletzten in Paderborn wollen die Hessen einen versöhnlichen Jahresausklang schaffen. Doch Trainer Adi Hütter muss auf wichtige Spieler verzichten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Eintracht-PK vor dem Paderborn-Spiel

Adi Hütter
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Die Frankfurter Eintracht ist im letzten Spiel des Jahres am Sonntag (18 Uhr) bei Paderborn zu Gast. Das Wichtigste zum Spiel.

Die Ausgangslage

Es gibt nichts mehr zu beschönigen bei Eintracht Frankfurt: Die Hessen stecken in der schwersten Krise seit dem Relegationsjahr 2016. Sechs  Bundesligaspiele in Folge konnte die Eintracht nicht gewinnen, bitterer Tiefpunkt in den an Tiefpunkten nicht eben armen letzten Wochen: Das 2:4 gegen den 1. FC Köln nach 2:0-Führung. Ganz klar: Den Hessen geht kurz vor Weihnachten die Puste aus und ganz ordentlich der Stift. Sollte es auch beim Tabellenletzten aus Paderborn eine Pleite geben, muss der Abstiegskampf ausgerufen werden.

Rein numerisch läuft es beim SC Paderborn eigentlich noch schlechter. Die Ostwestfalen sind mit nur neun Pünktchen abgeschlagen Letzter und werden ihrer Rolle als Abstiegskandidat Nummer eins mehr als gerecht. Auch deshalb ist die Stimmung beim SCP ähnlich frostig wie in Frankfurt. Nach der Pleite gegen Gladbach am vergangenen Spieltag zählte Coach Steffen Baumgart seine Spieler sogar öffentlich an. "So ein Fehler hat nichts mit der Liga zu tun. Das liegt auch nicht an mangelnder Erfahrung. Das ist einfach dumm", polterte Baumgart in Richtung seines Außenverteidigerds Jaimu Collins, der vor einem Gegentor den Ball verloren hatte.

Das Personal

Hätte Martin Hinteregger in der 90. Minute des Köln-Spiels an sich gehalten und nicht in Richtung Schiri gemeckert, wäre der Eintracht ein großes Problem erspart geblieben. So aber fehlt den Hessen nach Hintereggers fünfter Gelber Karte die gesamte Stamm-Innenverteidigung, da ja auch Kapitän David Abraham noch gesperrt ist. Die Innenverteidigung werden demnach Almamy Touré und Evan N’Dicka bilden, Simon Falette auf der Bank Platz nehmen.

Unklar ist die Lage hingegen noch bei Goncalo Paciencia und Sebastian Rode, die gegen Köln mit muskulären Problemen vom Platz mussten. "Ich kann noch kein grünes Licht geben", so Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Die Entscheidung, ob sie mitfahren, fällt im Abschlusstraining am Samstag.

So könnte die Eintracht spielen:

Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Paderborn.

So könnte Paderborn spielen: Zingerle - Jans, Kilian, Schonlau, Collins - Gjasula, Sabiri - Pröger, Holtmann - Mamba, Michel

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir treffen auf eine Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie bedingungslos nach vorne spielen, sehr vertikal spielen, schnelle Spieler nach vorne hat und erfrischenden Fußball spielt. Wir wollen eine Reaktion zeigen, uns von unserer besten Seite zeigen und aus Paderborn etwas mitnehmen."

Steffen Baumgart: "Ich habe riesigen Respekt vor der Eintracht. Wir müssen am Sonntag schon alles auf die Platte bringen. Klar sieht es so aus, als würde Frankfurt die Luft ausgehen. Doch das hatte man auch am Mittwoch bei Mönchengladbach gedacht."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Spieler, die sich mutig in den Vordergrund spielen, sucht man bei Eintracht Frankfurt aktuell vergebens. Gegen Paderborn würde es helfen, wenn die Stürmer Bas Dost und André Silva sich daran erinnern würden, was sie eigentlich beruflich machen. Andererseits gilt das zurzeit für alle Frankfurter.

Beim SC Paderborn präsentiert sich aktuell Topscorer Streli Mamba in guter Verfassung, der für die Ostwestfalen bereits fünf Tore erzielt hat. Mamba No. 5, gewissermaßen. Der Mann mit dem wunderbaren Stürmernamen, der dazu auch noch aus der Jugend des Vereins mit dem wunderbaren Namen FTSV Kuchen kommt, ist pfeilschnell und vor dem Tor eiskalt, was er unter anderem gegen Borussia Dortmund unter Beweis stellte, als er beim 3:3-Unentschieden zwei Tore schoss.

Die Statistik des Spiels

Die Eintracht traf in dieser Saison bereits 8-mal nach einer Ecke und damit öfter als jedes andere Team. Acht Treffer nach Ecken sind für die Eintracht schon jetzt ein neuer Saisonrekord (seit Beginn der Datenerfassung 1993). Sechs der letzten sieben Treffer fielen nach Eckbällen, so auch die letzten fünf. Meist ist es Filip Kostic, der den ruhenden Ball erfolgreich in den Strafraum schlägt, bereits fünf Treffer bereitete der Serbe so vor. Dumm nur, dass sein Lieblingsabnehmer Martin Hinteregger gegen Paderborn gelbgesperrt fehlt.