Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt will nach schwachem Saisonstart gegen den FC Augsburg in die Spur finden. Dabei behilflich sein könnten zwei Lichtblicke aus dem Dortmund-Spiel – sowie eine erstaunliche Statistik des FCA-Trainers Markus Weinzierl.

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Audioseite Oliver Glasner: "Wie ein Model, das sich zu dick fühlt"

Olvier Glasner
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Eintracht Frankfurt will im ersten Heimspiel der Saison am Samstag (15.30) gegen den FC Augsburg die ersten drei Punkte der Saison einfahren. Unterstützt werden kann die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner dabei von 25.000 Fans, die ins Stadion dürfen. Wenn denn alle Karten verkauft werden.

Die Ausgangslage

Durchwachsen. Die Eintracht ist im Pokal an Drittligist Waldhof Mannheim gescheitert, hat sich zum Saisonauftakt von Borussia Dortmund auseinandernehmen lassen und steht vor dem zweiten Spieltag relativ ernüchtert da. Zumal die Niederlagen bereits am Selbstvertrauen der Mannschaft gekratzt zu haben scheinen. So berichtete Trainer Oliver Glasner unter der Woche, dass die Spieler nach einem "fantastischen Training" die eigene Leistung eher skeptisch betrachteten und sehr viel weniger gut bewerteten als das Trainerteam. "Es ist wie bei einem schlanken Model, das sich dick fühlt. Wir müssen den Jungs zeigen, dass sie gut sind", so Glasner.

Die Stimmungslage bei den Fuggerstädtern dürfte derweil ähnlich sein. Der FCA hat zum Auftakt eine schmerzhaft deutliche 0:4-Heimpleite gegen Hoffenheim kassiert und hat nun schon an Spieltag zwei ordentlich Druck auf dem Kessel. Klar ist also: Eine Niederlage am Samstag kann sich eigentlich keine der beiden Mannschaften leisten.

Das Personal

Bittere Nummer: Eintracht Frankfurt wird auf unbestimmte Zeit auf Kapitän Sebastian Rode verzichten müssen. Wie der Klub unter der Woche bekanntgab, musste sich Rode nach wochenlangen Knieproblemen einer Arthroskopie unterziehen und ist nun erst einmal unpässlich. Gut möglich auch, dass Amin Younes nicht mehr im Kader auftaucht, um dessen anstehenden Wechsel nach Saudi-Arabien nicht mehr zu gefährden. Ansonsten kann Eintracht-Trainer Oliver Glasner aus dem Vollen schöpfen.

Auf der Gegenseite muss FCA-Coach Markus Weinzierl auf Mittelfeldspieler Tobias Strobl sowie die Stürmer Sergio Cordova und Alfred Finnbogasson verzichten. Auch hinter dem Einsatz von Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw steht wegen Adduktoren-Problemen "ein großes Fragezeichen", so Weinzierl.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht mögliche Aufstellung FCA

So könnte Augsburg spielen: Gikiewicz - Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago - Dorsch - Maier - Hahn, F. Jensen, Vargas - Niederlechner

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Augsburg ist eine robuste Mannschaft mit viel Tempo in der Offensive. Sie werden aus einer kompakten Defensive versuchen, ihre schnellen Spieler einzusetzen. Wir werden nach vorne spielen, mutig und mit Überzeugung."

Markus Weinzier: "Wir wollen uns am Samstag gegen einen guten Gegner weiterentwickelt zeigen. Wir wollen mutig bleiben und werden uns auf keinen Fall verstecken. Denn Mut wird auf lange Sicht belohnt. Es ist wichtig, dass sich die Mannschaft gut positioniert und die Spieler kompakt verteidigen."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

In einer enttäuschenden Partie gegen Borussia Dortmund waren sie die Lichtblicke: Jesper Lindstöm und Jens Petter Hauge. Die beiden offensiven Mittelfeldspieler, beide zur Halbzeit eingewechselt, hatten in der Offensive die ein oder andere gute Aktion, präsentierten sich beweglich und ideenreich, Hauge traf nach einer Ecke sogar noch zum 2:5. Gut möglich, dass sich die beiden Skandinavier gegen den FC Augsburg von Beginn an bewähren dürfen.

Die beiden Königstransfers des FCA waren das neue Mittelfeld-Duo Niklas Dorsch und Arne Maier. Dorsch und Maier bilden auch bei der U21-Nationalmannschaft das Herzstück in der Zentrale und wurden unlängst U21-Europameister. Die Klatsche gegen Hoffenheim konnten auch die beiden Hochbegabten nicht verhindern, ihr Potential ist aber unbestritten. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht ausgerechnet gegen die Eintracht ins Rollen kommen.

Die Statistik des Spiels

Gute Nachrichten für die Eintracht, zumindest wenn man der Statistik glauben darf. FCA-Coach Markus Weinzierl braucht nämlich die ersten beiden Spieltage eigentlich gar nicht zur Arbeit zu erscheinen. Weinzierl holte mit seinen Teams am ersten Spieltag noch nie auch nur einen Punkt (bei 0:14 Toren) und konnte auch am zweiten Spieltag noch nie gewinnen. Insgesamt elfmal saß er am ersten und zweiten Spieltag auf der Bank und holte nur einen einzigen Zähler. Das kann aus hessischer Sicht freilich gerne so bleiben.