Andre Silva und die Eintrachtkollegen sind zumeist nur zweiter Sieger.

Nach zwei Niederlagen zum Bundesliga-Restart muss Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg unbedingt gewinnen. Ansonsten droht den Hessen der Abstiegskampf. Das Wichtigste zum Spiel.

Eintracht Frankfurt empfängt ab am Dienstag (20.30 Uhr) den SC Freiburg zu einem "richtungsweisenden Spiel". Dies sagte Trainer Adi Hütter vor der nächsten Partie ohne Zuschauer des Tabellen-14. Nach fünf Spielen ohne Sieg braucht die Mannschaft dringend einen Erfolg, um nicht weiter in den Abstiegskampf zu rutschen.

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heimspiel vom 25.05.2020
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Die Ausgangslage

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang: Nach dem verpatzten Start in die Restsaison ist nun Crunchtime in Hessen, so viel ist klar. Das scheinen auch die Spieler verstanden zu haben, zumindest äußerte sich Sebastian Rode nach dem 2:5 in München entsprechend: "Jetzt kommen harte Wochen auf uns zu. Wir müssen gut regenerieren, das Positive aus dem Spiel mitnehmen und das Negative aufarbeiten. Ab Dienstag gilt's“. Ähnlich deutlich wurde Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz vor der Partie: "Es ist ein richtungweisendes Spiel. Dass wir in den nächsten Spielen punkten müssen, ist uns bewusst. Wir haben die Qualität, uns aus dieser sehr prekären Situation herauszuarbeiten"

Diese gilt es nun aber auch zu zeigen, ansonsten drohen Erinnerungen wachzuwerden an die Saison 2010/11, in der auch lange niemand bei den Hessen wahrhaben wollte, was die Stunde geschlagen hatte. Nach dem Freiburg-Spiel geht es nach Wolfsburg, anschließend findet das Nachholspiel gegen Werder Bremen statt, die sieben Punkte hinter den Hessen auf dem ersten direkten Abstiegsplatz stehen. Man kann Rode also nur zustimmen: Jetzt gilt's. Und hinzufügen: Sonst brennt's.

Das Personal

"Außer Goncalo Paciencia sind alle Spieler im Training gewesen und fit für das Spiel", so Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Entsprechend ist auch Kapitän David Abraham wieder mit von der Partie, der gegen die Bayern noch mit Rückenproblemen aussetzen musste. Fast volle Kapelle also bei den Hessen, immerhin etwas.

Anders gestaltet sich die Lage bei Hütters Gegenüber Christian Streich, der womöglich auf die beiden Leistungsträger Luca Waldschmidt (Sprunggelenk) und Robin Koch (gestauchter Rücken) verzichten muss. Ebenfalls unsicher ist, ob Janik Haberer und Yannik Keitel mitwirken können.

So könnte Eintracht Frankfurt spielen:

Mögliche SGE-Aufstellung

So könnte der SC Freiburg spielen: Schwolow - Schmid, R. Koch, Gulde, Günter - Haberer, Höfler - Sallai, Grifo - Höler - Petersen

Das sagen die Trainer

Hütter: "Freiburg hat gerade gegen Leipzig ein sehr gutes Spiel gemacht. Sie sind sehr laufstark und taktisch diszipliniert. Die Niederlage gegen Bremen hat mich daher etwas überrascht. Trotzdem können sie recht beruhigt aufspielen und werden uns fordern."

Streich: "Wir müssen in Frankfurt flexibel sein und von unserer eigenen Taktik ausgehen. Wir haben sie beobachtet - aber das hatten wir Bremen auch. Am Ende müssen wir ein Tor mehr erzielen als sie, das ist das Ziel. Alle müssen eine ordentliche Leistung bringen, dann haben wir eine gute Chance."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei der Eintracht könnte es gut sein, dass Hütter Makoto Hasebe mal wieder von Beginn an ranlässt, um dem Team mehr spielerische Klasse zuzuführen – vielleicht im Zuge einer Rückkehr zur Dreierkette, die Hütter als "Option" bezeichnete. Ebenso wird es interessant sein zu sehen, ob er André Silva und Bas Dost möglicherweise in einer Doppelspitze aufbietet. Als einzige Spitze befanden sich sowohl Dost gegen Gladbach als auch Silva gegen München auf ziemlich verlorenem Posten.

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In der Freiburger Offensive konzentriert sich vor allem im Falle eines Waldschmidt-Ausfalls alles auf Nils Petersen, der mit acht Treffern Freiburger Toptorschütze ist, wenngleich er bereits seit neun Spielen nicht mehr getroffen hat. Das muss allerdings gerade gegen die Eintracht nichts heißen, schließlich sind die Hessen Petersens absoluter Lieblingsgegner. In der Bundesliga traf Petersen gegen kein Team öfter als gegen die Eintracht (sechsmal), 2015 erzielte er gegen die Hessen sogar den einzigen lupenreinen Hattrick der Freiburger Ligageschichte.

Die Statistik zum Spiel

Kleiner statistischer Mutmacher für alle, die es mit der Eintracht halten: Der SC Freiburg verlor in der Rückrunde fünf Spiele, davon vier gegen Teams, die im Tabellenkeller stehen (Paderborn, Düsseldorf und Bremen) oder zum Zeitpunkt der Partie im Tabellenkeller standen (Köln). Aufbauhilfe aus dem Breisgau also, die man angesichts der aktuellen Tabellensituation auch gerne in Frankfurt in Anspruch nehen würde.