Eintracht-Kapitän David Abraham musste gegen Borussia Mönchengladbach viele Zweikämpfe (hier gegen Torschütze Alassane Plea) bestreiten.

Zum Re-Start der Bundesliga empfängt Eintracht Frankfurt Borussia Mönchengladbach. Die schlechte Nachricht: Die Eintracht weiß nicht, wo sie steht. Die gute: Gladbach auch nicht. Das Wichtigste zum Spiel.

Die Ausgangslage

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Eintracht vor dem Geisterspiel-Neustart gegen Gladbach

Imago Hütter
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Tja, wenn man das wüsste. Rein tabellarisch empfängt am Samstag der Tabellen-Zwölfte den Tabellen-Vierten, aber sehr viel mehr kann man über die Ausgangslage nicht sagen. Denn zwischen dem letzten Bundesligaspieltag und der kommenden Partie liegen eine weltweite Virus-Pandemie, zwei Monate Saisonunterbrechung, wochenlanges Berufsverbot, dann der schrittweise Einstieg ins Kleinstgruppentraining, zehn Tage Mannschaftstraining und zu guter Letzt eine Woche Hotel-Quarantäne.

Normal ist anders, klar, immerhin kann man Eintracht-Trainer Adi Hütter beipflichten, der auf der Online-Presskonferenz am Freitag sagte: "Alle haben die gleichen Chancen und Risiken." Und das war's dann aber auch an Einordnung. Weswegen der Autor dieser Zeilen an dieser Stelle mit einem freundlichen Achselzucken verbleibt.

Das Personal

Bei der Eintracht drückt vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Schuh im Angriff. "Ausfallen wird zu hundert Prozent Gonçalo Paciência, der sich vor zehn Tagen eine Muskelverletzung zugezogen hat. Er hofft, dass er in zwei bis vier Wochen wieder im Mannschaftstraining sein kann", so Hütter. Ebenfalls fehlen wird Marco Russ mit leichten Problemen an der Ferse. Der zuletzt ebenfalls angeschlagene Sebastian Rode ist hingegen fit. "Rode ist wieder im Mannschaftstraining und eine Option", so Hütter.

Bei den Gästen aus Gladbach fehlt mit Denis Zakaria "ein Schlüsselspieler", so Hütter. Ebenfalls passen muss Fabian Johnson mit muskulären Problemen, ansonsten kann Trainer Marco Rose mit voller Kapelle anreisen.

So könnte die Eintracht spielen:

Aufstellung Eintracht Gladbach

So könnte Mönchengladbach spielen: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini - Strobl, Neuhaus - Embolo - Herrmann, Plea, Thuram

Das sagen die Trainer

Hütter: "Borussia Mönchengladbach ist eine technisch gute Mannschaft, die auf schnelles Umschaltspiel und eine hohe Intensität setzt. Mit Zakaria fehlt ihnen natürlich ein absoluter Schlüsselspieler. Aber ansonsten haben sie viele Möglichkeiten - gerade im Angriff."

Rose: "Die Eintracht ist immer gut aus den Startlöchern gekommen nach einer Pause. Sie ist gut organisiert, spielt mit viel Wucht und spielt sehr gefährlich über die Flügel. Da kommt ein Stück Arbeit auf uns zu. Wir wollen unseren Plan auf den Platz bringen, trotzdem schauen wir natürlich, was der Gegner anbietet."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Nach dem Ausfall von Paciencia wird es bei Eintracht Frankfurt stark darauf ankommen, wie die verbliebenen Stürmer Bas Dost und Andre Silva in Form sind. Ansonsten könnten die Geisterspiele auch in dieser Hinsicht die ein oder andere Überraschung bieten. "Es wird sich herauskristallisieren, dass Spieler in eine Rolle kommen, die wir so nicht erwartet haben. Es gibt Spieler, auch in der Bundesliga, die mit dem Druck im Stadion manchmal größere Probleme haben als unter der Woche im Training", so Hütter. Jetzt schlägt sie also endlich, die Stunde der Trainingsweltmeister.

Die Statistik des Spiels

Und täglich grüßt das Murmeltier: Nach zwölf Bundesliga-Heimspielen in der laufenden Saison steht die Eintracht bei sechs Siegen, drei Unentschieden, drei Niederlagen, 27 Toren und 16 Gegentoren. Und das ist exakt dieselbe Zwischenbilanz wie in der vergangenen Saison. Entsprechend stellt das Spiel gegen Gladbach eine gute Möglichkeit dar, aus diesem Trott auszubrechen. Ein 5:0-Sieg sollte reichen.

Weitere Informationen

Eine Erinnerung an glorreiche Zeiten

Vor 60 Jahren stand die Eintracht im Finale des Europapokal der Landesmeister. Über das Jahrhundertspiel gegen Real Madrid hat der HR eine Doku gemacht. Zu sehen in der ARD-Mediathek oder am Samstag ab 17.15 Uhr im hr-fernsehen.

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