Silva Jovic

Eintracht Frankfurt will mit einem Sieg gegen Köln auch den Februar vergolden - und in einer ganz besonderen Statistik mit den Kölnern gleichziehen. Das Wichtigste zum Spiel.

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Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Eintracht Frankfurt empfängt im heimischen Stadtwald das Kellerkind aus Köln (Sonntag, 15.30 Uhr) und will mit einem Sieg den Champions-League-Rang festigen.

Die Ausgangslage

Vor knapp sechs Wochen, nach dem Eintracht-Sieg gegen Leverkusen, schrieben wir an dieser Stelle von den großartigen Perspektiven, die die Eintracht Frankfurt im Januar schaffen könnte. Leichtere Gegner aus der unteren Tabellenhälfte stünden an, die Eintracht könne bei entsprechenden Ergebnissen dann doch noch in Richtung Europacupplätze linsen. Sechs Wochen später ist klar: Das hat geklappt, die Hessen haben sich den Januar vergoldet. Und den halben Februar gleich mit. Seit neun Spielen ist die Eintracht ungeschlagen, eine fast schon unglaubliche Siegesserie hat die Hessen bis auf Platz vier gespült.

Mit dem 1. FC Köln kommt nun vorerst der letzte Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, dieser allerdings mit Rückenwind. So konnten die Kölner drei der letzten vier Spiele gewinnen, darunter das für die Fanseele so wichtige Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Anschließend wird das Programm der Eintracht knackiger, zuvorderst mit dem Spiel gegen die Bayern. Dennoch: Die Hessen haben es in der Hand, auch den Februar komplett zu vergolden.

Das Personal

Eintracht-Coach Adi Hütter geht mit voller Kapelle ins Spiel gegen die Kölner. Unter der Woche trainierten zwar Keeper Kevin Trapp, Ragnar Ache und Aymen Barkok teils individuell, ein Einsatz ist aber nicht in Gefahr. Auch Barkok, der in Hoffenheim wegen Rückenproblemen passen musste, dürfte laut Sportdirektor Bruno Hübner "wieder eine Option" sein.

So könnte die Eintracht spielen:

Die mögliche SGE-Aufstellung

Sein Gegenüber Markus Gisdol muss auf den langzeitverletzten Florian Kainz (Knie-OP) und Mittelstürmer Sebastian Andersson (Knieprobleme) verzichten, ebenfalls passen muss Abwehrchef Sebastian Bornauw mit Rückenproblemen. Ansonsten kann auch Gisdol aus dem Vollen schöpfen.

So könnte Köln spielen: Horn - Cestic, Mere, Czichos - Schmitz, Skhiri, Özcan, Jakobs - Duda, Rexhbecaj - Dennis

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Das letzte Heimspiel gegen den 1. FC Köln war eine der bittersten Niederlagen, seit ich hier bin. Am Ende geht es um das Abschneiden in der Liga, auch wenn es mich persönlich freuen würde, erstmals gegen Köln zu gewinnen. Ich habe der Mannschaft gestern gesagt, dass mich ihr Auftreten in den vergangenen Wochen freut. Natürlich würde ich mir auch am Sonntag einen Sieg wünschen."

Markus Gisdol: "Frankfurt ist mittlerweile eine Mannschaft, die mit herausragenden Spielern bestückt ist. Man weiß aber nicht, wer am Wochenende herausragen wird, weil sie in einer tollen Gesamtverfassung sind. Ihre körperliche Stärke ist oft der Schlüssel für die Frankfurter. Ihr starke Offensive beginnt mit einer guten Zweikampfführung und gutem Umschaltspiel. Wir brauchen eine geschlossene Mannschaftsleistung gegen sie."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Silvic? Jova? Noch haben André Silva und Luka Jovic noch keinen gemeinsamen Spitznamen, das Potential, ein außergewöhnliches Sturmduo zu sein, haben sie aber in jedem Fall. Silva ist in der Form seines Lebens und schießt Tor um Tor, und was Jovic kann, wissen in Frankfurt sowieso alle. Das Luxusproblem, das Hütter hat, ist das gut funktionierende Spielsystem mit Doppelzehn hinter einer einzelnen Spitze, das bislang verhinderte, dass Hütter Silva und Jovic mal gemeinsam bringt. Gegen Köln könnte es aber nun so weit sein – und Silvic / Jova sein Debüt feiern.

Topscorer und der Mann für die Ideen bei den Kölnern ist Spielmacher Ondrej Duda. Der Pole ist Spielgestalter der alten Schule, was auch bedeutet, dass er an schlechten Tagen eher desinteressiert seiner Fußballarbeit nachgeht. Küsst ihn aber die Muse, kann er den Unterschied machen. Vier Vorlagen und zwei Tore sind seine bisherige Ausbeute.

Die Statistik zum Spiel

Geschichte wird gemacht. Also vielleicht. Denn sollte Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Köln gewinnen, zögen die Hessen nach Gesamt-Bundesligasiegen mit den Kölnern gleich. Bislang haben die Domstädter in ihrer langen, langen Bundesligageschichte nämlich 644 Siege eingefahren, die Eintracht in ihrer langen, langen Bundesligageschichte derer 643. Übrigens: Es ist das 90. Aufeinandertreffen der beiden Klubs in der Bundesliga und das 100. Pflichtspiel-Duell insgesamt. Ein schönes Jubiläum, um zu den Kölnern aufzuschließen.