Imago Eintracht Hoffenheim

Eintracht Frankfurt empfängt den Spitzenreiter aus Leipzig. Die Sachsen kommen als Favorit, Hoffnung macht den Hessen aber das neue Spielsystem - und die eindeutige Statistik.

Die Ausgangslage

Nach dem Rückrunden-Auftaktsieg der Hessen in Hoffenheim ist der allergrößte Druck erst einmal vom Kessel. Das neue System mit Viererkette wirkte stabil, die Ausfälle konnten in Sinsheim kompensiert werden, ein kompletter Fehlstart scheint vorerst abgewendet, auch wenn der Abstand auf den Relegationsrang nach wie vor überschaubare vier Punkte beträgt. Trotzdem können die Hessen mit Rückenwind in die kommenden Wochen gehen, in denen es Brause satt im Stadtwald geben wird. In den vier Wochen nach dem Ligaspiel gegen RasenBallsport Leipzig empfängt die Eintracht die Sachsen noch im Pokal sowie den österreichischen Red-Bull-Ableger aus Salzburg im Europacup. Na dann, Prost.

Bei RB stehen die Zeichen derweil auf Meisterschaft. Der Vorsprung vor den Bayern beträgt vier Punkte, in den vergangenen neun Partien hat RB je mindestens drei Tore geschossen, was neuer Bundesligarekord ist, und ganz generell deutet bei den formstarken Sachsen wenig darauf hin, dass sie nachlassen. Mehr noch: Mit Spaniens Offensiv-Ausnahmetalent Dani Olmo hat der Tabellenführer im Winter sogar nochmal nachgelegt. Wer hat, der kann.

Das Personal

Entwarnung gibt es bei Sebastian Rode. Der Frankfurter Mittelfeldmotor musste am Dienstag nach einem Schlag aufs Knie das Training abbrechen, gab aber bereits einen Tag später Entwarnung und wird mitwirken können. Gute Nachrichten gibt es auch von Daichi Kamada, der sich nach seinem Bänderriss bereits wieder im Aufbautraining befindet. "Er wird ein Thema im Kader sein", verkündete Hütter am Freitag ein wenig überraschend. Die Verantwortlichen hatten befürchtet, dass der Japaner länger ausfällt.

So könnte die Eintracht spielen:

So könnte Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig auflaufen.

So könnte Leipzig spielen: Gulacsi - Mukiele, Klostermann, Upamecano, Halstenberg - Adams, Laimer - Sabitzer, Nkunku - Schick, Werner

Das sagen die Trainer:

Adi Hütter: "Leipzig hat viele Spieler, die jederzeit in der Lage sind, Tore zu erzielen. Sie haben viele Qualitäten. RB ist die Mannschaft der Stunde. Wir dürfen nicht nur ans Verteidigen denken, sondern müssen nach vorne schnell umschalten nach Ballgewinn. Leipzig ist Favorit, aber wir haben sicherlich unsere Chancen."

Julian Nagelsmann: "Frankfurt hat ein gutes Team, das nach den letztjährigen Abgängen seinen Spielstil ein wenig geändert hat. Zudem haben sie ja noch einen Büffel vorne drin und guten Ersatz bekommen. Sie spielen leidenschaftlichen Fußball und haben einen Coach mit Ideen. Wir müssen auf ein gewisses Emotionalitätsniveau kommen: Bereitschaft, Gier, positives Eklig-sein – auch mal kratzen und beißen. Diese Tugenden müssen auf ein gleiches Level kommen wie bei der Eintracht."

Auf diese Spieler gilt es zu achten:

Interessant aus Frankfurter Sicht wird sein, ob etwa Mijat Gacinovic an seine starke Leistung aus dem Hoffenheim-Spiel anknüpfen kann. Der Serbe hatte gegen die TSG das Führungstor zum 1:0 vorbereitet und auch abseits davon viele gute Aktionen. Gut möglich, dass er von Hütter die Gelegenheit bekommt, gegen die Sachsen nachzulegen. Ähnliches gilt auch für Aushilfs-Rechtsaußen Timothy Chandler, der seine Sache in Sinsheim ebenfalls gut machte und sogar den Siegtreffer erzielte. Auch wenn klar ist, dass die Gegenwehr der form- und defensivstarken Sachsen eine andere sein wird.

Auf Seiten der Leipziger tut sich - nach wie vor - Timo Werner hervor. Der Nationalstürmer hat in 18 Ligaspielen bereits 20 Mal genetzt und ist mit Bayerns Robert Lewandowski in der Torschützenliste gleichgezogen. Nicht wesentlich formschwächer präsentiert sich aktuell Marcel Sabitzer. Der Rechtsaußen traf siebenmal selbst und legte zudem noch sechs Tore auf.

Die Statistik zum Spiel

Wenn etwas Mut macht gegen die Sachsen, die aktuell die gesamte Liga zusammenschießen, dann der Blick in die Statistik. In der Paarung Frankfurt gegen Leipzig gab es seit Aufstieg der Brausetruppe 2016 noch keinen einzigen Auswärtssieg. Viermal gewann die Heimmannschaft, dreimal wurden die Punkte geteilt. Bei der Eintracht hätte sicherlich niemand etwas dagegen, wenn sich diese Serie noch ein wenig fortsetzen würde.