Filip Kostic

Gegen den VfB Stuttgart will Eintracht Frankfurt den Fokus endlich wieder aufs Sportliche legen und die ersten drei Punkte der Saison holen. Ein Neuzugang wird wohl direkt auflaufen, die Statistik verspricht Spektakel. Das Wichtigste zum Spiel.

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zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Stuttgart

Oliver Glasner
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Am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga bekommt Eintracht Frankfurt Besuch aus Schwaben: Der VfB Stuttgart kommt am Sonntag (15.30 Uhr) in die Frankfurter Arena.

Die Ausgangslage

Ach guck, Fußball wird ja auch noch gespielt. Nach diversen Kostic-Nebenschauplätzen und lodernden Younes-Brandherden wird man bei Eintracht Frankfurt froh sein, dass endlich das nächste Fußballspiel ansteht und man sich aufs Wesentliche konzentrieren kann. Und das ist auch bitter nötig, denn der Saisonstart der Eintracht verlief alles andere als geschmeidig, mit zwei Punkten aus drei Spielen steht man aktuell im Niemandsland der Tabelle. Ein Sieg ist also Pflicht, damit im und um den Verein mal ein wenig Ruhe einkehrt.

Immerhin: Dem VfB Stuttgart geht es ähnlich. Dem furiosen 5:1-Auftaktsieg der Schwaben gegen Fürth folgten nämlich zwei ernüchternde Auftritte (0:4 gegen Leipzig, 2:3 gegen Freiburg). Die Stuttgarter Mannschaft ist jung, spannend und verfügt über viel Potential. Wie weit sie ist, ist nach den durchwachsenen Ergebnissen zum Auftakt allerdings schwer zu sagen. Zwischen krachender Niederlage und Spektakel scheint beim VfB alles drin zu sein.

Das Personal

Eintracht-Trainer Oliver Glasner kann mit Ausnahme des verletzten Kapitäns Sebastian Rode aus dem Vollen schöpfen. Auch Linksaußen Filip Kostic wird wahrscheinlich wieder im Kader stehen.

Beim VfB hat Trainer Pellegrino Matarazzo ein ordentliches Lazarett zu verwalten. Insbesondere die längerfristigen Ausfälle der Offensivkräfte Sasa Kalajdzic und Silas Mvumpa schmerzen, aber auch Lilian Egloff, Naouirou Ahamada, Chris Führich, Momo Cisse und Mohamed Sankoh fallen aus.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche SGE-Aufstellung gegen Stuttgart

So könnte der VfB spielen: F. Müller - Mavropanos, Anton, Kempf - W. Endo, Sosa - Massimo, Karazor - P. Förster, Klimowicz - Al Ghaddioui

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Ich finde, Stuttgart ist eine sehr spannende Mannschaft, die extrem viel Tempo in ihren Reihen hat. Das wird eine richtige Herausforderung. Sie spielen sehr offensiv, bieten aber auch Räume, die wir ausnutzen wollen."

Pellegrino Matarazzo: "Oliver Glasner hat in Wolfsburg hervorragende Arbeit geleistet. In Frankfurt sieht man schon die Ansätze, in welche Richtung es gehen soll. Frankfurt sprintet viel, bestreitet viele Zweikämpfe und steht kompakt. Ich erwarte ein energiegeladenes Spiel."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

In Frankfurt ist er erst seit ein paar Tagen, im Training muss er sich noch an die Abläufe gewöhnen, und doch ruhen die Frankfurter Hoffnungen schon auf Sam Lammers. Der Mittelstürmer könnte das fehlende Stoßstürmer-Puzzleteil in der Eintracht-Offensive sein, ist trickreich, technisch stark und hat in der Vergangenheit schon bewiesen, dass er durchaus weiß, wo das Tor steht (19 Tore für Heerenveen 2018/19). Lammers wird seine Zeit brauchen, um in Frankfurt und im komplexen Spielsystem von Glasner anzukommen, spielen wird er gegen Stuttgart aber wahrscheinlich trotzdem. Und es muss ja nicht das Schlechteste sein, direkt ins kalte Wasser geworfen zu werden. Da braucht man in Frankfurt nur Martin Fenin zu fragen.

Was der Eintracht ihr Kostic, ist dem VfB ihr Borna Sosa. Und das nicht, weil Sosa etwa ebenfalls gestreikt hat, sondern weil der kroatische Linksverteidiger ähnlich erfolgreich Flanken in den Sechzehner schlägt wie Frankfurts Serbe. In der letzten Saison assistierte Sosa zehnmal, in dieser Saison sind es bereits drei Assists in drei Spielen. Wie heißt es in Hessen so schön: Uffbasse.

Die Statistik des Spiels

So oder so: Langweilig wird es am Sonntag im Frankfurter Stadtwald nicht. Gegen keinen anderen Klub erzielte Eintracht Frankfurt in seiner Bundesliga-Historie so viele Tore wie gegen den VfB (163), andersherum ist es allerdings genauso: Nur gegen die Hessen traf Stuttgart 176-mal. In den letzten 38 Duellen beider Vereine in der Eliteklasse fielen immer Tore, die letzte Nullnummer gab es im März 1994 in Frankfurt. Also: Anschnallen, bitte.