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Es gilt für Eintracht Frankfurt. Mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg können die Hessen den Traum von der Champions League noch konkreter werden lassen. Martin Hinteregger muss leider passen, André Silva schraubt derweil an einem Rekord.

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zum Video Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Spiel gegen Wolfsburg

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Die Ausgangslage

Es ist absolute Crunchtime bei den Hessen. Nach dem Sieg in Dortmund hat die Eintracht sieben Punkte Vorsprung auf die beiden Verfolger aus Dortmund und Leverkusen, sieben Spieltage vor Saisonende stehen die Zeichen auf erstmaliger Qualifikation der Eintracht für die Champions League. Entsprechend selbstbewusst gab sich Trainer Adi Hütter vor der Partie: "Wir wissen, wo die Reise hingeht, in Richtung Champions League. Wir haben die Chance, mit einem Sieg einen Punkt an Wolfsburg heranzurücken. Das ist das klare Ziel."

Problem dabei: Der VfL spielt selbst eine herausragende Runde, steht mit noch einmal vier Zählern mehr als die Hessen auf Platz drei, hat in der Rückrunde erst drei Gegentore bekommen und marschiert seinerseits stramm gen Champions League. "Mit einem Sieg sind sie ziemlich sicher qualifiziert", so Hütter. Crunchtime ist eben auch in Niedersachsen.

Das Personal

Bitter für die Hessen: Martin Hinteregger fehlt auch gegen Wolfsburg, seine Faszienverletzung ist zwar fast ausgestanden, er soll aber erst nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. Ersatzweise wird sich der zuletzt bravouröse Stefan Ilsanker in die Zweikämpfe mit Wout Weghorst werfen. Amin Younes, der in Dortmund zur Halbzeit mit Adduktorenproblemen ausgewechselt wurde, kann mittun.

Auf der Gegenseite muss Oliver Glasner auf seinen Kapitän Joshua Guilavogui verzichten, der sich im Training an den Adduktoren verletzte. Auch Admir Mehmedi und Renato Steffen stehen nicht zur Verfügung, ebenso der rotgesperrte Paulo Otavio.

So könnte die Eintracht spielen:

Die Aufstellung der Eintracht in Dortmund

So könnte Wolfsburg spielen: Casteels - Mbabu, Lacroix, Brooks, Roussillon - Schlager, Arnold - Baku, Gerhardt, Brekalo - Weghorst

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Der VfL Wolfsburg ist sehr unangenehm, sehr diszipliniert, defensiv stark. Sie spielen schnellen Fußball in beide Richtungen, haben erst drei Gegentore in der Rückrunde bekommen. Mit einem Sieg könnten wir an Wolfsburg heranrücken. Wir möchten unsere Position verteidigen. Jeder hat das Ziel im Kopf und ist hochmotiviert."

Oliver Glasner: "Frankfurt ist eine sehr organisierte Mannschaft, die zudem sehr robust ist und viel Qualität hat. Mit Jovic sind sie noch weniger ausrechenbar. Kostic ist in absoluter Topform, Younes hat sehr gut reingefunden und über Silva müssen wir gar nicht sprechen. Dazu kommt auch noch Kamada. Das sind viele Spieler in der Offensive, die individuell sehr, sehr gut sind."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Um gegen den VfL Wolfsburg zu bestehen, muss es bei der Eintracht am Samstag hinten und vorne passen. Hinten in Person von Ilsanker, der gegen VfL-Toptorschützen Weghorst (17 Treffer) gerne da weitermachen darf, wo er gegen BVB-Wunderkind Erling Haaland aufgehört hat. Vor allem aber vorne, wo André Silva und Co. vor der Aufgabe stehen, Tore gegen eine Defensive zu erzielen, die in der Rückrunde überhaupt erst drei Gegentore bekommen und insgesamt schon 13 Mal zu Null gespielt hat. Silva hat übrigens noch sieben Spiele Zeit, um vier Tore zu schießen und mit Bernd Hölzenbein als Eintrachtler mit den meisten Saisontoren gleichzuziehen. Er kann gegen Wolfsburg gerne damit anfangen.

Spannend wird auch das Duell auf der Wolfsburger rechten Seite: Dort ist Rechtsaußen Ridle Baku in die internationale Klasse gesprintet, der Neuzugang aus Mainz kommt auf bereits fünf Tore und vier Assists und dürfte demnächst ernsthafter Kandidat für die Nationalelf werden. Auf seiner Seite trifft er auf Filip Kostic, seinerseits ein absoluter Klassespieler, der am Samstag allerdings nicht den Fehler machen darf, Baku zu viele Freiräume zu lassen.

Die Statistik des Spiels

Ganz egal, wie das Spiel ausgeht: Freunde des kernig geführten Zweikampfes werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Schließlich gastiert mit dem VfL Wolfsburg die Mannschaft mit den meisten geführten Zweikämpfen (6232) bei der Mannschaft mit den drittmeisten geführten Zweikämpfen (6029). Ein guter Rat an alle Beteiligten: Die Schienbeinschoner nicht vergessen.