Abraham und Rode im Kopfball-Duell mit Gondorf

Mit einem Auswärtsspiel beim SC Freiburg beschließt Eintracht Frankfurt den elften Bundesliga-Spieltag. Wir verraten Ihnen, was Sie über Ausgangslage, Personal und Statistik wissen müssen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt trifft auf den SC Freiburg

Eintracht-Trainer Adi Hütter hatte in Lüttich Grund zur Wut.
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Innerhalb von nur 72 Stunden muss Eintracht Frankfurt den Schalter von Europa League auf Bundesliga umschalten, die Last-Minute-Niederlage von Lüttich abhaken und sich auf die Aufgabe beim SC Freiburg (Sonntag, 18 Uhr) einstimmen. Im Anschluss geht es in eine knapp zweiwöchige Länderspielpause.

Die Ausgangslage

Die Eintracht reist mit dem Knacks der 1:2-Niederlage in der Europa League bei Standard Lüttich über Frankfurt in den Breisgau. Während auf internationaler Ebene nun das große Rechnen und das Bangen um den Einzug in die K.o.-Phase beginnt, ist die Lage in der Liga nach wie vor gut. Die Hessen gehen als Tabellensiebter in diesen elften Spieltag, der Rückstand auf die verschiedenen Europacup-Ränge beträgt nach den Partien am Samstag gerade einmal zwei Punkte. Mit einem Sieg würde die Eintracht auf Rang vier springen. Und nicht zu vergessen: Am Wochenende gab es ja das alle Maßen sprengende 5:1 gegen den FC Bayern.

Punktgleich mit genau diesem FC Bayern ist der SC Freiburg, den die Eintracht mit einem Sieg allerdings überholen könnte. Das Problem aus hessischer Sicht: Gleich zwei Dinge sprechen dagegen. Zum einen spielt der Sport-Club eine bislang außergewöhnliche Saison, zum anderen konnte Frankfurt in dieser Runde noch nie nach einem Europapokalspiel gewinnen.

Das Personal

Man braucht kein Mathematik-Studium, um die Wahrscheinlichkeit für die eine oder andere Rotation in der Frankfurter Startelf vorausahnen zu können. Auf die Eintracht wartet immerhin das sechste Spiel innerhalb von nur 18 Tagen. Gerade nach dem Auftritt in Belgien am Donnerstagabend gebe es einige Blessuren, wie Trainer Adi Hütter sagte. Bis Sonntag sollen aber "wieder alle Mann an Bord" sein.

Beim SC wird der zuletzt angeschlagene Nationalspieler Luca Waldschmidt in den Kader zurückkehren. Der Ex-Frankfurter hat seine Fußverletzung soweit auskuriert. "Er war länger in Behandlung und es sieht ganz gut aus. Er hat mit der Mannschaft trainiert", sagte Trainer Christian Streich.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche SGE-Aufstellung gegen Freiburg

So könnte Freiburg spielen: Flekken - N. Schlotterbeck, Lienhart, Heintz - Schmid, Frantz, R. Koch, Günter - Sallai, Grifo - Petersen

Das sagen die Trainer

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): "Freiburg hat vielleicht den besten Saisonstart seiner Geschichte hingelegt. Sie spielen sehr guten Fußball, sind sehr variabel, agieren wahlweise mit Dreier- oder Viererkette. Sie werden uns intensiv analysiert haben. Grundsätzlich spielen sie aggressiven Fußball nach vorne. Dem müssen wir einerseits Lauf- und Zweikampfbereitschaft entgegensetzen, und trotzdem unsere eigenen Offensivqualitäten durchbringen."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Freiburg macht vieles richtig"

Adi Hütter
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Christian Streich (SC Freiburg): "Es ist bemerkenswert und außergewöhnlich, was Frankfurt leistet. Wir haben bisher eine gute Haltung an den Tag gelegt. Dass müssen wir aber auch, sonst würden wir nicht in der Bundesliga spielen. Wir haben eine gute Stimmung im Team, aber für Euphorie gibt es keinen Grund."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Filip Kostic hangelt sich derzeit von Spitzenleistung zu Spitzenleistung. Auch beim 5:1 gegen Rekordmeister München war er der überragende Mann: ein Tor selbst erzielt, zwei weitere vorbereitet und somit zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Laufbahn drei Scorer-Punkte gesammelt. In Lüttich sorgte er nun durch einen direkt verwandelten Freistoß für ein Frankfurter Tor, das für die Eintracht in der Endabrechnung der Gruppenphase noch richtig wichtig werden könnte.

Aufseiten des Sport-Clubs ist Angreifer und Edel-Joker Nils Petersen auf Rekordjagd. 81 Pflichtspieltore hat er bislang für Freiburg erzielt, zwei fehlen ihm noch, um mit Rekordtorschütze Joachim Löw gleichzuziehen.

Die Statistik des Spiels

Gegen die Eintracht ist der SC Freiburg seit mittlerweile vier Spielen ohne Sieg. In der vergangenen Saison gewann Frankfurt beide Partien, in der Spielzeit davor endeten die Duelle jeweils mit einem Unentschieden. Dass die Hessen gegen den Sport-Club letztmals als Verlierer vom Platz gingen, ist rund zweieinhalb Jahre her: Im März 2017 gewannen die Breisgauer bei der Eintracht mit 2:1.

Der bis heute letzte Freiburger Heimsieg ist sogar noch länger her und geht auf den 1. Oktober 2016 zurück. Kurios: Trotz dieser Durstrecke ist die Eintracht Lieblingsgegner Nummer zwei der Streich-Elf. Nur gegen Schalke feierte sie mehr Siege (14) als gegen Frankfurt (zwölf).