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Eintracht Frankfurt braucht einen Sieg, um die klitzekleine Chance auf Europa zu wahren. Auf der Gegenseite haben die Kölner zumindest rechnerisch den Klassenerhalt noch nicht sicher. Das Wichtigste zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die komplette Eintracht-PK vor dem Spiel in Kölo

Hütter PK Mainz
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Am vorletzten Spieltag der Bundesliga-Saison muss Eintracht Frankfurt am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln antreten. Während die Eintracht in den vergangenen Spielen reichlich gepunktet hat, sind die Kölner seit dem Re-Start noch sieglos.

Die Ausgangslage

Die Frankfurter schielen nach dem 2:1-Sieg gegen Schalke unter der Woche noch ein ganz klein wenig auf Platz sieben, der zur Europa-League-Quali berechtigt. Voraussetzung dafür sind jedoch sechs Punkte aus den verbleibenden zwei Spielen - und zahlreiche Patzer der versammelten Konkurrenz. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden in Köln wäre der Traum von Europa also schon vor dem letzten Spieltag ausgeträumt.

Bei den Gastgebern gibt es ebenfalls ein eher theoretisches Szenario: Abstiegsangst. Durch den späten Ausgleichstreffer von Fortuna Düsseldorf in Leipzig am vergangenen Spieltag beträgt der Abstand der Kölner auf Relegationsplatz 16 sechs Punkte, hinzu kommt ein deutlich besseres Torverhältnis. Der FC kann und will am Samstag also Klarheit im Keller schaffen, die Eintracht die Chance auf Europa am Leben erhalten - ein Duell der minimalen Möglichkeiten.

Das Personal

Die Eintracht muss auf einen ihrer besten Spieler der vergangenen Wochen verzichten: Daichi Kamada fehlt gelbgesperrt. Ersetzen könnte ihn Mijat Gacinovic. Neben André Silva, bester Bundesliga-Torschütze nach der Corona-Pause, könnte auch Bas Dost mal wieder eine Chance von Beginn an erhalten. Goncalo Paciencia fehlt der Eintracht weiterhin. Im Tor, das verkündete Trainer Hütter schon vorab, wird übrigens Frederik Rönnow statt Kevin Trapp stehen. "Ich habe mit Kevin gesprochen. Wir sind der Meinung, dass sich Freddy das verdient hat", so Hütter.

So könnte die Eintracht spielen:

So könnte die Eintracht in Köln spielen.

Beim 1. FC Köln kann man es kurz machen: Trainer Gisdol hat bis auf Stürmer Simon Terodde, den weiter Knieprobleme plagen, alle Spieler beisammen und kann aus dem Vollen schöpfen.

So könnte Köln spielen: Horn - Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach - Skhiri - Drexler, Hector - Uth - Modeste, Cordoba

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wenn eine Tür nach Europa offen ist, versuchen wir, da reinzustoßen. Wir möchten diese Chance am Schopfe packen und einfach, dass die Mannschaft so auftritt wie in den letzten Spielen. Aber wir sind abhängig davon, was die Konkurrenz macht."

Markus Gisdol: "Es ist mir sehr wichtig, dass wir gegen Frankfurt die ganze Energie auf den Platz bringen wie in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen - wie wir da dagegengehalten haben, wie wir den Gegner angesprintet sind und wie wir in die Zweikämpfe gegangen sind. Das ist eine Leistung, die ist uns würdig und die haben wir über viele Strecken der Saison gezeigt."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Silva is on fire: Der Portugiese trifft seit dem Re-Start der Bundesliga, wie er will - sieben Treffer sind es bereits, mehr als jeder andere in der Bundesliga. Daran will der Leihspieler des AC Mailand natürlich auch in Köln anknüpfen, um eine insgesamt durchwachsene erste Saison im Eintracht-Trikot doch noch zu einem guten Ende zu bringen.

Einen Silva haben die Kölner zwar nicht, dennoch hat Jhon Cordoba seine starke Form in die Zeit nach der Corona-Pause rübergerettet. Dreimal traf der Kolumbianer bereits seit dem Re-Start, gegen die Eintracht will Cordoba nun die kriselnden Kölner zum Klassenerhalt schießen.

Die Statistik des Spiels

Eigentlich ist aus Frankfurter Sicht vor diesem Spiel nur eine Statistik wichtig: Acht Mal ist der Gegner aus Köln nach der Corona-Pause in einem Bundesliga-Spiel angetreten, acht Mal gelang der Gisdol-Elf dabei kein Sieg. Dabei war es mitnichten so, dass die Rheinländer eine Palette an Spitzenclubs als Gegner hatte.

Aus Partien gegen Mainz, Augsburg, Düsseldorf und Union Berlin wurden gerade einmal drei Punkte geholt. Wollen die Hessen also weiter von Europa träumen, muss dieser Negativlauf der Kölner einfach nur noch mindestens einen Spieltag anhalten.