Luka Jovic und seine Kollegen wollen auch in Lissabon jubeln.
Luka Jovic und seine Kollegen wollen auch in Lissabon jubeln. Bild © Imago

Der nächste europäische Feiertag für Eintracht Frankfurt und seine Fans: In Lissabon gilt es, eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erspielen. Das Wichtigste zur Partie.

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Der Traum geht weiter: Eintracht Frankfurt muss im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League am Donnerstag (21 Uhr, live im Social Radio) bei Benfica Lissabon antreten.

Die Ausgangslage

Die Eintracht schwimmt 2019 auf einer Erfolgswelle: Keines der 15 Pflichtspiele in diesem Jahr haben die Frankfurter verloren, nach dem Last-Minute-Sieg auf Schalke wird sogar die Champions League immer realistischer. In dieser Saison heißt die Realität allerdings noch Europa League, wo das Team von Trainer Adi Hütter sich mit einem rauschhaften Auftritt nach dem anderen bis ins Viertelfinale gespielt hat. Vor dem namhaften Gegner sollte in Frankfurt nach Siegen über Inter Mailand, Lazio Rom und Olympique Marseille jedenfalls niemandem bange sein.

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Doch auch bei Benfica Lissabon läuft es gut: Der portugiesische Rekordmeister thront an der Spitze der heimischen Liga, auch wenn Dauerrivale FC Porto punktgleich im Nacken sitzt. Bei der Generalprobe beim Team von CD Feirense ließ Benfica jedenfalls nichts anbrennen und siegte am Wochenende souverän mit 4:1. Nur in der Königsklasse klappte es in dieser Saison nicht so wirklich für die Mannschaft von Bruno Lage: In einer Gruppe mit Bayern München, Ajax Amsterdam und AEK Athen reichte es nur für Platz drei, was den Abstieg in die Europa League zur Folge hatte. Damit ist Benfica nach Mailand und Donezk in der K.o.-Phase bereits der dritte Eintracht-Gegner mit Köngsklassen-Vergangenheit.

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HEIMSPIEL! EXTRA AM FREITAG

Das hr-fernsehen zeigt am Freitag, 12. April, um 18.25 Uhr eine Sondersendung zum Europa-League-Spiel der Eintracht in Lissabon. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen die Fans und die unterschiedliche Art und Weise, die Reise zum Auswärtsspiel nach Portugal zu bestreiten.

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Das Personal

Bei der Eintracht gibt es einige Fragezeichen. Vor allem Sébastien Haller und Sebastien Rode, die zuletzt auf Schalke verletzt ausgesetzt haben, stünden dem Team in Lissabon gut zu Gesicht. Ob es für einen Einsatz reicht, ist allerdings noch nicht entschieden. Haller fehlte am Mittwoch beim Abschlusstraining der Frankfurter. Ebenfalls unsicher ist der Einsatz von Mijat Gacinovic. Martin Hinteregger hat sich dagegen trotz Mittelhandbruch sowie Kehl- und Brustkorbprellung für das Spiel fit gemeldet. Sollte er keine Schmerzen verspüren, wird er dabei sein.

So könnte die Eintracht spielen:

Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Lissabon.
Bild © hessenschau.de

So könnte Benfica spielen: Vlachodimos - André Almeida, Ruben Dias, Ferro, Grimaldo - Pizzi, Florentino Luis, Samaris, Rafa Silva - Joao Felix, Seferovic

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Wir spielen gegen ein großes Benfica. Insgesamt sind es zwei Mannschaften, die offensiven Fußball spielen. Zu Hause ist Benfica wohl der leichte Favorit. Generell sehen wir uns aber auf Augenhöhe. Für uns wird es darum gehen, auswärts ein Tor zu erzielen."

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Bruno Lage (Benfica Lissabon): "Wir wollen gut spielen und gewinnen. So gehen wir in jedes Spiel. Es ist eine andere Situation in diesem Wettbewerb, aber wir haben immer den gleichen Ehrgeiz, auch wenn wir wissen, dass wir am Sonntag in der Liga ein wichtiges Spiel haben."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Für Luka Jovic gibt es ein Wiedersehen mit dem Verein, dem er noch immer offiziell gehört, bei dem er aber nie glücklich wurde. Bei der Eintracht startete der Serbe in dieser Saison voll durch und hat auch in der Europa League viele wichtige Tore erzielt. Wer seine Freude bei der Auslosung gesehen hat, kann sich vorstellen, wie heiß Jovic auf das Duell gegen Benfica ist.

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Aus Eintracht-Sicht liegt der Fokus bei Benfica natürlich auf Haris Seferovic. Der Schweizer, der zwischen 2014 und 2017 in Frankfurt spielte, ist aktuell richtig gut in Form: In 23 Liga-Spielen erzielte er bereits 18 Treffer, auch in der Europa-League-Zwischenrunde gegen Istanbul war er erfolgreich. Den Eintracht-Fans dürfte Seferovic vor allem noch wegen seines Tores zum Klassenerhalt 2016 in Nürnberg in Erinnerung sein - aber auch durch seinen Schuss an den Innenpfosten im Pokalfinale 2017. Gewarnt ist die Eintracht-Verteidigung mit Seferovic-Kumpel David Abraham in jedem Fall - vor allem, weil mit dem jungen Joao Felix ein Toptalent in der Mannschaft der Portugiesen steht.

Die Statistik des Spiels

Die Eintracht jagt einen Europa-League-Rekord. Sollten die Jungs von Adi Hütter auch in Lissabon keine Niederlage kassieren, würden sie die sechs Jahre alte Bestmarke von Atletico Madrid mit 15 Europa-League-Spielen in Folge ohne Niederlage egalisieren. Würde sich die Eintracht auch im Rückspiel in Frankfurt schadlos halten, wäre sie alleiniger Rekordhalter.