Die Eintracht-Spieler jubeln nach dem Sieg in Vaduz
Ob die Eintracht auch in Mannheim jubeln kann? Bild © picture-alliance/dpa

Eintracht Frankfurt muss in der ersten DFB-Pokalrunde beim befreundeten SV Waldhof Mannheim bestehen. Nach dem peinlichen Erstrunden-Aus im Vorjahr sind die Hessen gewarnt – und dürfen auf die schlechte Pokalbilanz des SVW-Trainers vertrauen.

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Eintracht Frankfurt und Waldhof Mannheim verbindet eine Fan-Freundschaft. Zumindest auf dem Platz sollen am Sonntag (15.30 Uhr) 90 Minuten lang aber keine Geschenke verteilt werden.

1. Ausgangslage

Für keines der beiden Teams ist die Pokal-Partie das erste Pflichtspiel der Saison. Während die Eintracht bereits drei Mal in der Europa-League-Qualifikation antreten musste (drei Siege), sind die Mannheimer bereits vier Mal in der 3. Liga am Ball gewesen (ein Sieg, drei Unentschieden). Die Hessen wollen nach dem peinlichen Erstrundenaus gegen Ulm in der vergangenen Spielzeit (1:2) eine neuerliche Blamage vermeiden. Der SV Waldhof dürfte beim ersten Pokal-Auftritt seit 16 Jahren ebenfalls hoch motiviert sein.

2. Personal

Die Optionen von SGE-Trainer Adi Hütter mehren sich: Nachdem Heimkehrer Martin Hintergger bereits unter der Woche in Vaduz zurück in den Kader kehrte, könnte am Sonntag in Mannheim Kevin Trapp folgen. Der Keeper ist fit und die unumstrittene Nummer eins zwischen den Pfosten. Fraglich bleibt, ob auch der einzig verbliebene Angriffsbüffel, Ante Rebic, fit genug ist oder ob er wegen seiner Rückenschmerzen zunächst auf der Bank Platz nimmt.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht Waldhof Aufstellung
Bild © hessenschau.de

Die Gastgeber können quasi aus den Vollen schöpfen. Außer den Langzeitverletzten fehlt dem SVW lediglich Mohamed Gouaida mit einer Muskelverletzung. Da der Tunesier aber bislang ohnehin nur 26 Minuten auf dem Platz stand, sollten die Hausherren seinen Ausfall kompensieren können.

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So könnte Mannheim spielen:

Scholz - Marx, Schultz, Seegert, Conrad - Schuster, dos Santos - Deville, Korte, Diring - Sulejmani

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3. Das sagen die Trainer

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): "Das ist sicherlich eine schwierigere Aufgabe als gegen Vaduz. Waldhof hat bei dem 4:0 gegen 1860 München eine tolle Leistung gezeigt. Wir sind ein gebranntes Kind vom letzten Jahr gegen den Viertligisten Ulm ausgeschieden zu sein. Deswegen bin ich zu 100 Prozent überzeugt, dass wir ganz anders in das Spiel gehen werden."

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Eintracht-Trainer Adi Hütter

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Bernhard Trares (Waldhof Mannheim): "Wir brauchen unseren allerbesten Tag und auch ein bisschen Spielglück. Wir wollen diese kleine Chance nutzen, denn jedes Spiel hat sein eigenes Drehbuch."

4. Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei der Eintracht präsentierte sich zuletzt Filip Kostic in überragender Frühform. Beim 5:0 in Vaduz schnürte der Linksverteidiger einen Doppelpack und bereitete einen weiteren Treffer vor. Ob der Serbe in Mannheim erneut zum Man of the Match avanciert?

Angreifer Maurice Deville ist in Frankfurt kein Unbekannter. Der luxemburgische Nationalspieler schnürte einst für den FSV Frankfurt seine Schuhe und spielte in Kaiserslautern immerhin schon 2. Bundesliga. Für Mannheim erzielte der 27-Jährige in den ersten vier Saisonspielen immerhin schon ein Tor und bereitete ein weiteres vor.

5. Die Statistik zum Spiel

Für Bernhard Trares ist die Partie am Sonntag erst das dritte DFB-Pokal-Spiel seiner Trainerkarriere – und das zweite gegen die Eintracht. 2006 scheiterte er als Interims-Coach von 1860 München mit 1:3 im Viertelfinale an den Hessen. 2007 ging er mit Worms 1:6 gegen Mainz 05 baden. Aus Frankfurter Sicht darf die Negativserie des Ex-Eintracht-Spielers gerne noch ein Spiel lang anhalten.