André Silva von Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Bayern

Wenn die Eintracht am Samstag bei den Bayern aufläuft, erinnert kaum noch etwas an die 5:1-Gala aus dem Hinspiel. Die Hütter-Elf muss vielmehr aufpassen, nicht in große Not zu geraten. Das Wichtigste zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Versuchen, das besser zu machen"

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Die Ausgangslage

Die Eintracht hat das erste Spiel nach der Corona-Pause komplett in den Sand gesetzt - nach dem 1:3 gegen Borussia Mönchengladbach wird der Blick auf die Tabelle zunehmend unangenehm, der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt nur noch fünf Punkte. Der FC Bayern München geht dagegen mit einem souveränen 2:0-Erfolg bei Union Berlin ins erste Geister-Heimspiel.

An das Hinspiel, in dem die Frankfurter die Bayern mit 5:1 düpierten und damit für den Rausschmiss ihres Ex-Trainers Niko Kovac in München sorgten, erinnert im Mai 2020 jedenfalls kaum noch etwas. Eintracht-Trainer Adi Hütter gibt sich trotzdem kämpferisch: "Ich rede nicht von Krise, sondern von einer Mannschaft, die konzentriert trainiert. Es fehlen Nuancen."

Das Personal

Wie schon gegen Gladbach muss die Eintracht auch in München auf Stürmer Gonçalo Paciência (Muskelverletzung) verzichten. Mittelfeld-Abräumer Dominik Kohr ist gelbgesperrt. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Kapitän David Abraham, auch Lucas Torró ist laut Trainer Adi Hütter "leicht angeschlagen".

So könnte die Eintracht spielen: Trapp - da Costa, Abraham, Hinteregger, NDicka - Hasebe - Gacinovic, Rode - Kamada, Kostic - Silva

So könnte die Eintracht in München spielen

So könnten die Bayern spielen: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich - Müller, Thiago - Gnabry, Coman - Lewandowski

Das sagen die Trainer

Hütter: "Das ist eines der schwersten Auswärtsspiele. Uns erwartet eine absolute Topmannschaft, gegen die wir überhaupt keine Fehler machen dürfen. Wenn die Leistung nicht stimmt, kann es in München sehr unangenehm werden."

Flick: "Frankfurt hat viel Dynamik und viel Herz. Als ich meine Auszeit hatte, habe ich viele Spiele der Eintracht gesehen, die haben mir sehr gefallen. Unabhängig von den Ergebnissen der letzten Wochen erwarten wir ein Team, das zurück in die Erfolgsspur will."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Mijat Gacinovic könnte in München in die Startelf der Eintracht rotieren. Der Serbe weiß, wie man die Bayern ärgert, sein Triumphlauf zum 3:1 im Pokalfinale 2018 ist unvergessen. Jetzt könnte ihm eine neue Rolle zukommen: Den Spielaufbau der dominanten Bayern stören sowie mit flinken Beinen zu Kontern ansetzen. Besonders wegen des aktuellen Stürmer-Mangels - Trainer Hütter hat nur Bas Dost und Andre Silva zur Verfügung - ist Gacinovic als eine solche Zwischenlösung eine echte Alternative.

Bei den Bayern hat Manuel Neuer unter der Woche seinen Vertrag bis 2023 verlängert - eine klare Ansage auch an Konkurrent Alexander Nübel, der im Sommer von Schalke nach München wechseln wird. Der 34-jährige Neuer dürfte jedenfalls mit Rückenwind in die kommenden Spiele gehen. Ein vor Selbstbewusstsein strotzender Torhüter des Gegners könnte der Eintracht, die in München ohnehin nicht allzu viele Torchancen bekommen dürfte, zusätzliche Schwierigkeiten bereiten.

Die Statistik des Spiels

Die Auswärtsbilanz der Eintracht bei den Bayern ist zum Gruseln: Der letzte Sieg in München, damals noch im Olympiastadion, liegt 20 Jahre zurück - Alexander Schur und Jan-Aage Fjörtoft schossen die Frankfurter zum 2:1-Sieg. In der Allianz Arena, wo der FCB seit der Saison 2005/2006 seine Heimspiele austrägt, konnte die Eintracht noch nie einen dreifachen Punktgewinn bejubeln. Hütter glaubt zu wissen, wie das zu ändern ist: "Wir brauchen die Überzeugung, eine gute Leistung bringen zu können. Dann ist eine Überraschung drin."