Luka Jovic und Ante Rebic (re.)
Luka Jovic und Ante Rebic (re.) in Jubelpose. Bild © Imago Images

In Wolfsburg wartet auf Eintracht Frankfurt laut Trainer Adi Hütter ein "Schlüsselspiel". Können die hessischen Euro-Fighter in der ungemütlichen Autostadt einen Big Point landen? Und auf wen kann Hütter dabei bauen? Alles Wichtige zum Spiel.

Die Ausgangslage

Die könnte für die Hessen kaum besser sein. Zumindest hat Borussia Mönchengladbach, der direkte Konkurrent der Eintracht um die Champions-League-Plätze, im Heimspiel gegen RB Leipzig das Feld für die Hessen mit einer 1:2-Niederlage bestellt. Mit einem Sieg in Wolfsburg können die Frankfurter auf vier Punkte davonziehen.

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hr Reporter Oliver Mayer

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Allein: Die Belastung bei den Hessen ist hoch, aktuell reiht sich Spiel an Spiel, und ob sich alle Spieler mental voll auf ein Montagabendspiel im unterkühlten Wolfsburg einlassen können, wenn sie gerade einen Karrierehöhepunkt gegen Benfica Lissabon vor 45.000 euphorisierten Fans erlebt haben, bleibt abzuwarten. Zumal auf die Eintracht kein einfacher Gegner wartet: Der VfL Wolfsburg hat trotz zuletzt durchwachsener Leistungen noch immer die Europacup-Plätze im Blick und kann durch einen Sieg bis auf Rang sieben springen.

Das Personal

Zarte Hoffnung auf einen Einsatz gibt es bei Martin Hinteregger, der zuletzt mit einer Oberschenkelblessur passen musste. Laut Eintracht-Coach Adi Hütter warte man bei Hinteregger bis Montag ab. Auch Evan N’Dicka ist einsatzbereit, der im Europacup gegen Benfica rotgesperrt fehlte. Ebendort zeigte auch Simon Falette eindrucksvoll, dass er nach wie vor eine Alternative für die Eintracht-Abwehr darstellt. Nicht umsonst sagte Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel: "Ich habe die Qual der Wahl."

Für die Offensive stimmt das allerdings leider nur bedingt, da Sébastien Haller nach wie vor mit einer Bauchmuskelverletzung ausfällt. Den Franzosen werden die üblichen Verdächtigen ersetzen, also entweder Stürmer Goncalo Paciencia oder Mittelfeldspieler Mijat Gacinovic in einer etwas defensiveren Variante. Der Gegner aus Wolfsburg hingegen kann in Bestbesetzung antreten, mit Ausnahme des am Oberschenkel verletzten Stammkeepers Koen Casteels. Er wird vertreten von Pavao Pervan.

So könnte die Eintracht spielen:

Mögliche Aufstellung der Eintracht in Wolfsburg.
Bild © Imago Images

So könnte Wolfsburg spielen: Pervan - William, Knoche, Brooks, Roussillon - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Steffen, Mehmedi - Weghorst

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Für uns ein absolutes Schlüsselspiel. Für den VfL Wolfsburg geht es um sehr viel. Sie sind sehr heimstark, haben aus den letzten vier Heimspielen drei Siege und ein Unentschieden geholt. Wir wissen, was auf uns zukommt, und müssen so schnell wie möglich die Köpfe von der magischen Nacht freibekommen und in der Bundesliga unseren Mann stehen."

Bruno Labbadia: "Wir brauchen sehr viel Energie gegen diese Mannschaft. Im Hinspiel hatten wir die. Wir haben die Partie verdient gewonnen, weil wir in Frankfurt einen Top-Auftritt hatten. Das brauchen wir nun im Rückspiel mindestens genauso. Selbst wenn die Frankfurter nicht top spielen, wissen sie genau, dass sie immer ein oder zwei Tore schießen können."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei der Eintracht stellt sich die Frage, ob etwa Ante Rebic und Mijat Gacinovic ihre starke Vorstellung aus dem Benfica-Spiel bestätigen können. Auch wird es interessant sein zu sehen, ob Luka Jovic gegen die Niedersachsen wieder den einen oder anderen Schritt mehr macht als gegen Lissabon, als er in der 76. Minute ausgetauscht wurde.

Beim VfL hängen die Hoffnungen an Stürmer Wout Weghorst. Der Niederländer, der vor der Saison vom AZ Alkmaar in die Autostadt wechselte, ist mit 12 Saisontoren Top-Torschütze der Wolfsburger, hat zudem auch noch fünf Tore aufgelegt. Es gab schon Spieler, die eine schwächere erste Bundesligasaison gespielt haben.

Die Statistik des Spiels

Man kann wahrlich nicht behaupten, dass die Wolfsburger eine Art Lieblingsgegner der Eintracht sind. Aus bislang 39 Aufeinandertreffen gingen die Hessen lediglich achtmal als Sieger vom Platz, die Wolfsburger hingegen 18 mal. Das muss freilich nichts heißen, zumal Mut macht, dass sich der VfL gegen Gegner, die in der Tabelle vor ihm stehen, arg schwer tut. In den letzten fünf Spielen trafen die Wölfe unter anderem auf die Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig – und verloren alle drei Spiele.