Eintracht-Trainer Oliver Glasner tritt erstmals bei Ex-Klub Wolfsburg an.

Nach einem Europapokalabend folgt der Ligaalltag. Trainer Oliver Glasner kehrt mit Eintracht Frankfurt zu seinem Ex-Klub nach Wolfsburg zurück. Das Wichtigste zum Spiel.

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Oliver Glasner
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Für Eintracht Frankfurt steht nach der Europa League wieder Bundesliga auf dem Programm. Die Hessen treten am Sonntagabend (19.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg an.

Die Ausgangslage

Eintracht Frankfurt kommt unter dem neuen Trainer Oliver Glasner noch nicht richtig vom Fleck. Nach den Auftaktpleiten in Mannheim und Dortmund gab es zuletzt wettbewerbsübergreifend vier Remis. Auch in der Europa League misslang der Befreiungsschlag gegen Fenerbahce Istanbul. Die Hessen stehen somit schon zu einem frühen Zeitpunkt der Saison unter Druck, das Warten auf den ersten Saisonsieg zerrt an den Nerven. Die Sieglos-Serie soll nun ausgerechnet bei der Reise in die Vergangenheit gegen den Ex-Klub reißen.

Doch die Aufgabe ist knifflig. Der VfL Wolfsburg startete herausragend in die Spielzeit. Unter Glasner-Nachfolger Mark van Bommel gab es vier Siege in vier Ligapartien, zudem erkämpften sich die Niedersachsen in Unterzahl ein torloses Remis beim französischen Meister OSC Lille. Mit einem Erfolg gegen die Eintracht könnte der VfL wieder den Spitzenplatz übernehmen.

Das Personal

Die Eintracht muss möglicherweise auf drei Defensivkräfte verzichten. Sebastian Rode (Knie) fällt definitiv aus. Martin Hinteregger (Schulter) ist höchst fraglich, Christopher Lenz (Muskelprobleme) muss möglicherweise wieder passen. Glasner wird zudem genau hinsehen, wer nach dem intensiven Europa-League-Match spielfit ist.

Mit Ausnahme der langzeitverletzten Profis Bartosz Bialek (Kreuzbandriss), Paulo Otavio (Sprunggelenk) und Xaver Schlager (Kreuzbandriss) stehen den Wolfsburgern alle Spieler zur Verfügung.

So könnte die Eintracht spielen: Trapp - da Costa, Ilsanker, Ndicka, Durm - Jakic, Sow - Borré, Kamada, Kostic - Lammers

So könnte Wolfsburg spielen: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon - Guilavogui, Arnold - Nmecha, Philipp, Waldschmidt - Weghorst

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Wir müssen einen effektiven Auftritt hinlegen. Meine Mannschaft hat jetzt wenig Zeit, Regeneration steht im Vordergrund. Ich kenne den VfL natürlich sehr gut, sie haben von der Spielanlage viel beibehalten. Wir wollen uns weiter verbessern und etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.

Mark van Bommel: "Nur, weil sie nicht genügend Punkte haben, heißt es nicht, dass die Frankfurter schlecht gestartet sind. In meinen Augen spielen sie einen guten Fußball, was man auch in der Europa League gesehen hat. Frankfurt hat Fähigkeiten, die nicht viele Mannschaften haben."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Torhüter Koen Casteels ist seit Jahren eine Bank zwischen den Pfosten der Wolfsburger. Auch in dieser Spielzeit kassierte der Belgier erst einen Gegentreffer - so wenig wie keine andere Mannschaft. Schlüsselspieler ist auch diesmal wieder Wout Weghorst. Der Angreifer war mit zwei Treffern und einer Vorlage an der Hälfte aller Tore beteiligt. Mit Luca Waldschmidt kehrte zudem ein alter Bekannter in die Bundesliga zurück. Der Offensivmann ging seine ersten Schritte im Profifußball bei der Eintracht.

Der wichtigste Spieler der Hessen ist und bleibt Filip Kostic. Der Serbe ist nach seinem Trainingsstreik wieder voll da, er war als Torschütze und Vorbereiter an den beiden Eintracht-Treffern in den vergangenen beiden Partien beteiligt. Neuzugang Kristijan Jakic feierte ein starkes Startelfdebüt. Der defensive Mittelfeldmann überzeugte als Zweikämpfer und Ankurbler, sein Traumpass führte zum Ausgleich gegen Fenerbahce.

Die Statistik des Spiels

Wenn die Eintracht auf Wolfsburg trifft, dann sind Tore garantiert. Nur eines der insgesamt der 44 Duelle endete 0:0 - im August 2006. Vor allem die Hessen müssen aufpassen, in den vergangenen 17 Aufeinandertreffen erzielte der VfL immer mindestens einen Treffer. Möglicherweise kann Glasner den Kontrahenten entschlüsseln. Der Trainer war zwei Jahre bei den Niedersachsen tätig und führte Wolfsburg in die Champions League.