In Wolfsburg will Eintracht Frankfurt endlich wieder dreifach punkten. Die Leistung gegen Freiburg kann dabei als Mutmacher gelten, die Statistik spricht allerdings gegen die Hessen. Das Wichtigste zum Spiel.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht Frankfurt vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg

Eintracht Frankfurt André Silva
Ende des Audiobeitrags

Eintracht Frankfurt sucht den Befreiungsschlag. Gegen den VfL Wolfsburg soll endlich das erhoffte Erfolgserlebnis her. Anpfiff am Samstag ist um 15.30 Uhr.

Die Ausgangslage

Ist nach wie vor brisant. Nach dem 3:3 gegen den SC Freiburg ist die Eintracht seit nun sechs Spielen sieglos, der Punkt gegen die Breisgauer war der erste Zähler nach fünf Niederlagen in Folge. Damit stehen die Hessen mit 29 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz, auf den Relegationsrang, den Fortuna Düsseldorf innehat, sind es nur noch zwei schmale Zähler Vorsprung, wenngleich bei einem Spiel weniger.

Soviel zu den Zahlen. Für all jene, für die das Glas halb voll ist, dürfte das Spiel gegen den SC allen tabellarischen Sorgen zum Trotz dennoch ein Mutmacher gewesen sein. Mit 35 Torschüssen stellte die Eintracht einen Saisonrekord auf und spielte die Gäste zeitweise an die Wand. Bei so viel Überlegenheit war der Ertrag von einem Punkt freilich zu wenig, allerdings hat die Mannschaft gezeigt, dass sie das Kicken nicht verlernt hat.

Das Personal

"Ich kann aus dem Vollen schöpfen", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter am Freitag, klammerte allerdings den nach wie vor an einer Muskelverletzung laborierenden Goncalo Paciencia aus. Fehlen wird auch Stefan Ilsanker, der sich gegen den SC Freiburg die fünfte Gelbe Karte abholte. Für ihn dürfte Kapitän David Abraham wieder in die Mannschaft rotieren.

Auf der Gegenseite muss VfL-Trainer Oliver Glasner neben den langzeitverletzten Igancio Camacho und William auf Josua Guilavogui (Knieprobleme) sowie den rotgesperrten Felix Klaus verzichten. Wieder dabei sein werden hingegen die zuletzt verletzten Admir Mehmedi und Yannick Gerhardt.

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht mögliche Aufstellung

So könnte der VfL Wolfsburg spielen: Casteels - Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon - X. Schlager, Arnold - R. Steffen, Joao Victor - Brekalo - Weghorst

Das sagen die Trainer

Hütter: "Der Druck des Gegners wird noch mal ein anderer sein. Weil Wolfsburg viel Power und Punch mitbringt und versucht, dem Gegner schon früh im Spielaufbau wehzutun. Da wird es darauf ankommen, die richtigen Lösungen zu finden. Ich erwarte, dass wir absolut Paroli bieten können."

Glasner: "Ich erwarte eine aggressive und angriffslustige Eintracht, die uns alles abverlangen wird. Adi Hütter und ich kennen uns schon sehr lange, und ich schätze Adi sehr. Er ist sicher jemand, der das Image der österreichischen Trainer im Ausland in den letzten Jahren sehr hochgehalten hat."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Beim fröhlichen Scheibenschießen gegen Freiburg spielten sich bei den Hessen gerade offensiv einige Spieler in den Vordergrund, etwa die agilen Daichi Kamada und André Silva. Sowohl der Japaner als auch der Portugiese fielen in dieser Saison allerdings noch nicht unbedingt durch überbordende Konstanz auf, weswegen es spannend zu sehen sein wird, ob beide an ihre Leistung anknüpfen können. Vielleicht ja sogar mit etwas mehr Entschlossenheit im Abschluss.

Bei den Niedersachsen gilt der Kombination Maximilian Arnold/Marin Pongracic besonderes Augenmerk, die beim erstaunlich souveränen 4:1-Sieg des VfL in Leverkusen gemeinschaftliche Matchwinner waren. Sowohl das 1:0 als auch das 4:1 fielen nach dem Schema: Freistoß Arnold, Kopfball Pongracic. Bei Standards sollte die Eintracht also erhöhte Alarmbereitschaft an den Tag legen.

Die Statistik zum Spiel

Definiere "Angstgegner": Nur sechs der insgesamt 35 Bundesliga-Duelle konnte Eintracht Frankfurt gewinnen, der VfL hingegen war 18 Mal siegreich. Von den vergangenen 14 Bundesliga-Spielen gegen Wolfsburg gewannen die Hessen sogar nur derer zwei. Kleines statistisches Aber: In den jüngsten sechs Duellen beider Vereine gewann nie die jeweilige Heimmannschaft (ein Remis, fünf Gästesiege).