André Silva

Mit einem Sieg gegen Leverkusen will Eintracht Frankfurt in Richtung Europacup-Plätze vorrücken. Die Statistik macht Mut, ein Spieler steht ganz besonders im Fokus.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leverkusen

Eintracht-Trainer Adi Hütter
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Die Ausgangslage

Neues Jahr, neues Glück, alte Ausgangsposition: Mit dem 2:0-Sieg vor Weihnachten in Augsburg hat die Eintracht die Schlagdistanz zu den europäischen Plätzen gewahrt, zum Tabellensechsten Union Berlin fehlen gerade mal vier Punkte. Kommen die Hessen gut aus der Kurve, könnte es für das Team von Adi Hüttter in Sachen Europacup noch einmal interessant werden. Ein Sieg zum Start ins neue Jahr wäre da ein guter Anfang. Dumm nur: Mit Bayer Leverkusen kommt am Samstag (15.30 Uhr) ein echter Brocken nach Frankfurt, der überhaupt erst ein Saisonspiel verloren hat und überraschend auf Platz zwei steht.

Heißen muss das freilich nichts. Die letzten beiden Heimspiele gegen Leverkusen konnten die Hessen für sich entscheiden (3:0, 2:1), außerdem präsentiert sich die Mannschaft, glaubt man Cheftrainer Adi Hütter, nach der kurzen Winterpause gut in Schuss. "Der aktuelle Zustand der Mannschaft ist hervorragend", schwärmte Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Die Jungs haben einen tollen Laktattest absolviert und sind physisch in Top-Form. Alle sind enorm fokussiert. Man spürt natürlich auch, dass uns der Sieg in Augsburg gut getan hat." An der Fitness wird es also schon mal nicht scheitern.

Das Personal

Hütter kann gegen Leverkusen fast aus dem Vollen schöpfen. Neben den beiden Rekonvaleszenten Jetro Willems und Ragnar Ache fehlt noch der gelbgesperrte Sebastian Rode. Für ihn wird aller Voraussicht nach Stefan Ilsanker spielen.

Beim Gegner sieht die Sache schon anders aus, Trainer Peter Bosz betreut aktuell eher ein Lazarett denn eine Fußballmannschaft. In der Defensive fallen die Bender-Zwillinge aus, Exequiel Palacios und Charles Aránguiz fehlen im Mittelfeld, Paulinho im Sturm. Besonders bitter für Bosz: Mit Wendell und Daley Sinkgraven fallen gleich zwei Linksverteidiger mit Corona-Virus aus, einen dritten gelernten Linksverteidiger hat Bosz nicht. Wie er den Ausfall kompensieren will, verriet der Holländer nicht.  

So könnte die Eintracht spielen:

Eintracht mögliche Aufstellung gegen Leverkusen

So könnte Leverkusen spielen: Hradecky - Dragovic, Tah, Tapsoba, Weiser - Baumgartlinger - Wirtz, Amiri - Bailey, Schick, Diaby

Das sagen die Trainer

Hütter: "Wir wollen den Schwung aus dem Augsburg-Spiel mitnehmen. Wir möchten am Samstag dort ansetzen, wo wir aufgehört haben. Aber Leverkusen hat natürlich ein sehr starkes Team und steht fast ganz oben in der Tabelle. Wir blicken auf die vergangenen beiden Heimsiege gegen Leverkusen natürlich positiv zurück. Das zeigt, dass wir Bayer grundsätzlich Paroli bieten können. Aber dafür brauchen wir einen enorm guten Auftritt."

Bosz: "Wir müssen gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder ganz konzentriert da sein. Es ist nie einfach in Frankfurt zu spielen. Letzte Saison haben wir dort verloren, da haben wir schlecht gespielt. Ich erwarte morgen ein schwieriges Spiel."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bei Eintracht Frankfurt wäre man aktuell gut beraten, André Silva in Watte zu packen. Nach dem überraschenden Abgang von Bas Dost zum FC Brügge ist Silva nämlich der einzig fitte Stürmer von Format, den die Hessen noch im Kader haben. Dafür aber auch ein richtig guter: Bereits neun Tore und drei Vorlagen hat Silva auf dem Konto, im Jahr 2020 hat sich der Portugiese nach anfänglichen Schwierigkeiten als echte Rakete herausgestellt. Gerne kann er 2021 da weitermachen, wo er im Vorjahr aufgehört hat.

Die Leverkusener haben fast schon traditionell eine herausragende Offensive, aktuell sticht Nachwuchstalent Florian Wirtz noch ein wenig hervor. Der 17-Jährige hat bereits vier Tore vorbereitet und zwei Treffer selbst erzielt und schickt sich damit an, Leverkusens Ex-Überspieler Kai Havertz vergessen zu machen, den die Werkself vor der Saison an Chelsea abgab. Kein schlechter Start in die Profikarriere.

Die Statistik zum Spiel

Egal was passiert, langweilig wird es am Samstag auf keinen Fall: Bereits 70-mal trafen Frankfurt und Leverkusen in der Bundesliga aufeinander, nie gab es dabei ein 0:0. In der Bundesliga-Geschichte gab es keine andere Paarung so häufig, ohne dass auch nur eine Partie torlos endete. In diesem Sinne: Feuer frei.