Hat die Eintracht auch gegen Freiburg Grund zum Jubel?

Zwischen den beiden Spitzenspielen gegen den FC Barcelona empfängt Eintracht Frankfurt den SC Freiburg. Auch der Bundesliga-Alltag muss bewältigt werden. Das Wichtigste zum Spiel.

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Eintracht Frankfurt vor dem Sandwich-Spiel gegen Freiburg

Vincenzo Grifo SC Freiburg Eintracht Frankfurt
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Zwischen den beiden Partien im Europa-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona wartet am Sonntag (17.30 Uhr) das Bundesliga-Duell gegen den SC Freiburg. Ein Sieg ist mit Blick auf die eigenen Ambitionen fast schon Pflicht.

Die Ausgangslage

So gut die Saison auf europäischer Ebene verläuft, so wankelmütig präsentiert sich Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. Konstanz ist bislang ein Fremdwort bei den Hessen. Gegen den SC Freiburg benötigt die Eintracht nun ihr Europa-League-Gesicht. Mit einem Sieg könnten die Frankfurter den Abstand auf den Tabellen-Fünften aus dem Breisgauer auf drei Punkte verkürzen. Die Qualifikation für die Europa League bleibt das Ziel der Eintracht, die die Euphorie in den Alltag transportieren muss.

Die Freiburger spielen eine starke Saison. Mit 45 Punkten darf das Team von Trainer Christian Streich sogar noch von der Champions League träumen. Mit einem Erfolg in der Mainmetropole könnten die Frankfurter auf neun Zähler distanziert werden. Ein Konkurrent wäre damit wohl aus dem Rennen.

Das Personal

Mit Ausnahme von Christopher Lenz (noch nicht im Mannschaftstraining) und Diant Ramaj (nach Meniskus-Operation) kann Trainer Oliver Glasner "aus dem Vollen schöpfen". Ob der Österreicher nach dem kräftezerrenden Duell gegen Barcelona rotiert, ließ er offen.

So könnte die Eintracht gegen Betis Sevilla spielen

Die Freiburger müssen auf Yannik Keitel (Zehenbruch) und Kevin Schade (Bauchmuskelzerrung) verzichten.

So könnte Freiburg spielen: Flekken - Gulde, Lienhart, Schlotterbeck - Schmid, Eggestein, Höfler, Günter - Sallai, Grifo - Höler

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Freiburg hat extrem viel Kontinuität im Kader und mit Christian Streich auch auf der Trainerbank. Er ist ein toller Mensch und ein echter Fachmann. Das wird ein sehr schwieriges Spiel für uns. Wir werden uns nicht schonen können, dafür ist die Bundesliga viel zu intensiv."

Christian Streich: "Wir müssen besser sein. Einen Tick besser als in Fürth und einen Tick besser als gegen Bayern, wenn wir was holen wollen. Die Eintracht hat Schwankungen in den Leistungen, aber sie haben natürlich auch eine Doppelbelastung."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Wenn der Ball ruht, dann schlägt in Freiburg die Stunde von Vincenzo Grifo. 20 von 44 Treffern erzielten die Breisgauer nach Standardsituationen. 17 mal hatte dabei Grifo seine Füße als Vorlagengeber oder Torschütze im Spiel. Es ist die große Stärke der Freiburger, die in diesem Ranking Platz eins belegen.

Jesper Lindström erzielte beim 2:0-Sieg in der Hinrunde in Freiburg seinen ersten Bundesligatreffer. Die Eintracht benötigt Tore, 39 Treffer bedeuten nur Platz acht in dieser Tabelle. Lindström ist dabei Zugpferd, vergibt aber zu viele hochkarätige Möglichkeiten. Im Rennen um Europa sollte der dänische Nationalspieler in dieser Disziplin zulegen, fünf Tore sind in Ordnung, aber es gibt Luft nach oben.

Die Statistik des Spiels

Die Eintracht kann Europa League und Bundesliga erfolgreich miteinander verknüpfen. Nach den bisherigen acht Partien auf internationaler Ebene verloren die Frankfurter nur einmal. Insgesamt sammelten die Hessen 17 von 24 Punkten. Die Doppelbelastung jedenfalls hat keine direkte Auswirkung auf die Performance am Sonntagnachmittag.

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