Eintracht Frankfurt will gegen Hertha BSC raus aus der Mini-Krise. Gut, dass es bei den Gästen zur Zeit noch schlechter läuft. Das Wichtigste zum Spiel.

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Adi Hütter
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Vier Tage nach der Niederlage in Mainz eröffnet die Eintracht den 14. Spieltag: Am Freitag ist Hertha BSC zu Gast in der Frankfurter Arena, Anpfiff ist um 20.30.

Die Ausgangslage

Für die Eintracht läuft es in der Bundesliga alles andere als rund: Es setzte zuletzt drei Niederlagen in Folge, besonders das 1:2 im Rhein-Main-Duell in Mainz schmerzte die Eintracht, die sich durch den Platzverweis von Dominik Kohr einmal mehr selbst geschwächt hatte. Können die Frankfurter den Abwärtstrend stoppen oder müssen sie sich in der Tabelle bald nach unten orientieren? Das Spiel gegen die Hertha wird es zeigen.

Beim Gegner sind aktuell alle Augen auf den neuen Trainer gerichtet: Jürgen Klinsmann hat den Job von Ante Covic übernommen, das erste Heimspiel mit seiner Mannschaft allerdings 1:2 gegen den BVB verloren. Sowieso: Bei den Herthanern ist in dieser Saison ordentlich der Wurm drin. Mit nur elf Punkten aus den ersten 13 Spielen steht die Hertha auf Relegationsplatz 16.

Das Personal

Bittere Pille für die Eintracht: Bas Dost wird "aufgrund wiederkehrender Leistenprobleme in der Hinrunde nicht mehr zur Verfügung stehen", wie der Klub am Vortag des Spiels bekanntgab. Sein stürmender Mitspieler André Silva hingegen steht zur Verfügung, wenngleich er in letzter Zeit nicht sonderlich viel spielen durfte. "Er ist fit, war aber zuletzt nicht auf dem Level, das wir uns vorgestellt haben. Das muss aber nicht heißen, dass er morgen nicht die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu beweisen", so Eintracht-Coach Adi Hütter. Gut möglich also, dass er Silva und Paciencia von Beginn an bringt, um das zuletzt fehlende Glück zu erzwingen.

Auf der Gegenseite kann Klinsmann fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Stammkeeper Rune Jarstein muss nach seiner Roten Karte aus dem Spiel gegen Augsburg noch eine Partie aussetzen. Für ihn wird Thomas Kraft spielen.

Aufstellung Hertha

So könnte die Eintracht spielen:

So könnte Hertha spielen: Kraft - Stark, Boyata, Rekik - M. Wolf, Skjelbred, Mittelstädt - Grujic, Darida - Selke, Lukebakio

Das sagen die Trainer

Adi Hütter: "Berlin ist nicht leicht zu analyisieren. Sie haben am Wochenende eine Halbzeit in Überzahl gespielt. Sie haben sich gut präsentiert, sind viel gelaufen, top organisiert. Klinsmann legt viel Wert auf taktische Disziplin. Darauf stellen wir uns ein."

Jürgen Klinsmann: "Wir kennen die Spielweise der Eintracht, voller Energie und Physis. Da wird es zur Sache gehen, da kann es auch mal krachen auf dem Platz. Aber wir sind gewappnet."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Die Hertha hält sich in der laufenden Runde noch vornehm zurück mit dem Toreschießen, aber wenn es gefährlich wird, hat Neuzugang Dodi Lukebakio zumeist seine Füße im Spiel. Der Belgier, vor der Saison für stolze 20 Millionen Euro aus Düsseldorf gekommen, hat bereits drei Tore selbst erzielt und vier vorbereitet, was ihn zum Berliner Topscorer macht. Immer für einen Geistesblitz gut ist auch, an guten Tagen, Spielmacher Vladimir Darida. Und dann wäre da ja noch Oldie Vedad Ibisevic, der wahrscheinlich noch mit 80 irgendwo seine Tore erzielen wird.

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Jürgen Klinsmann im Hertha Training
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Bei der Eintracht lastet nach dem Ausfall von Bas Dost noch mehr Druck auf den Schultern Goncalo Paciencias als ohnehin schon. Paciencia hat bislang in jedem einzelnen Pflichtspiel in dieser Saison gespielt, gegen Hertha wird der Dauerbrenner entweder von Daichi Kamada oder Andre Silva unterstützt werden. Gut möglich ist außerdem, dass Mittelfeldspieler Lucas Torro nach seinem couragierten Einsatz in Mainz eine weitere Chance bekommt.

Das Statistik des Spiels

In den ersten acht Bundesliga-Spielen der laufenden Saison lief die Frankfurter Tormaschine, als wären Rebic, Jovic und Co. nie weggegangen. Elf Stürmertore gelangen Frankfurt in den ersten acht Partien. Seither hat die Torflut allerdings ein jähes Ende gefunden: In den fünf folgenden Partien erzielten die Hessen nur noch ein Angreifertor, das 5:1 von Goncalo Paciencia gegen die Bayern. Es wäre an der Zeit, mal wieder auf Touren zu kommen.