Filip Kostic im Zweikampf mit Denis Zakaria

Sechs Pflichtspiele in Folge hat die Eintracht nicht mehr verloren. Ob die Serie auch nach der Partie in Mönchengladbach Bestand hat? Die jüngere Historie spricht dafür.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hütter: "Gladbach ist der Favorit"

Adi Hütter
Ende des Audiobeitrags

Eintracht Frankfurt ist am Sonntag (18 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach zu Gast. Dort können die Hessen ihre Serie ohne Niederlage auf sieben Spiele ausbauen. Alles Wissenswerte zur Partie erfahren Sie hier.

Die Ausgangslage

Die Eintracht reist mit zwei Siegen aus Bundesliga (3:0 gegen Leverkusen) und Europa League (2:1 gegen Lüttich) im Gepäck nach Gladbach. Entsprechend breit ist die Brust und die Hoffnung groß, den Fohlen ein Bein zu stellen.

Bei den Gastgebern lief es zuletzt national und international weniger gut. In der Bundesliga unterlag die Elf von Marco Rose vergangenes Wochenende 0:1 in Dortmund. In der Europa League rettete Lars Stindl den Fohlen ein schmeichelhaftes 1:1 bei AS Rom per geschenktem Elfmeter in der Nachspielzeit.

Das Personal

Bei den Hessen drückt der Schuh im Sturm. Bas Dost hat muskuläre Probleme. André Silva plagt die Achillessehne. Ob einer der beiden neben Goncalo Paciencia auflaufen kann? Fraglich. Zur Not wird wohl wieder Daichi Kamada zum Aushilfsstürmer umfunktioniert, was gegen Lüttich in der zweiten Halbzeit ganz gut geklappt hat.

Die Borussia muss definitiv auf eine zentrale Figur im Sturm verzichten. Allasane Plea fällt mit Mukselproblemen im Oberschenkel aus. Routinier Raffael zwicken die Adduktoren. Abwehrchef Matthias Ginter konnte in Rom ebenfalls nicht mitwirken, könnte gegen Frankfurt aber sein Comeback feiern. Ebenfalls vor der Rückkehr in den Kader stehen Tobias Strobl und Ibrahima Traoré.

So könnte Frankfurt spielen:

Die mögliche Eintracht-Aufstellung gegen Mönchengladbach

So könnte Gladbach spielen:

Sommer – Lainer, Jantschke, Elvedi, Wendt – Kramer, Zakaria – Benes – Hermann, Embolo, Thuram

Das sagen die Trainer

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): Wir treffen das erste Mal auf einen Gegner, der auch am Donnerstag gespielt hat. Es wird also sicherlich auch eine Frage der Physis sein, welche Mannschaft hinten hinaus noch mehr Power hat. Borussia Mönchengladbach ist zuhause Favorit. Das ist eine sehr robuste Mannschaft, die schnell ist nach vorne und gute Spieler in ihren Reihen hat. Das ist eine große Herausforderung für uns.

Marco Rose (Borussia Mönchengladbach): Man kann von einem intensiven Spiel ausgehen. Die Eintracht hat einen Spielstil, der mir sehr gefällt. Da ist immer was los, wenn sie Fußball spielen: aktiv gegen den Ball, ein sehr gradliniges Spiel nach vorne, mit viel Tempo. Das wird bestimmt eine spannende Partie.

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Daichi Kamada hat seinen Wert für die Eintracht zuletzt in der Europa League bewiesen. Beide Treffer der Frankfurter fielen nach Standards des Japaners. Die Formkurve des 23-Jährigen zeigt deutlich nach oben. Ob er gegen Gladbach sogar zu seinem ersten Bundesliga-Treffer kommt?

Als Marco Rose im Sommer bei der Borussia anheuerte, brachte er einen Spieler mit aus Salzburg: Stefan Lainer. Der Rechtsverteidiger gilt vielleicht nicht als begnadetster Techniker der Liga, ist aber ein ehrlicher Arbeiter, der emsig die rechte Außenbahn rauf und runter läuft und sich binnen kürzester Zeit in die Herzen der Fans gespielt hat. Das Duell mit der Frankfurt Pferdelunge Filip Kostic dürfte sicherlich ein interessantes werden.

Die Statistik des Spiels

Das dürfte den Eintracht-Fans doch Mut machen: Zwar ging Borussia Mönchengladbach als Tabellenführer in den Spieltag, gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte sahen die Fohlen aber bisher alles andere als gut aus. Gegen Schalke gab es ein müdes 0:0, gegen Dortmund (0:1) und Leipzig (1:3) überhaupt nichts zu holen. Die Frankfurter verloren von den vergangenen sieben Pflichtspielen gegen die Borussia nur ein einziges.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 27.10.2019, 22.05 Uhr