Eintracht-Trainer Oliver Glasner will auch in Bochum jubeln.

Nach dem Europa League-Highlight folgt beim VfL Bochum das tägliche Brot Bundesliga für Eintracht Frankfurt. Bislang ist dieser Spagat gut gelungen. Das Wichtigste zum Spiel.

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Audioseite Beendet die Eintracht in Bochum die Achterbahnfahrt?

Eintracht-Trainer Oliver Glasner findet lobende Worte für Spielmacher Daichi Kamada.
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Drei Tage nach dem tollen Sieg in der Europa League gegen Olympiakos Piräus geht es in der Bundesliga weiter. Die Reise von Eintracht Frankfurt führt am Sonntag (19.30 Uhr) in den Ruhrpott zum VfL Bochum.

Die Ausgangslage

Während die Eintracht in der Europa League überzeugt und mit sieben Punkten die Gruppe anführt, läuft es im Alltag in der Bundesliga noch nicht rund. Nach dem triumphalen Sieg beim FC Bayern München folgte die bittere Heimniederlage gegen Hertha BSC. Platz 14 ist nicht der Anspruch der Hessen. Ein Mutmacher ist die Ausbeute nach den bisherigen Europapokalauftritten: Vier Punkte sammelte die Eintracht in München und Wolfsburg.

Der VfL Bochum ist aktuell noch Tabellennachbar der Frankfurter. Die Ruhrpottler setzten sich am vergangenen Spieltag beim Duell der Aufsteiger in Fürth mit 1:0 durch. Bochum weiß um seine große Chance gegen die Eintracht, bei einem Sieg hätten sie den Kontrahenten überholt und mit zwei Punkten Vorsprung hinter sich gelassen.

Das Personal

Bei der Eintracht gibt es vor allem in der Defensive einige Fragezeichen. Neben den definitiv ausfallenden Aymen Barkok (Knie) und Christopher Lenz (Faserriss) stehen Makoto Hasebe, Djibril Sow, Almamy Touré und Tuta mit muskulären Problemen auf der Kippe. Möglicherweise muss Trainer Oliver Glasner unfreiwillig mehrere Veränderungen vornehmen.

Die Bochumer müssen gegen die Hessen auf Maxim Leitsch (Oberschenkelprobleme), Simon Zoller (Kreuzbandriss), Herbert Bockhorn (Muskelfaserriss) und Robert Tesche (muskuläre Probleme) verzichten.

So könnte die Eintracht spielen

Die mögliche Aufstellung der Eintracht in Bochum

So könnte der VfL Bochum spielen

Riemann - Gamboa, Masovic, Lampropoulos, Danilo Soares - Anthony Losilla - Löwen, Rexhbecaj - Asano, Holtmann - Polter

Das sagen die Trainer

Oliver Glasner: "Klammert man das Spiel in München aus, dann hatte der VfL Bochum immer enge Spiele in dieser Saison. Kleinigkeiten haben den Unterschied ausgemacht. Bochum verfügt über sehr schnelle Außenbahnspieler in der Offensive. Die Mannschaft wird sich sagen: 'Die Frankfurter sind doch müde, da müssen wir sie permanent beschäftigen.' Wir müssen gut vorbereitet sein."

Thomas Reis: "Man hat in der Europa League eindrucksvoll gesehen, welche Qualität in der Mannschaft steckt. Da kommt ein hartes Stück Arbeit auf uns zu. Frankfurt hat nicht umsonst in München gewonnen. Wenn man sie spielen lässt, haben sie unglaublich viel Qualität. Filip Kostic und Daichi Kamada sind zwei brandgefährliche Einzelspieler."

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Bochum-Trainer Reis hat die beiden Ausnahmespieler der Eintracht bereits benannt. Kamada zieht hinter den Spitzen die Fäden, er ist der "Raumdeuter" bei den Hessen und in den Zwischenräumen unterwegs. Kostic hingegen ist seit Jahren schon die "Maschine" auf der linken Seite. Seine Flügelläufe werden von den Gegnern gefürchtet, seine Flankenqualität ist herausragend.

Beim VfL steht die schillerndste Figur zwischen den Pfosten. Manuel Riemann ist Leistungsträger, Kapitän und Anpeitscher in einer Person. Der Schlussmann hat sich bestens im Oberhaus eingeführt und ist ein sicherer Rückhalt der Bochumer. Gerrit Holtmann erzielte bislang eines der spektakulärsten Tore der Saison, als er am zweiten Spieltag beim 2:0-Sieg die halbe Mannschaft des FSV Mainz 05 scheinbar mühelos und sehr elegant austanzte. Der Flügelspieler bringt neben Technik auch ein enormes Tempo mit.

Die Statistik des Spiels

Der VfL trifft gerne auf die Eintracht. In der Bundesliga-Historie feierten die Bochumer die meisten Siege (23) gegen die Frankfurter. Die Bilanz der Hessen ist insgesamt negativ, doch mit einem Sieg könnten sie für den Ausgleich in dieser Statistik (23:23) sorgen. Die letzten fünf direkten Aufeinandertreffen in Bundesliga, 2. Liga und DFB-Pokal gingen allesamt an die Eintracht.