Eintracht-Innenverteidiger Stefan Ilsanker spielt bislang keine große Rolle bei Oliver Glasner.

Ajdin Hrustic und Djibril Sow hatten zuletzt im Zentrum der Eintracht die Nase vorn, mit Kristijan Jakic kam zudem noch ein Neuzugang für das defensive Mittelfeld hinzu. Wird Stefan Ilsanker noch Chancen bekommen? Trainer Oliver Glasner ordnet die Lage ein.

Defensive Wechsel bei eigener Führung? Trainer Oliver Glasner hat zuletzt erklärt, weshalb er auch bei Eintracht Frankfurt nicht auf diese gängige Methode setzt. Der Österreicher will weiterhin Druck nach vorne ausüben und keine falschen Signale an Gegner und eigene Mannschaft aussenden. Die scheinbar logische Einwechslung von Stefan Ilsanker kam deshalb nicht zustande. Ob der Abwehrmann den Ausgleichstreffer von Arminia Bielefeld hätte verhindern können? Hypothetisch.

Immer mehr Konkurrenz für Ilsanker

Doch es war auch ein Signal an Ilsanker. Für den Nationalspieler wird es bei den Hessen immer enger. Ajdin Hrustic und Djibril Sow agierten auf der Doppelsechs, obwohl beide eher offensiv orientiert handeln. Mit Kristijan Jakic kam ein neuer defensiver Mittelfeldspieler kurz vor dem Ende der Transferperiode an den Main, zudem sind da natürlich noch Makoto Hasebe und der aktuell verletzte Kapitän Sebastian Rode.

Doch Ilsanker selbst fühlt sich in dieser Rolle offenbar gar nicht mehr richtig wohl. Glasner erklärte zuletzt: "Ich habe mit Stefan gesprochen. Er sieht sich selber in der Innenverteidigung statt auf der Sechs. Im ersten Testspiel hat er im defensiven Mittelfeld gespielt und hat danach gesagt: 'Trainer, ich habe im letzten Halbjahr fast nur noch in der Mitte der Dreierkette gespielt. Da fühle ich mich wohler.'"

Ilsanker sieht sich in der Innenverteidigung

Glasner plant daher nicht mehr mit Ilsanker vor der Abwehr: "Es ist nicht so gut einen Spieler gegen seinen Willen auf eine Position zu stellen, die er nicht spielen will." Von seinen 119 Bundesligapartien hat er für die Eintracht und RB Leipzig 40 in der Innenverteidigung bestritten. Er bleibt mit seiner Robustheit und Kopfballstärke natürlich immer eine Option für Glasner.

Allerdings zeigte Ilsanker bei seinen einzigen 45 Minuten im Duell in Dortmund am ersten Spieltag gleich seine Stärken und Schwächen. Da ist dieser unbändige Wille, Zweikämpfe zu gewinnen und das Team zu pushen. Allerdings ist der Spielaufbau mangelhaft, zudem schleichen sich immer wieder haarsträubende Konzentrationsfehler ein.

Hinteregger und N'Dicka haben in der Abwehr die Nase vorn

Die Konkurrenz ist gewaltig und sollte Glasner auf Viererkette umstellen, gibt es auch in der Innenverteidigung nur noch zwei freie Plätze, die im Normalfall für Martin Hinteregger und Evan N'Dicka reserviert sind. Tuta muss sich ebenfalls derzeit hinten anstellen. Doch Glasner weiß, dass er jederzeit auf Mentalitätsspieler Ilsanker setzen kann.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen