Makoto Hasebe und Adi Hütter
Makoto Hasebe wird der Eintracht gegen Leverkusen fehlen. Bild © Imago

Schwieriger Hinrunden-Endspurt für die Eintracht: Gegen wiedererstarkte Leverkusener müssen die Frankfurter ohne ihren besten Mann auskommen. Wer Makoto Hasebe ersetzen soll, ist noch unklar.

Videobeitrag
Eintracht-Trainer Adi Hütter

Video

zum Video Die Eintracht-Pressekonferenz vor dem Bayer-Spiel

Ende des Videobeitrags

Trotz des Supersturms, trotz Rückkehrer Kevin Trapp im Tor, Makoto Hasebe war wohl der herausragende Frankfurter Spieler der bisherigen Hinrunde. Der Japaner lenkte die Eintracht-Abwehr, er organisierte das Angriffsspiel - und nun fällt er erst einmal aus. Wegen einer noch nicht näher definierten Oberschenkelverletzung wird der 34-Jährige beim Spiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen (18 Uhr) nicht mitwirken können.

Weitere Informationen

Die Eintracht im heimspiel!

Das Spiel der Eintracht ist am Samstag ab 17.15 Uhr Thema im heimspiel! des hr-fernsehens.

Ende der weiteren Informationen

"Es ärgert mich natürlich wahnsinnig, dass er ausfällt", sagte Trainer Adi Hütter nach der Rückkehr aus Rom, wo sich Hasebe im sportlich bedeutungslosen letzten Gruppenspiel ohne Fremdeinwirkung verletzt hatte. "Ob es sich für ihn in diesem Jahr ausgeht, dass er noch einmal spielen kann, weiß ich nicht", stellte der Coach sogar gleich drei Spiele ohne den "Libero" in Aussicht.

Russ? Salcedo? Viererkette?

Zunächst einmal gegen Leverkusen steht Hütter damit vor der schweren Herausforderung, einen Ersatz für den eigentlich Unersetzbaren zu finden. Kandidaten sind Marco Russ und Carlos Salcedo, auch eine Umstellung auf eine Viererkette wäre möglich. Alles keine besonders viel Optimismus verbreitenden Alternativen.

Die voraussichtliche Aufstellung der Eintracht gegen Leverkusen
Bild © hessenschau.de

Vor allem nicht gegen Leverkusen, das sich am Donnerstag auf Zypern bei AEK Larnaka mit 5:1 warmschoss und in der Europa League mit 16 Treffern seine Torgefährlichkeit mehrfach unter Beweis gestellt hatte. Hütter sprach entsprechend auch von einer "vor allem offensiv gut bestückten" Mannschaft. Speziell bei Ballverlusten müsse man "extrem auf das Umschaltspiel aufpassen. Wir dürfen ihnen keine Räume lassen".

Gacinovic macht Hoffnung

Da auch die Frankfurter im Umschaltspiel ihre Stärken haben, können die Fans zumindest ein rasantes Spiel erwarten. Manche Eintracht-Hoffnung ruht dabei auf Mijat Gacinovic, der in Rom glänzte. In der ersten Halbzeit noch fahrig, dreht der Serbe die Partie nach der Pause fast im Alleingang.

Mit einem Traumtor aus 18 Metern in den linken Winkel (65. Minute) egalisierte er die Führung von Joaquin Correa (56.) und mit seinem ebenso sehenswerten Pass zu Sebastien Haller (71.) bereitete er das 2:1 vor. "Ich treffe ja nicht so oft, aber das war schon ein gutes Ding. Ich habe den Ball perfekt getroffen", sagte Gacinovic, der sich damit als Alternative für die Startelf empfahl. Vielleicht gibt es also auch im Traumsturm einen Wechsel und nicht nur notgedrungen in der Abwehr.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!, 15.12.2018, 17.15 Uhr