Dominik Kohr und Stefan Ilsanker von Eintracht Frankfurt im Spiel gegen Stuttgart.

Stefan Ilsanker? Aktuell gesetzt. Sebastian Rode? Fraglich. Dominik Kohr? Im Wartestand. Djibril Sow? Außen vor. Im Maschinenraum von Eintracht Frankfurt gibt es gleich mehrere Konstellationen - die mal mehr, mal weniger gut zusammenpassen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dominik Kohr: "Das Duo Kohr/Rode kann gut funktionieren"

Kohr und Rode im Training
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Es war ungefähr in der Mitte der 2000er-Jahre, als es im Fußball eine neue "Erfindung" gab: die sogenannte Doppel-Sechs. Wo zuvor oft nur ein klassischer Abräumer vor der Abwehr und hinter den Kreativköpfen agierte, gab es fortan ein Tandem. Oft mit zwei ganz unterschiedlichen Spielertypen. Und seit jeher gibt es die Frage: Wer passt auf dieser Position am besten zusammen? Es ist eine Frage, die aktuell auch Eintracht Frankfurt umtreibt.

Adi Hütter, Trainer der Hessen, ist ein Fan dieser Variante. Aber auch er hat in der Formation gerne zwei unterschiedliche Spielertypen. Kurz gesagt: einen Holzfäller und einen Kreativ-Geist. In der vergangenen Saison hat den ersten Part oft Gelson Fernandes übernommen. Den anderen meistens Sebastian Rode. Aber: Besonders im Schlussspurt der vergangenen Spielzeit agierten oft auch Rode und Dominik Kohr zusammen.

Kohr und Sow haben es schwer

Hütter ist also eigentlich flexibel. Nicht so in dieser Saison. Der neue Fernandes heißt Stefan Ilsanker - und ist gesetzt. Daneben durfte bis zu seiner Verletzung vor dem Stuttgart-Spiel immer Rode ran. Für einen Spieler wie Kohr oder auch Djibril Sow ist es da schwierig. "Natürlich ist es für jeden Spieler nicht so leicht, wenn man sich eine gute Position erspielt hat und dann erst einmal draußen ist", berichtet Kohr.

Der Neuzugang aus dem Sommer 2019 hofft auf eine Neu-Ausrichtung der Doppel-Sechs. "In der Phase nach Corona hat man gesehen, dass das Duo Rode/Kohr gut funktionieren kann. Das ist immer eine Absprache: Wenn der eine nach vorne geht, muss der andere nach hinten absichern", so Kohr. Auch das Duo Sow/Rode durfte in der vergangenen Saison immer mal wieder ran. In dieser Kombination war dann Rode der deutlich defensivere Part.

"Ilsanker eine klare Absicherung"

Gegen einen Gegner wie Leipzig (Samstag, 18.30 Uhr) könnten diese Varianten jedoch zu risikoreich sein. Sollte Rode aber nicht rechtzeitig fit werden, durfte Kohr in dessen Rolle schlüpfen. Möchte es Hütter überraschenderweise doch etwas offensiver haben, wäre auch Sow eine Option.

"Wenn der Gegner den Ball schnell nach vorne vor die Abwehrkette spielen will, dann ist es mit Ilsanker einfach eine klare Absicherung, dass er vor der Abwehrkette absichert", weiß jedoch auch Kohr und benennt damit indirekt auch den Leipziger Überfallfußball. Ilsanker bleibt wohl also gesetzt - wenn er fit von der Nationalelf zurückkehrt. Die Frage wird nur - wenn Rode wirklich fehlen sollte - mal wieder sein: Wer wird sein Partner?