Adi Hütter

Endlich wieder DFB-Pokal: In seinem Lieblingswettbewerb der vergangenen Jahre kämpft Eintracht Frankfurt bei Bayer 04 Leverkusen um das Achtelfinale. Vor dem Spiel muss Adi Hütter eine wichtige Frage beantworten.

Videobeitrag

Video

zum Video Pressekonferenz: Eintracht Frankfurt vor dem Pokalspiel in Leverkusen

Adi Hütter
Ende des Videobeitrags

Nur der Trainer ist noch etwas angeschlagen. Hörbar verschnupft und mit leicht belegter Stimme startete Adi Hütter am Montag in die neue Arbeitswoche, die nur drei Tage nach dem historischen 2:0-Sieg in Mainz das nächste Highlight-Spiel bereithält: In Leverkusen kämpft Eintracht Frankfurt am Dienstag (20.45 Uhr) um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals.

Dass der Coach Stand Montagmittag die einzige Personalie ist, bei der über minimale gesundheitliche Einschränkungen gesprochen werden muss, dürfte beim hessischen Bundesligisten angesichts des turbulenten Januars mit ingesamt sieben Spielen in 28 Tagen für Entspannung sorgen. Denn auch vor dem Match bei der Werkself stellt sich Hütter mal wieder eine Personalfrage: Wer übernimmt die Position des im Pokal nach wie vor rotgesperrten Filip Kostic?

Wird Kostic eins zu eins ersetzt?

"Wir können versuchen, Filip eins zu eins zu ersetzen", gab der Trainer zumindest einen kleinen Einblick in seine Gedanken. In diesem Fall wäre eine Rückkehr von Steven Zuber auf die linke Außenbahn die wahrscheinlichste Variante. "Auf der anderen Seite gibt es mit einer Systemumstellung die Möglichkeit, den Gegner zu überraschen." Sollte der Eintracht genau das gelingen, es wäre bereits das zweite Mal binnen kürzester Zeit.

Schon beim Ligaspiel vor knapp eineinhalb Wochen (2:1) schien Leverkusen von taktisch und spielerisch plötzlich flexiblen Frankfurtern in der Tat überrascht gewesen zu sein. Die Doppelzehn hinter Stürmer André Silva – mit Amin Younes, Daichi Kamada oder Aymen Barkok gleich dreifach besetzbar – war von den Rheinländern schwer bis gar nicht in den Griff zu bekommen.

Weitere Informationen

Höhepunkte im hr-fernsehen

Das hr-fernsehen zeigt eine ausführliche Zusammenfassung des Eintracht-Pokalspiels in Leverkusen. Die Höhepunkte sehen Sie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ab 0 Uhr - auch auf hessenschau.de. Live können Sie das Spiel zudem bei hr-iNFO in der Vollreportage verfolgen.

Ende der weiteren Informationen

Mehr noch: Die neue Offensivformation entpuppt sich immer mehr als Hütters bester Taktikkniff in dieser Saison. Wobei der Österreicher selbst seine eigene Rolle in dieser Causa gar nicht zu hoch hängen möchte.

"Ich bin kein Erfinder. Ich schaue mir nur die Situation an, welches Personal aktuell am besten zu uns passt", sagte er – und leitete damit elegant zu einem Thema über, über das einsatzwillige Profifußballer nicht unbedingt gerne sprechen: Rotation.

Seine Spieler, so Hütters Überzeugung, sollten einsehen können, "dass ihnen eine Pause auch mal gut tut". Deshalb, und weil die Hessen nun vor zwei Englischen Wochen in Folge stehen, ist am Dienstagabend mit personellen Veränderungen zu rechnen.

"Jeder wird genug Spielzeit bekommen"

Das gilt zum einen für die Defensive, wo Sebastian Rode auf die Doppelsechs zurückkehren und damit Makoto Hasebe auf die Bank verdrängen könnte. Zum anderen, wenn schon drei Profis für zwei Positionen zur Verfügung stehen, ist insbesondere im offensiven Mittelfeld eine Umstellung nicht ausgeschlossen.

"Wir haben in der nächsten Zeit viele Spiele, jeder wird genug Spielzeit bekommen", sagte Hütter, und deutete zumindest an, dass der formstarke Aymen Barkok – zuletzt zwei Mal nur eingewechselt – demnächst auch mal wieder von Beginn an ran darf. Definitiv gesetzt scheint hingegen Rechtsaußen Erik Durm. "Er ist physisch wahrscheinlich unser bester Spieler. Läuferisch und von der Schnelligkeit her ist er ganz weit vorne", so der Trainer.

Im Achtelfinale wartet Rot-Weiss Essen

Auf dem angepeilten Weg ins Achtelfinale, wo übrigens Regionalligist Rot-Weiss Essen warten würde, setzt der 50-Jährige in Leverkusen auf einen "Mix aus guter kontrollierter Offensive und einer guten Kompaktheit, so wie wir es zuhause gezeigt haben". Hütter denkt dabei auch an die jüngsten Auswärtsauftritte bei der Werkself, die die Frankfurter teilweise deutlich (0:4, 1:6) verloren haben.

Auch im Januar 2021 warnt der Coach deshalb vor "Punch und Power" des Gegners, selbst wenn die Leverkusener Ergebnisse zuletzt etwas anderes vermuten ließen (1:1 gegen Bremen, 1:2 bei der Eintracht, 1:2 gegen München). "Es ist ein Wettbewerb, der Frankfurt einfach auch liegt", baut Hütter auf die hessischen Pokalgebote. "Wir werden alles reinhauen." An einer Schnupfnase soll es jedenfalls nicht scheitern.

So könnte Eintracht Frankfurt in Leverkusen spielen:

Mögliche SGE-Aufstellung gegen Leverkusen

Sendung: hr-fernsehen, DFB-Pokal Bayer 04 Leverkusen - Eintracht Frankfurt, 13.01.21, 0 Uhr