Da hilft auch der Reklamier-Arm nichts: Danny da Costa trifft zum 1:0 für Frankfurt.
Da hilft auch der Reklamier-Arm nichts: Danny da Costa trifft zum 1:0 für Frankfurt. Bild © Imago Images

Die Eintracht hat sich in der Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Frankfurt setzte sich nach einem aufregenden Schlagabtausch gegen Leverkusen durch. Die Tore kamen ausnahmsweise nicht von den üblichen Verdächtigen.

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Adi Hütter in der PK

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Eintracht Frankfurt hat seine Durststrecke in der Bundesliga hinter sich. Nach zwei Niederlagen setzten sich die Hessen am Sonntag mit 2:1 (1:0) gegen Bayer Leverkusen durch. Dabei glänzten die beiden Außenverteidiger in ungewohnter Rolle: Sowohl Danny da Costa (28. Minute) als auch Filip Kostic (57.) trugen sich beim Tabellenfünften in die Torschützenliste ein. Für Leverkusen traf Karim Bellarabi (65.).

Offenes Visier, aufregendes Spiel

Eintracht-Trainer Adi Hütter verzichtete zunächst auf Top-Torjäger Luka Jovic, stattdessen begann der im Europacup gegen Rom überragende Mijat Gacinovic hinter der Doppelspitze Ante Rebic/Sébastien Haller.

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Beide Mannschaften übersprangen die Abtastphase und spielten von Beginn an mit offenem Visier. So bekam die neu formierte Frankfurter Abwehrkette um Simon Falette, der den verletzten Makoto Hasebe ersetzte, gleich eine Menge zu tun. Und auch Kevin Trapp konnte sich nicht über Langeweile beschweren: Frankfurts Torhüter parierte zweimal gegen den auffälligen Julian Brandt (15., 18.). Um die Kreise der spielstarken Gäste einzudämmen, setzten die Hessen auf Zweikampfhärte und loteten dabei gleich mehrfach den Grenzbereich aus.

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Hasebe verlängert

Abwehrchef Makoto Hasebe hat seinen auslaufenden Vertrag bei der Eintracht um ein Jahr bis Juni 2020 verlängert. Das verkündete der Bundesligist im Vorfeld der Partie. Hasebe wurde zudem im Stadion als Asiens "Fußballer des Jahres" geehrt.

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Leverkusen musste eine Menge einstecken und durfte doch zuerst jubeln - zumindest kurz, denn ein Distanztreffer von Bellarabi wurde vom Video-Schiedsrichter zurückgenommen. Trapp war von dem im Abseits stehenden Aleksandar Dragovic behindert worden (20.). Glück für die Eintracht, die sich zuvor ebenfalls einige Male sehenswert in den Bayer-Strafraum kombiniert hatte. Ein weiterer Frankfurter Angriff führte dann zum 1:0, als der Ex-Leverkusener da Costa auf Querpass von Filip Kostic nur noch einschieben musste (28.). Auch hier roch es nach Abseits, doch der Referee entschied zu Recht auf gleiche Höhe.

Kostic macht's da Costa nach

Nach der Pause spielte zunächst nur Frankfurt. Und es sollte nicht lange dauern, da klingelte es erneut im Kasten von Ex-Eintracht-Keeper Lukas Hradecky. Nach Rechtsaußen da Costa war es diesmal sein Pendant, das jubeln dufte: Nach einer Kombination über da Costa und Haller traf Kostic per Direktabnahme zum 2:0 (57.).

Es sollte turbulent weitergehen. Rebic ließ die Großchance zur Vorentscheidung liegen (59.), und so kam Leverkusen mehr oder weniger aus dem Nichts zum Anschluss: Bellarabi veredelte den ersten gelungenen Angriff der Werkself aus spitzem Winkel (65.). Statt sich hinten rein drängen zu lassen, suchte die Eintracht direkt wieder den Weg nach vorn und band die anfälligen Gäste so ihrerseits in der Defensive. Weil Rebic aber erneut vor dem Tor scheiterte (79.), blieb es bis zum Schluss spannend. Trapp musste bei einem Schuss von Kevin Volland noch einmal alles aufbieten (90.+1).

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Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 2:1 (1:0)

Frankfurt: Trapp - Salcedo, Falette, N'Dicka - Willems (84. de Guzman), Fernandes - da Costa, Kostic - Gacinovic (90.+1 Stendera) - Haller,  Rebic (81. Jovic)     

Leverkusen: Hradecky - Weiser (63. Baily), Tah, Dragovic, Jedvaj - Kohr, Aranguiz (63. Alario) - Bellarabi, Havertz, Brandt (85. Paulinho) - Volland 

Tore: 1:0 da Costa (28.), 2:0 Kostic (57.), 2:1 Bellarabi (65.)

Gelbe Karten: Salcedo, N'Dicka, Willems, Fernandes, Haller, Gacinovic - Alario, Bellarabi

Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 46.500             

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