Fredi Bobic
Fredi Bobic geht gut gelaunt in die Länderspielpause. Bild © Imago

Nach dem Sieg in Hoffenheim ist die Stimmung bei der Eintracht wie erwartet ziemlich gut. Allerdings warnen Spieler und Verantwortliche davor abzuheben.

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Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt

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Eintracht Frankfurt hat das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim am Sonntag 2:1 (1:0) gewonnen. Ante Rebic (40. Minute) und Luka Jovic (46.) trafen für die Hessen, Reiss Nelson verkürzte für die Hausherren (82.). Torschütze Rebic musste in der 64. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz.

Fredi Bobic: Wenn du in einer Woche aus drei Spielen drei Siege einfährst, das ist natürlich eine super Geschichte. Das nehmen wir sehr gerne mit. Wir haben unheimlich viel Herz gezeigt und waren als Team präsent. Den Sieg haben wir dann erzwungen. Effizienz ist das, was uns am Anfang der Saison noch gefehlt hat. Heute haben wir sie gezeigt. Wenn wir die Chance hatten, haben wir zugeschlagen. Das ist wichtig für die Moral der Truppe. Es war klar, dass die Beine hinten raus müde werden. Ich bin stolz auf die Jungs. Die Mannschaft hat eine unglaublich gute Mentalität. Es macht Spaß, sie spielen und fighten zu sehen. Ich habe nichts dagegen, wenn es so weitergeht.

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Adi Hütter (Eintracht-Trainer): Auf der einen Seite haben wir eine tolle Woche hinter uns - mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 10:3. Jetzt stehen wir auf Platz sieben. Aber: Ball immer flach halten. Wir wissen, dass wir einen Weg vor uns haben. In gewissen Momenten braucht man auch das notwendige Glück - und das haben wir sicherlich in der ersten Halbzeit gehabt. Dann stellen wir den Spielverlauf mit dem Tor von Ante Rebic auf den Kopf. In der zweiten Halbzeit kommen wir raus und machen das zweite. Ich möchte ein Riesenkompliment an unsere Mannschaft richten, die dann wieder in Unterzahl gespielt und bis zum Schluss gefightet hat. Kevin Trapp hat uns die drei Punkte am Ende festgehalten.

Julian Nagelsmann (Hoffenheim-Trainer): Wir waren gut im Spiel, haben die Räume gut gefunden und hatten genügend Chancen, um den Gegner in der ersten Halbzeit zumindest schon einmal anzuknocken. Dann machen wir ein Eigentor. Klar, das Tor von Ante Rebic war schön. Aber das ist eine völlig ungefährliche Situation mit dem Einwurf, den wir zum Gegner werfen. Mit dem 2:0 war das Spiel relativ schnell sehr, sehr schwierig. Der Anschlusstreffer kam zu spät. Es gehört dazu, Tore zu schießen, wenn man überlegen ist. Aktuell haben wir die Qualität wohl nicht. Gerade macht’s wenig Spaß.

Kevin Trapp durfte gegen Olympique Marseille immer jubeln.
Kevin Trapp durfte gegen Olympique Marseille immer jubeln. Bild © Imago

Kevin Trapp: Heute können wir von einem glücklichen Sieg sprechen. Wir waren sehr effektiv, haben zwei Tore geschossen. Das haben wir uns über die letzten Wochen erarbeitet. Davor hatten wir vielleicht nicht das nötige Glück, das musst du dir erarbeiten. Das habe ich auch vorher noch einmal angesprochen. Direkt nach der Halbzeit haben wir das 2:0 gemacht, das war natürlich gut. Was wir natürlich unbedingt verbessern müssen: Wir schwächen uns immer selbst mit diesen Roten Karten. Das ist unfassbar.

Kevin Vogt (TSG Hoffenheim): Es ist zu wenig, es ist zu einfach, wie wir hier Punkte verschenken. Wir hauen uns zwei Dinger selber rein und unsere Vielzahl an Chancen münzen wir nicht um in Tore. Das ist dann ziemlich deprimierend. Ein Tor in der Phase, in der wir so überlegen sind, würde uns mal ganz guttun. Aber die andere Sache ist auch, dass wir nicht so einfach Gegentore fressen dürfen. So hart müssen wir auch mit uns ins Gericht gehen. Es ist ärgerlich, wenn man sieht, wie wenig Aufwand der Gegner betreiben muss, um ein Tor zu schießen. Und wie viel Aufwand wir fußballerisch betreiben - und eben nur ein Tor schießen. Das ist zu wenig.

Marco Russ: Im Moment läuft’s. Heute war ziemlich viel Glück dabei, aber auch enorm viel Wille. Wir haben versucht, uns in alles reinzuwerfen, was vors Tor kam. Ich habe es schon einmal gesagt: Ante Rebic ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann. Das hat er gegen Hannover gezeigt, das hat er heute gezeigt. Man merkt: Auch wenn starke Spieler mal ausfallen, springen andere Spieler in die Bresche. Wir sind schon die ganze Zeit ein Team. Jetzt springen die Siege bei raus. Wir stecken nie auf, das war schon in den letzten Jahren ein Pluspunkt.

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Marco Russ, Eintracht Frankfurt

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