Frust bei Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt nach dem Spiel gegen Mönchengladbach

Ein Remis, das sich wie eine bittere Pleite anfühlt: Nach dem Last-Minute-Ausgleich gegen Borussia Mönchengladbach herrscht bei Eintracht Frankfurt Katerstimmung. Die Stimmen zum Spiel.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eintracht mit bitterem Last-Minute-Remis nach verrücktem Spiel

Eintracht Frankfurt Mönchengladbach Sebastian Rode
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Eintracht Frankfurt hat erneut in der Bundesliga keinen Sieg eingefahren - dabei sahen die Hessen beim 3:3 (3:1) gegen Borussia Mönchengladbach sehr lange wie der sichere Sieger aus. Nach einem frühen Freistoßtor durch Lars Stindl (14. Minute) konnten André Silva (22. HE/24.) und Aymen Barkok (32.) die Partie für die Hessen drehen. Nachdem David Abraham jedoch die Gelb-Rote-Karte gesehen hatte, gelang Stindl mit einem Doppelpack (90. FE/90.+5) noch der späte Ausgleich.

Aymen Barkok: "Wir sind alle sehr enttäuscht, frustriert, sauer, wütend. Wir hätten uns alle diesen Sieg gewünscht, der auch verdient gewesen wäre. Wir haben ein super Spiel gemacht. Dass das Spiel so einen Lauf nimmt, damit hätte keiner gerechnet. Die Gelb-Rote-Karte und der Elfmeter kurz vor Schluss waren am Ende ausschlaggebend. Wir müssen nach vorne schauen und es gegen Augsburg wieder besser machen. Das Glück ist momentan einfach nicht auf unserer Seite."

Adi Hütter: "Außer in den ersten zehn Minuten hat das Spiel nur uns gehört. Gladbach kam erst nach der Gelb-Roten-Karte zurück. Wir ärgern uns heute über das Ergebnis, weil wir eine tolle Leistung gezeigt haben. Wir sind mental nach dem 0:1 gut zurückgekommen. Es ist einfach schade, dass wir dieses Spiel nicht als Sieger beenden. Mit dem Punkt können wir heute leider nicht zufrieden sein. Es ist aber klasse, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist."

Amin Younes: "Es ist eine Riesenenttäuschung. Wenn man gegen eine starke Mannschaft so viel Aufwand betrieben hat und dann in der letzten Minute den Ausgleich kassiert, fühlt sich das wie eine Niederlage an. Wir haben über weite Strecken ein tolles Spiel gemacht, waren körperlich da und in den Zweikämpfen präsent. Auch fußballerisch war es gut, wir haben tolle Tore gemacht. Unterm Strich ist es einfach schade."

André Silva: "Wir fühlen uns richtig schlecht und sind sehr enttäuscht. Wir haben richtig hart gearbeitet und stehen nur mit einem Remis da. Ich denke, dass der Sieg kommen wird, wir müssen nur weiter arbeiten und den Kopf oben behalten."

André Silva Eintracht Frankfurt Mönchengladbach

Lars Stindl (Stürmer Gladbach): "Wir haben hinten heraus alles investiert und emotional alles auf den Platz gebracht, um hier noch einen Punkt mitzunehmen. Wenn wir noch ein paar Minuten länger spielen, können wir vielleicht sogar noch gewinnen. Nach der Gelb-Roten-Karte haben wir dieses Emotional-Aggressive, das Frankfurt immer spielt, an den Tag gelegt und uns für den Einsatz belohnt. In der Bundesliga drei Tore zu machen, ist etwas Besonderes, deswegen ist es ein besonderer Tag."

Marco Rose (Trainer Gladbach): "Es ist wichtig, immer dran zu glauben. Ein Tor kann immer viel verändern. Wir haben gut angefangen, hatten alles und sind in Führung gegangen. Dann bekommen wir einen Elfmeter, beim zweiten Tor gab es Diskussionen, das dritte war ein Fehler von uns. Dann ist es schwierig, hier in Frankfurt wieder zurückzukommen. Ich freue mich für die Jungs, sich in einer schwierigen Phase für uns diesen Punkt noch belohnt zu haben. Auch wenn wir keine große Chancen hatten, nicht dominant gespielt haben und noch Chancen zulassen mussten, war es wichtig in unserer Phase, dass sich die Jungs noch einmal zurückgekämpft haben."